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(Weitergeleitet von Schwein)
Schwein und Ferkel sind Weiterleitungen auf diesen Artikel. Zu weiteren Bedeutungen von Schwein siehe Schwein (Begriffsklärung), zu einer Person siehe Christian Ferkel.
Hausschwein
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Hausschwein (Sus scrofa domesticus)

Systematik
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Schweineartige (Suina)
Familie: Echte Schweine (Suidae)
Gattung: Sus
Art: Wildschwein (Sus scrofa)
Unterart: Hausschwein
Wissenschaftlicher Name
Sus scrofa domesticus
Erxleben, 1777

Das Hausschwein (wissen­schaftlich Sus scrofa domesticus) ist die domestizierte (in menschliche Haltung genommene) Form des Wildschweins und bildet mit ihm eine einzige Art. Es gehört damit zur Familie der Echten Schweine aus der Ordnung der Paarhufer. In einigen Teilen der Welt gibt es freilebende Schweinepopulationen, die aus verwilderten Hausschweinen hervorgingen. Schweine sind Allesfresser; sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.

Das Hausschwein ist eines der am frühesten domestizierten Haustiere in der menschlichen Zivilisationsgeschichte und wird seit vermutlich 9000 Jahren zur Fleischerzeugung gehalten. In Europa und Ostasien ist Schweinefleisch die am häufigsten gegessene Fleischsorte. Die Domestizierung erfolgte in unterschiedlichen Weltregionen unabhängig voneinander.

→ Hauptartikel: Schweineproduktion
Laut­äußerung eines Hausschweins

Schwein als deutscher Name des Borstenviehs stammt von mittelhochdeutsch swîn und bezeichnete ursprünglich nur Jungtiere (Ferkel bzw. Frischlinge). Das weibliche Schwein heißt Sau (Plural in Allgemeinsprache Säue, fachsprachlich Sauen; niederdeutsche Bezeichnung: Mutte). Das neuhochdeutsche Wort Sau stammt von mittelhochdeutsch und althochdeutsch und ist verwandt mit gleichbedeutend lateinisch sus. Das männliche Schwein wird Eber genannt, Jungtiere nennt man Ferkel. Spanferkel sind Ferkel, die noch am Span, der Zitze saugen (spänen). Bis zum Gewicht von 25 kg sind es Ferkel, zwischen 25 und 50 kg Läufer oder Polk. Zur Zucht ausgewählte Tiere im Alter vom 4. bis zum Ende des 6. Lebensmonats werden Jungschweine genannt. Kastrierte männliche Tiere werden Borg oder Altschneider genannt. Endstufeneber bezeichnet zur Züchtung verwendete männliche Schweine, wenn in einem Zuchtprogramm mehrere Zuchtstufen verwendet werden. Der Endstufeneber ist der Vater des angestrebten Endproduktes. Als Leersau wird eine Muttersau in der Zucht bezeichnet, an der keine Ferkel mehr saugen, die aber noch nicht wieder tragend ist, das heißt, neu besamt oder gedeckt wurde.

In Süd- und Mittelwestdeutschland ist die Wutz ein geläufiges Synonym für Schwein.

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Wollschweinferkel

Bei Schweinen beträgt die Trächtigkeits­dauer etwa 112 bis 114 Tage (drei Monate, drei Wochen, drei Tage); der anschließende Geburtsvorgang wird Ferkeln oder auch Abferkeln genannt.

Bei neugeborenen Ferkeln kann man bei ursprünglichen Rassen noch die Zeichnung erkennen, die bei Frischlingen so typisch ist. Wenn sie etwa sechs Monate alt sind bzw. etwa 100 kg Lebendgewicht haben, sind die Tiere schlachtreif. Schweine können etwa zehn Jahre alt werden.[1]

Schweine können nicht schwitzen. Viele Schweinerassen sind stressanfällig und können auch ähnliche Herz- und Kreislaufkrankheiten entwickeln wie der Mensch. Sie werden deshalb auch als Labor- und Versuchstiere gehalten. Physiologisch sind sich Schwein und Mensch sehr ähnlich. Das betrifft nicht nur die ähnlichen Krankheitsausprägungen, sondern z. B. auch die Struktur und Beschaffenheit von Fleisch und Fettgewebe. In der Rechtsmedizin werden beispielsweise Stich- und Schussverletzungen an frisch geschlachteten Schweinen nachgestellt.

