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Bormio
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Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Lokale Bezeichnung Bórm
Koordinaten 46° 28′ N, 10° 22′ O46.46510.3730555555561225Koordinaten: 46° 27′ 54″ N, 10° 22′ 23″ O
Höhe 1225 m s.l.m.
Fläche 41,44 km²
Einwohner 3.908 (1. Jan. 2026)[1]
Postleitzahl 23032
Vorwahl 0342
ISTAT-Nummer 014009
Bezeichnung der Bewohner Bormiesi (im Dialekt: Bormini)
Schutzpatron Santi Gervasio e Protasio
Website www.comune.bormio.so.it
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Bormio (lombardisch Bórm; altes deutsches Exonym: Worms im Veltlin,[2] rätoromanisch Buorm/?) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 3908 Einwohnern (Stand 1. Januar 2026) in der Provinz Sondrio (Region Lombardei).

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Lage der Gemeinde Bormio in der Provinz Sondrio

„An der Spitze das Valtellina-Tal und der Berg von Bormio. Schrecklich, immer voller Schnee. Hier entsteht das Hermelin. In Bormio befinden sich die Bäder. Das Valtellina, wie gesagt, ist ein Tal, umgeben von hohen, schrecklichen Bergen. Es produziert sehr kräftige Weine und so viel Vieh, dass die Einheimischen sagen, dort entstünde mehr Milch als Wein. Dies ist das Tal, durch das der Adda fließt, der über 40 Meilen durch das Land der Deutschen zieht.“

Leonardo da Vinci, Codex Atlanticus – C.A. 391 recto

Bormio liegt rund 200 km nordöstlich von Mailand und 65 km von der Provinzhauptstadt Sondrio entfernt. Sie ist der Hauptort des oberen Veltlins und befindet sich auf 1225 m s.l.m. am Oberlauf des Adda und bedeckt eine Fläche von etwas über 41 km². Der Ort liegt in einem Talkessel, in dem von Nordwesten das Valdidentro, von Norden das Valle del Braulio, von Osten das Valfurva und von Süden das Valdisotto zusammenlaufen.

Die Nachbargemeinden sind Valfurva, Valdisotto, Valdidentro, Stilfs und Val Müstair (CH-GR).

Bemerkenswert ist auch der Monte Braulio, zitiert in den Historiae (Tacitus) als Alpenpass in der Römerzeit.

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Karte des Ortszentrums
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Ortsteilansicht von Bormio, 1909

Die Grafschaft Bormio gehörte von 1512 bis 1797 zu den sogenannten Untertanenlanden der Drei Bünde, die ihrerseits ein Freistaat auf dem Gebiet des heutigen schweizerischen Graubünden waren. An die Spitze der Grafschaft stellten die Bündner einen Podestà mit zweijähriger Amtsdauer. Bormio war in gerichtlicher, legislativer und administrativer Hinsicht anders organisiert als der untere Teil des Veltlins: es genoss mehr Freiheiten und litt weniger unter der Verwaltung der Bündner. Seine Schwefelthermen (schon von Plinius dem Jüngeren und Cassiodor erwähnt) und die Frühlingsbadefahrten nach Bormio haben im 16. und 17. Jahrhundert in der Schweiz großen Anklang gefunden. Während der Bündner Wirren litt es stark unter den militärischen Operationen, da die Wiedereroberungsversuche der Bündner meist mit einem Angriff auf Bormio begannen (Zug der Berner und Zürcher 1620, Wormserzug 1621, Eroberung des Veltlins durch Henri II. de Rohan 1635). 1797 wurde Bormio Teil der Cisalpinischen Republik und gehört seither zur Lombardei, deren Geschichte sie fortan erst unter den Habsburgern und nach dem Zweiten Italienischen Unabhängigskrieg 1859 unter dem Haus Savoyen teilte.[3][4]

Bevölkerungsentwicklung

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Verkehrsanbindung

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Zu erreichen ist Bormio aus dem Trentino über den Tonalepass und Gaviapass, vom Comer See durch das Veltlin sowie von Livigno über den Foscagno-Pass. Diese Routen sind ganzjährig befahrbar. Im Sommer ist Bormio auch vom schweizerischen Münstertal aus über den Umbrailpass und vom Vinschgau in Südtirol aus über das Stilfser Joch erreichbar.

International bekannt ist Bormio als Wintersportort und als Thermalzentrum Bagni di Bormio. 1985 und 2005 fanden hier die Alpinen Skiweltmeisterschaften statt, jährlich gastiert auf der Pista Stelvio der Alpine Skiweltcup. Insgesamt gibt es 50 km präparierte Skipisten mit 16 Ski-Liften. Die längste Abfahrt ist 6 km lang.

Gemeindepartnerschaften

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Persönlichkeiten

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Commons: Bormio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Resident population by age, sex and marital status on 1st January 2026. In: demo.istat.it. Italienisches Nationales Institut für Statistik, 1. Januar 2026, abgerufen am 1. April 2026 (englisch). (Hinweis: Verknüpfung der Datei mit dem technischen Datensatz.)
  2. Martin Bundi: Bormio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2004.
  3. Bormio (PDF; 27 MB) auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz; abgerufen am 29. Juni 2017.
  4. Martin Bundi: Bormio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2004.
  5. Canclino, Abbondio. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band5: Brewer–Carlingen. E. A. Seemann, Leipzig 1911, S.491 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. Canclino, Antonio. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band5: Brewer–Carlingen. E. A. Seemann, Leipzig 1911, S.491 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. Carlo Marni auf sik-isea.anton.ch/actors (italienisch)
  8. Bianchi, Cesare. In: Sikart, abgerufen am 18. August 2015.
Gemeinden in der Provinz Sondrio in der Region Lombardei

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