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VOOZH | about |
Die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) wurde 1968 als deutsche Wissenschaftsvereinigung von Friedens- und Konfliktforscher*innen aus allen akademischen Disziplinen gegründet. Derzeit zählt die AFK über 300 Mitglieder und wird durch den Vorstand und das zwölfköpfige Team vertreten.
Die AFK fördert Forschung, die zu einem tieferen Verständnis der Ursachen, Formen und Folgen von Krieg und Frieden beiträgt und will somit die Grundlage für eine am Frieden orientierte politische Praxis liefern. Darüber hinaus unterstützt sie durch die Einrichtung von Arbeitskreisen zu den Themen der Friedens- und Konfliktforschung die (nach Möglichkeit interdisziplinäre) Kooperation zwischen Wissenschaftler*innen. Außerdem vertritt sie die Anliegen der Friedens- und Konfliktforschung in Gremien der Wissenschaftsförderung, in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik.
Die AFK wird von einem alle zwei Jahre gewählten Vorstand geleitet.
Für den Zeitraum 2025 – 2027 wurden gewählt:
Humanitäre Rüstungskontrolle, Rüstungsexporten, Geschlechterperspektiven
1. Vorsitzende
PD Dr. Simone Wisotzki, Peace Research Institute Frankfurt
Umwelt- und Ressourcenkonflikte, Klimawandel, Environmental Peacebuilding
2. Vorsitzender
Prof. Dr. Janpeter Schilling, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Proteste; Klimawandel; Zentralasien.
Dr. Anna-Lena Hönig, Universität Konstanz
Kritische Ethnografie, kollaborative Forschung, indigenes und afrolatinisches Denken
Dr. María Cárdenas Alfonso, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Friedenskonsolidierung, Friedensmissionen, Konfliktmanagement
Dr. Julia Leib, Universität Leipzig
feministische und postkoloniale Ansätze, Außenpolitik, Migration
Madita Standke-
Erdmann, King’s College London
Feminismus, Geschlechterfragen, Militär
Andréa Noël, Universität Duisburg-Essen
Rüstungskontrolle, neue disruptive Technologien, Norm-Governance
Anja-Liisa Gonsior, Technische Universität Darmstadt
Diversity-Sensible Forschung und Lehre; Vergleichende Governance Forschung; Internationale Menschenrechtspolitik
Dr. Miao-ling Lin Hasenkamp, Universität Rostock
Wissensproduktion, Globaler Süden, Praxis
Dr. Siddharth Tripathi, Universität Erfurt
Konfliktmanagement, Vereinte Nationen, Katastrophen
Myriel Mathez, PRIF
Postkoloniale Theorien, Kinder Rechte, Pädagogische Perspektiven
Yuri Natali Tarache Piñeros, Alpen-Adria Universität Klagenfurt
Soziale Dynamiken kollektiver Gewalt, Westliche Kriege, Interdisziplinäre Forschung
Katharina Storch, Universität Tübingen
Politische Theorie, Macht- und Herrschaftsverhältnisse und Interdisziplinarität
Mascha Liening, Universität Bielefeld
Kritische Friedensforschung, zivile Konfliktbearbeitung, Postkonfliktgesellschaft
Geschäftsführerin
Dr. Samantha Ruppel
Interkulturelle Bildung, Menschenrechtsbildung, Philosophie
Studentische Hilskraft
Tim Schroll
Der Sitz der AFK-Geschäftsstelle ist an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz in Landau.
Die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V. trägt sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, beide sind nach Bescheid des Finanzamtes Kleve vom 14. Juni 2017 steuerabzugsfähig.
Mitglied kann werden, wer die Ziele des Vereins unterstützt (siehe Satzung) und von der Mitgliederversammlung oder dem Vorstand formell in den Verein aufgenommen wird.
Voraussetzung für die Aufnahme ist die Beantragung der Mitgliedschaft und die Annahme des Mitgliedschaftsantrags durch den Vorstand.
Die Beiträge sind gestaffelt und berechnen sich nach dem jeweiligen Jahresbruttoeinkommen:
| bis 30.000€ | 70€ |
| bis 50.000€ | 125€ |
| über 50.000€ Jahresbruttoeinkommen | 150€ |
| für Studierende (BA/MA/Staatsexamen) für max. zwei Beitragsjahre auf Antrag | 50€ |
*Bitte beachten Sie: Die ZeFKo kann im Falle einer Fehlzustellung leider nicht nachgeliefert werden. Damit die ZeFKo den Mitgliedern verlässlich zugestellt werden kann, müssen der AFK-Geschäftsstelle stets die aktuellen Kontaktdaten vorliegen.
Die Friedens- und Konfliktforschung beschäftigt sich als sehr heterogenes und interdisziplinäres Forschungsfeld mit den Ursachen, Dynamiken und Lösungen von Konflikten. Sie untersucht einerseits die Faktoren, Prozesse und Äußerungsformen von direkter Gewalt (wie z.B. in der Terrorismus-, Bürgerkriegs- oder Genozidforschung) wie andererseits strukturelle Ungleichheiten, die durch soziale, ethnische, religiöse oder politische Spannungen zur Eskalation in Gewalt führen können. Ziel der klassischen Friedens- und Konfliktforschung ist dabei die Identifikation von Präventionsmöglichkeiten, friedlichen Wegen der Konfliktbeilegung sowie die nachhaltige Friedensförderung. Darüber hinaus ist eine Vielzahl anderer Disziplinen ebenfalls in diesem Forschungsfeld aktiv.
Im Kontext von Krieg und Konflikten ist beispielsweise auf das (Völker-)Recht, Traumaforschung oder Gewaltsoziologie zu verweisen. Auch der (Human-)Geografie, Ethnologie, Migrations- und Genderforschung kommt eine zentrale Rolle zu. Neben international ausgerichteten Forschungssträngen existiert ein breites Forschungsfeld aus Bildungswissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Pädagog*innen, die sich ebenfalls mit der Materie auseinandersetzen. Die Friedens- und Konfliktforschung ist also ein äußerst breites Feld, das von vielen Wissenschaftler*innen au unterschiedlichsten Bereichen bespielt wird und sich deshalb sehr dynamisch weiterentwickelt.
Auch an Universitäten im deutschsprachigen Raum wird ein immer breiteres Spektrum an Studiengängen angeboten: