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Logo der Commonwealth Games Federation (CGF), des Ausrichters der Spiele
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Ankunft von Königin Elizabeth II. bei der Abschlussfeier der XII. Commonwealth Games in Brisbane, Australien (1982)
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Ankunft von Königin Elizabeth II. bei der Eröffnungsfeier der XX. Commonwealth Games in Glasgow, Schottland (2014)

Die Commonwealth Games sind ein internationales Sportereignis, in dessen Rahmen sich alle vier Jahre die besten Sportler aus den Ländern des Commonwealth of Nations für Wettbewerbe in verschiedenen Sportarten treffen. Es nehmen (Stand 2022) 72 Nationalmannschaften teil, die das Vereinigte Königreich mit seinen vier Landesteilen (England, Wales, Schottland, Nordirland), 53 weitere Commonwealthstaaten, zwei assoziierte Gebiete (Cookinseln und Niue), die zu Australien gehörende Norfolkinsel, neun britische Überseegebiete und die drei britischen Kronbesitzungen (Guernsey, Jersey, Isle of Man) repräsentieren. Traditionell werden die Spiele vom Oberhaupt des Commonwealth, dem britischen Monarchen, oder einem seiner Vertreter aus der königlichen Familie eröffnet.

Der Engländer John Astley Cooper schlug 1891 in einem Zeitungsartikel vor, ein Festival kombiniert mit Sport, Militär und Literatur zwischen den Mitgliedern des British Empire auszutragen; weniger als Konkurrenz, sondern mehr um die Freundschaft und den Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern des Empire zu stärken.[1] Der Vorschlag stieß auf starkes Interesse und 1911 wurde das erste Festival of Empire in London ausgetragen. Dabei war Sport nur ein Programmpunkt unter vielen.[2] Das Sportprogramm bestand aus Leichtathletik, Boxen, Ringen und Schwimmsport. Kanada gewann die von Lord Lonsdale gestiftete silberne Trophäe.

Erst 1928 unter dem Eindruck der Olympischen Spiele in Amsterdam wurde die Idee von dem Kanadier M. M. Robinson aufgegriffen und 1930 als reines Sportereignis in Hamilton (Kanada) als British Empire Games ausgetragen. Der Erfolg und die rege Teilnahme veranlasste den „Council of Representatives of Great Britain and the Dominions and Colonies“, ähnliche Veranstaltungen alle vier Jahre zwischen den Olympischen Spielen stattfinden zu lassen. Der Name wurde 1952 in British Empire and Commonwealth Games und 1966 in British Commonwealth Games abgeändert. Der Name Commonwealth Games findet seit 1978 Verwendung. Bis 1966 wurden britische Maßeinheiten (imperial units) verwendet; 1970 fand der Wechsel zum metrischen System statt.

Das sportliche Programm beinhaltet neben den meisten olympischen Disziplinen auch einige Sportarten, die nur in den Commonwealth-Ländern verbreitet sind. So wurden 1998 zu den Sportarten Leichtathletik, Badminton, Bowls, Boxen, Radsport, Gymnastik, Schießsport, Schwimmsport, Gewichtheben und Ringen die Sportarten Squash, Wasserball, Cricket, Hockey, Netball und Siebener-Rugby in das Programm aufgenommen.

Am 2. September 2015 wurden bei einer Versammlung der Organisatoren in Neuseeland die Commonwealth Games 2022 an die Stadt Durban in Südafrika vergeben. Im März 2017 wurde bekannt, dass Durban die Anforderungen der Commonwealth Games Federation (CGF) nicht erfüllen kann.[3] Die Eröffnung war für den 18. Juli 2022 geplant gewesen, den Geburtstag von Nelson Mandela.[4] Es wären die ersten Commonwealth Games in Afrika gewesen.

Queen’s/King’s Baton Relay

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Dabei handelt es sich um einen Staffellauf, die vor Beginn der Commonwealth Games durch alle Commonwealthländer stattfindet. Der `Baton` trägt eine Botschaft des britischen Monarchen (bis 2022 Königin Elizabeth II) als dem Oberhaupt des Commonwealth. Die Staffel beginnt traditionell vor dem Buckingham Palace in London. Der König übergibt den Baton dem ersten Staffelläufer. Bei der Eröffnungsfeier der Spiele übergibt der letzte Staffelläufer den Baton an den König oder dessen Vertreter, der die Nachricht laut vorliest, um die Spiele somit offiziell zu eröffnen.

