In der Theorie der Mehrstimmigkeit zum Beispiel bei Guido von Arezzo (11. Jahrhundert) in der pythagoreischen Stimmung wird ein Ganztonintervall aus zwei Halbtönen zusammengesetzt: dem „Limma“ und der „Apotome“.
Apotome (altgriechisch ἀποτομή ‚Abschnitt, Segment‘) bezeichnet in der Musik seit der griechischen Antike den pythagoreischen chromatischen Halbton.
Der pythagoreische diatonische Halbton ist das
- Limma = Quarte – 2 Ganztöne mit dem Frequenzverhältnis 👁 {\displaystyle {\frac {256}{243}}\,\,{\widehat {\approx }}\,\,90{,}22}
Cent.
Der pythagoreische chromatische Halbton ist die
- Apotome = Ganzton – Limma.
Ihr Frequenzverhältnis berechnet sich zu 👁 {\displaystyle {\frac {9}{8}}:{\frac {256}{243}}={\frac {2187}{2048}}\,\,{\widehat {\approx }}\,\,113{,}69}
Cent.
Die Apotome (113,7 Cent) ist um ein pythagoreisches Komma (23,5 Cent) größer als das Limma (90,2 Cent).
