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Patrick Gretsch 👁 Image
👁 Patrick Gretsch
Patrick Gretsch
Zur Person
Geburtsdatum 7. April 1987
Nation Deutschland👁 Image
 Deutschland
Disziplin Straße
Fahrertyp Zeitfahrer
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
2005 Junioren-Bundesliga Team Thüringen
Internationale Team(s)
2006–2009
2010–2011
2012–2013
2014–2016
Thüringer Energie Team
HTC-Highroad
Team Argos-Shimano
AG2R La Mondiale
Wichtigste Erfolge

👁 Silbermedaille
Weltmeisterschaft – Zeitfahren 2008 (U23)

Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2017

Patrick Gretsch (* 7. April 1987 in Erfurt) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer, der im Bahn- und Straßenradsport aktiv und auf Zeitfahren spezialisiert war.

Seinen ersten internationalen Erfolg fuhr Gretsch bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften der Junioren 2004 in Los Angeles ein, als er zusammen mit Sascha Damrow, Stefan Schäfer und Matthias Hahn Vizeweltmeister in der Mannschafts- sowie Dritter in der Einerverfolgung wurde.[1] Auf der Straße wurde er im selben Jahr im Einzelzeitfahren Deutscher Juniorenmeister und Zeitfahrweltmeister. 2005 wurde er Bahn und Straßevierfacher Deutscher Juniorenmeister und belegte bei den Juniorenweltmeisterschaften zweimal den vierten Platz in der Einzel- und Mannschaftsverfolgung.

In der U23-Klasse fuhr Gretsch von 2006 bis 2009 für das deutsche Continental Team Thüringer Energie Team. 2008 sicherte er sich den Gesamtsieg bei der Internationalen Thüringen Rundfahrt der U23.[2] Es folgte der Vizeweltmeistertitel im Zeitfahren der U23 bei den Weltmeisterschaften 2008. Ein Jahr später wurde er Deutscher U-23-Zeitfahrmeister und erreichte beim Zeitfahren der U23 bei den Weltmeisterschaften 2009 in Mendrioso die Bronzemedaille. Außerdem wurde er 2009 Deutscher Elitemeister in der Einzelverfolgung.

2010 wechselte er zum UCI ProTeam Columbia-HTC. In seiner ersten Saison für diese amerikanische Mannschaft belegte Gretsch den zweiten Platz bei den deutschen Zeitfahrmeisterschaften in Sangerhausen. Außerdem erreichte er u. a. einen zweiten Rang beim Zeitfahren der Österreich-Rundfahrt.

2011 bestritt Gretsch mit dem Giro d’Italia seine erste dreiwöchige Landesrundfahrt. die er auf Platz 137 beendete. Dabei gewann er mit seinem Team das Mannschaftszeitfahren zum Beginn der Rundfahrt und belegte Platz sieben im abschließenden Einzelzeitfahren. Im selben Jahr gewann er die Prologzeitfahren der Ster ZLM Toer der USA Pro Cycling Challenge sowie die Bronzemedaille der Deutschen Zeitfahrmeisterschaft.

Nach der Auflösung seines Teams HTC-Highroad zum Ende 2011 fuhr Gretsch zwei Jahre lang für das Team Argos-Shimano. Er gewann für diese Mannschaft 2012 den Prolog der Ruta del Sol und 2013 die Silbermedaille der Deutschen Meisterschaft im Zeitfahren. Im Jahr 2012 bestritt er seine einzige Tour de France, die er auf dem 141. Platz beendete und Platz sieben im Prolog belegte.

2013 wechselte er zur französischen Mannschaft Ag2r La Mondiale. Er bestritt noch vier weitere Male den Giro d’Italia, den er noch dreimal beenden konnte. Dabei gewann er mit diesem Team 2014 die Mannschaftswertung und wurde 2015 den vierten Platz im Zeitfahren.

Nachdem Gretsch für die Saison 2017 kein aus seiner Sicht lukratives Angebot eines Radsportteams erhalten hatte, entschied er sich seine Karriere als Aktiver zu beenden.[3]

2004
2005
2008
2009
2011
2012
2004
2005
2009
Commons: Patrick Gretsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Junior Track Worlds 2004 – Day 2 – Pedal Magazine. 30. Juli 2004, abgerufen am 8. November 2025.
  2. Gretsch schafft mit Energie-Leistung die Sensation. In: radsport-news.com. 15. Juni 2008, abgerufen am 8. November 2025.
  3. Gretsch: "Ich wollte nicht mehr Leib und Leben riskieren". radsport-news.com, 11. Januar 2017, abgerufen am 27. März 2017.
Deutsche Meister in der Einerverfolgung (Profis/Elite)

1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952 Heinrich Schwarzer | 1953 Ludwig Hörmann | 1955, 1956 Edi Gieseler | 1957 Klaus Bugdahl | 1958 Hennes Junkermann | 1959 Otto Altweck | 1960, 1961 Rudi Altig | 1962 Sigi Renz | 1963–1966 Dieter Kemper | 1967 Siegfried Adler | 1968 Peter Glemser | 1969 Albert Fritz | 1975, 1976 Dietrich Thurau | 1989 Roland Günther | 1990 Michael Glöckner | 1991 Andreas Walzer | 1992, 1993, 1995, 1997–2001, 2004 Jens Lehmann | 1994, 2002 Guido Fulst | 1996 Heiko Szonn | 2003 Daniel Becke | 2005–2008 Robert Bartko | 2009  | 2010, 2013 Stefan Schäfer | 2011 Nikias Arndt | 2012 Roger Kluge | 2014, 2015, 2017, 2018 Domenic Weinstein | 2016 Marco Mathis | 2019, 2024, 2025 Felix Groß | 2022, 2023 Nicolas Heinrich

Die Einerverfolgung für Profis wurde nicht durchgängig bei deutschen Bahn-Meisterschaften ausgetragen.

Personendaten
NAME Gretsch, Patrick
KURZBESCHREIBUNG deutscher Radrennfahrer
GEBURTSDATUM 7. April 1987
GEBURTSORT Erfurt