Veranstaltungen

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Austragungsorte mit Jahresangabe
Jahr Stadt Land
(Anzahl Gastgeber)
Datum Sportarten Athleten Nationen
Inter-Empire Championships
1911 London Vereinigtes Konigreich👁 Image
 Vereinigtes Königreich (1.)
12. Mai bis 1. Juni 4 ? 4
British Empire Games
I 1930 Hamilton Kanada👁 Image
 Kanada (1.)
16. bis 23. August 6 ca. 400 11
II 1934 London England👁 Image
 England (1.)
4. bis 11. August 6 ca. 500 16
III 1938 Sydney Australien👁 Image
 Australien (1.)
5. bis 12. Februar 7 464 15
1942 Montreal Kanada👁 Image
 Kanada
nicht ausgetragen
1946 Cardiff Wales👁 Image
 Wales
nicht ausgetragen
IV 1950 Auckland Neuseeland👁 Image
 Neuseeland (1.)
4. bis 11. Februar 9 560 12
British Empire and Commonwealth Games
V 1954 Vancouver Kanada👁 Image
 Kanada (2.)
30. Juli bis 7. August 9 662 24
VI 1958 Cardiff Wales👁 Image
 Wales (1.)
18. bis 26. Juli 9 1130 35
VII 1962 Perth Australien👁 Image
 Australien (2.)
22. November bis 1. Dezember 9 863 35
VIII 1966 Kingston Jamaika👁 Image
 Jamaika (1.)
4. bis 13. August 9 1050 34
British Commonwealth Games
IX 1970 Edinburgh Schottland👁 Image
 Schottland (1.)
16. bis 25. Juli 9 1382 42
X 1974 Christchurch Neuseeland👁 Image
 Neuseeland (2.)
24. Januar bis 2. Februar 9 1348 38
Commonwealth Games
XI 1978 Edmonton Kanada👁 Image
 Kanada (3.)
3. bis 12. August 10 1979 46
XII 1982 Brisbane Australien👁 Image
 Australien (3.)
30. September bis 9. Oktober 10 2154 46
XIII 1986 Edinburgh Schottland👁 Image
 Schottland (2.)
24. Juli bis 2. August 10 2123 27
XIV 1990 Auckland Neuseeland👁 Image
 Neuseeland (3.)
24. Januar bis 3. Februar 10 2862 54
XV 1994 Victoria Kanada👁 Image
 Kanada (4.)
18. bis 28. August 10 3338 63
XVI 1998 Kuala Lumpur Malaysia👁 Image
 Malaysia (1.)
10. bis 20. September 15 3638 70
XVII 2002 Manchester England👁 Image
 England (2.)
25. Juli bis 4. August 17 3863 72
XVIII 2006 Melbourne Australien👁 Image
 Australien (4.)
15. bis 26. März 16 4500 71
XIX 2010 Delhi Indien👁 Image
 Indien (1.)
3. bis 14. Oktober 17 7000 71
XX 2014 Glasgow Schottland👁 Image
 Schottland (3.)
23. Juli bis 3. August 17 6500 70
XXI 2018 Gold Coast Australien👁 Image
 Australien (5.)
4. bis 15. April 18 4426 71
XXII 2022 Birmingham England👁 Image
 England (3.)
28. Juli bis 8. August 20 5054 72
XXIII 2026 Glasgow Schottland👁 Image
 Schottland
23. Juli bis 2. August 10 75

* Nach dem Rückzug von Edmonton (Kanada) und der Disqualifizierung – nach Vergabe – von Durban (Südafrika) stand zunächst (Stand März 2017) noch kein Gastgeber fest.[5] Liverpool und Birmingham wurden als Ersatzgastgeber gehandelt.[6] Bis 1. November 2017 hatten sich neben Birmingham auch Kuala Lumpur und Victoria beworben.[7] Im Dezember 2017 erhielt Birmingham den Zuschlag.[8]

Sportarten bei den Commonwealth Games

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Die Sportarten sind in Kernsportarten und optionale Sportarten aufgeteilt. Kernsportarten müssen bei den Spielen vertreten sein, bei den optionalen Sportarten kann der Veranstalter eine Auswahl treffen. In 2015 wurden zahlreiche Sportarten aus dem Programm entfernt, darunter einige, bei denen es zu keiner Austragung gekommen war.

Sportart Disziplin Summen 1911 1930 1934 1938 1950 1954 1958 1962 1966 1970 1974 1978 1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022
Badminton Badminton 15 ×
Basketball Basketball 2 ×
3×3-Basketball 1 ×
Wheelchair-3×3-Basketball 1 ×
Beachvolleyball Beachvolleyball 2 ×
Bogenschießen Bogenschießen 2 ×
Bowls Bowls 21 ×
Para-Bowls 5 ×
Boxen Boxen 23 ×
Cricket Cricket 2 ×
Gewichtheben Gewichtheben 19 ×
Para-Powerlifting 7 ×
Hockey Hockey 7 ×
Judo Judo 2 ×
Leichtathletik Leichtathletik 22 ×
Para-Leichtathletik 7 ×
Netball Netball 7 ×
Radsport Bahnradsport 21 ×
Para-Bahnradsport 3 ×
Mountain-Bike 5 ×
Straße 20 ×
Ringen Freistil 19 ×
Rugby 7er-Rugby 7 ×
Schwimmen Schwimmen 22 ×
Para-Schwimmen 6 ×
Schießsport Schießen 13 ×
Squash Squash 7 ×
Tischtennis Tischtennis 6 ×
Para-Tischtennis 6 ×
Triathlon Triathlon 5 ×
Turnsport Turnen 10 ×
Rhythmische Sportgymnastik 9 ×
Wasserspringen Wasserspringen 22 ×
Ehemalige Disziplinen
Bowling Ten-pin 1 ×
Fechten Fechten 6 ×
Ringen Griech.-röm. 1 ×
Rudern Rudern 7 ×
Schwimmen Synchronschwimmen 6 ×
Wasserball 1 ×
Tennis Tennis 1 ×

Medaillenspiegel

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Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Australien👁 Image
 Australien
1003 834 767 2604
2 England👁 Image
 England
773 783 766 2322
3 Kanada👁 Image
 Kanada
510 548 589 1647
4 Indien👁 Image
 Indien
203 190 171 564
5 Neuseeland👁 Image
 Neuseeland
179 232 295 706
6 Sudafrika👁 Image
 Südafrika
137 132 147 416
7 Schottland👁 Image
 Schottland
132 143 227 502
8 Kenia👁 Image
 Kenia
91 80 87 258
9 Nigeria👁 Image
 Nigeria
82 84 105 271
10 Wales👁 Image
 Wales
75 104 155 334
11 Malaysia👁 Image
 Malaysia
69 78 91 238
12 Jamaika👁 Image
 Jamaika
65 53 58 176
13 Singapur👁 Image
 Singapur
41 31 37 109
14 Nordirland👁 Image
 Nordirland
37 46 59 142
15 Pakistan👁 Image
 Pakistan
27 27 29 83
16 Zypern Republik👁 Image
 Zypern
25 16 23 64
17 Uganda👁 Image
 Uganda
19 16 25 60
18 Ghana👁 Image
 Ghana a
15 20 28 63
19 Trinidad und Tobago👁 Image
 Trinidad und Tobago
13 23 26 62
20 Bahamas👁 Image
 Bahamas
11 14 13 38
21 Kamerun👁 Image
 Kamerun
11 12 17 40
22 Nauru👁 Image
 Nauru
10 11 10 31
23 Samoa👁 Image
 Samoa
6 12 11 29
24 Simbabwe👁 Image
 Simbabwe b
6 9 14 29
25 Tansania👁 Image
 Tansania
6 7 11 24
26 Sambia👁 Image
 Sambia c
5 13 24 42
27 Papua-Neuguinea👁 Image
 Papua-Neuguinea
5 8 2 15
28 Botswana👁 Image
 Botswana
5 6 8 19
29 Namibia👁 Image
 Namibia
5 4 15 24
30 Hongkong 1959👁 Image
 Hongkong
5 2 10 17
31 Sri Lanka👁 Image
 Sri Lanka d
4 9 11 24
32 Fidschi👁 Image
 Fidschi
4 7 12 23
33 Guyana👁 Image
 Guyana e
4 6 6 16
34 Barbados👁 Image
 Barbados
3 4 8 15
35 Isle of Man👁 Image
 Isle of Man
3 3 6 12
36 Bermuda👁 Image
 Bermuda
3 2 3 8
37 Grenada👁 Image
 Grenada
3 2 2 7
38 Mosambik👁 Image
 Mosambik
2 4 3 9
39 Bangladesch👁 Image
 Bangladesch
2 4 2 8
40 Malaya Foderation👁 Image
 Malaya
2 3 2 7
41 Saint Vincent Grenadinen👁 Image
 St. Vincent und die Grenadinen
2 0 1 3
42 Jungferninseln Britische👁 Image
 Britische Jungferninseln
2 0 0 2
43 Mauritius👁 Image
 Mauritius
1 9 8 18
44 Bailiwick of Guernsey👁 Image
 Guernsey
1 4 3 8
45 Saint Lucia👁 Image
 St. Lucia
1 1 3 5
46 Lesotho👁 Image
 Lesotho
1 1 1 3
47 Bailiwick of Jersey👁 Image
 Jersey
1 0 3 4
48 Cayman Islands👁 Image
 Cayman Islands
1 0 1 2
49 Kiribati👁 Image
 Kiribati
1 0 0 1
Saint Kitts Nevis👁 Image
 St. Kitts und Nevis
1 0 0 1
51 Seychellen👁 Image
 Seychellen
0 3 4 7
52 Rhodesien und Njassaland👁 Image
 Föderation von Rhodesien und Njassaland
0 2 5 7
53 Dominica👁 Image
 Dominica
0 2 1 3
54 Malta👁 Image
 Malta
0 1 6 7
55 Eswatini👁 Image
 Eswatini
0 1 3 4
56 Gambia👁 Image
 Gambia
0 1 1 2
57 👁 Image
Irland f
0 1 0 1
58 Malawi👁 Image
 Malawi
0 0 3 3
Tonga👁 Image
 Tonga
0 0 3 3
Vanuatu👁 Image
 Vanuatu
0 0 3 3
61 Norfolkinsel👁 Image
 Norfolkinsel
0 0 2 2
62 Cookinseln👁 Image
 Cookinseln
0 0 1 1
Niue👁 Image
 Niue
0 0 1 1
Salomonen👁 Image
 Salomonen
0 0 1 1
Gesamt 3613 3608 3929 11150
a 
Die Gesamtzahl für Ghana umfasst auch alle gewonnenen Medaillen als Goldküste.
b 
Die Gesamtzahl für Simbabwe umfasst auch alle gewonnenen Medaillen als Südrhodesien.
c 
Die Gesamtzahl für Sambia umfasst auch alle gewonnenen Medaillen als Nordrhodesien.
d 
Die Gesamtzahl für Sri Lanka umfasst auch alle gewonnenen Medaillen als Ceylon.
e 
Die Gesamtzahl für Guyana umfasst auch alle gewonnenen Medaillen als Britisch-Guayana.
f 
gemeinsames Team des Irischen Freistaats und Nordirlands
Commons: Commonwealth Games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Arnd Krüger (1986): War John Astley Cooper der Erfinder der modernen Olympischen Spiele? In: LOUIS BURGENER u. a. (Hrsg.): Sport und Kultur, Bd. 6. Bern: Lang, S. 72–81.
  2. Katharine Moore (1989): ‘The warmth of comradeship’: the first British empire games and imperial solidarity, in: The International Journal of the History of Sport 6: 2, S. 242–251.
  3. How Durban blew its Commonwealth Games bid. In: HeraldLIVE. 13. März 2017, abgerufen am 1. April 2017 (englisch).
  4. Sport1.de: Commonwealth Games 2022 finden nicht in Durban statt. In: sport1.de. 13. März 2017, abgerufen am 1. April 2017.
  5. Durban loses 2022 Commonwealth Games – reports. In: Sport24, 13. März 2017.
  6. Victoria bid for 2022 Commonwealth Games over after Province refuse to back it. In: Inside The Games. 24. August 2017, abgerufen am 1. September 2017 (englisch).
  7. Birmingham remain in pole position for 2022 Commonwealth Games as potential rivals struggle for political support. Inside the Games, 1. November 2017.
  8. Birmingham officially named as 2022 Commonwealth Games host city. The Guardian, 21. Dezember 2017.
Normdaten (Veranstaltung): LCCN: n99282581 | VIAF: 126004988