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Hängebauchschwein
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Iberische Schweine
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Halbwilde Hausschweine auf Korsika
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Eberferkel des Rotbunten Husumer Schweines

Heute gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen. Sie entstanden alle erst in den letzten zwei Jahrhunderten. Bis dahin sorgte die Praxis der Eichelmast dafür, dass sich Hausschweine immer wieder mit Wildschweinen kreuzten.

In neuester Zeit wurden sehr kleine Schweinerassen, sogenannte Minischweine, auch als Haustiere ohne kommerzielle Endnutzung beliebt. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft werden immer weniger Rassen dort genutzt. Die meisten Schweine in den Mastställen sind Gebrauchskreuzungen, die von großen Zuchtunternehmen als sogenannte Hybridschweine vermarktet werden.

Einige der bekannteren Rassen sind:

Haltungsgeschichte

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Molekularbiologische Untersuchungen an Haus- und Wildschweinen zeigten, dass sich während der Jungsteinzeit die Domestikation in vielen Gebieten der Erde unabhängig voneinander vollzog. Die Daten machen deutlich, dass frühe Bauern im Laufe der Zeit sich immer weiter nach Norden und Westen nach Europa ausbreiteten und dabei domestizierte Schweine aus dem Nahen Osten mitbrachten. Der Vergleich von Genomsequenzen aus archäologischen Schweinefunden mit dem Erbgut heutiger Haus- und Wildschweine erbrachte, dass der genetische Fingerabdruck der Schweine aus dem Nahen Osten nach und nach verschwand und die in Europa eingeführten Hausschweine immer stärker mit europäischen Wildschweinen vermischt wurden, so dass genetische Linien aus dem Nahen Osten später nur noch einen Genanteil von rund vier Prozent oder weniger haben.[2]

Türkei

Erste archäologische Nachweise der Domestizierung gibt es aus der Zeit vor 9000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Osttürkei. Zu den ältesten Fundorten von Knochen halbdomestizierter Schweine gehören die neolithischen Siedlungen von Jericho (Palästina), Jarmo (Irak), Çatalhöyük und Hallan Çemi (Türkei) sowie Argissa-Margula (Griechenland).[3] Hallan Çemi ist dabei einer der ältesten auf eine Domestizierung von Schweinen hinweisenden Fundorte. Die Bewohner dieses jungsteinzeitlichen Dorfes aßen überwiegend junge männliche Schweine; im archäologischen Befund nehmen Funde von Schweineknochen sogar zu einem Zeitpunkt zu, als die Bewaldung dieser Region zurückging. Dies wird dahingehend interpretiert, dass Schweine sich dem Menschen weitgehend angeschlossen hatten und in der Nähe der Siedlung nach Nahrung suchten. Die in Hallan Çemi gegessenen Schweine wiesen allerdings noch keine Domestikationsmerkmale auf. Dies kann auf die kurze Zeit zurückzuführen sein, in der Hallan Çemi bewohnt war. Die Siedlung wurde nach rund 400 Jahren aufgegeben.[4]

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Skulptur eines Schweinekopfes aus der Jungsteinzeit im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Thüringen, Weimar

Eine längere Siedlungs­geschichte als Hallan Çemi hat Çayönü. An diesem Siedlungsplatz lässt sich die Entwicklung von den ersten Rundbauten einer frühen Ackerbaugemeinschaft aus dem 10. Jahrtausend zu einer großen Siedlung mit differenzierter Bebauung im 9. und 8. bis zum Anfang des 7. Jahrtausends nachvollziehen. Ähnlich wie in Hallan Çemi aßen die Bewohner von Çayönü überwiegend jüngere Schweine, und über die Jahrhunderte lässt sich bei diesen Schweinen eine Veränderung der Knochenstruktur nachweisen: Die verzehrten Tiere haben kürzere Schnauzen, die Zähne stehen im Gebiss enger zueinander. Die archäologischen Funde weisen hier darauf hin, dass Schweine sich über eine Zeit von 2000 Jahren allmählich zum Hausschwein entwickelten.[5]

Mesopotamien und Altes Ägypten

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Reliefdarstellung eines Schweins im Tempel von Philae
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Hieroglyphe für Schwein (rrj)

Bereits im Alten Ägypten und in Mesopotamien zeigt sich eine soziale Differenzierung bei dem Verzehr von Schweinefleisch. Darauf weisen beispielsweise Funde im altägyptischen Dorf Kom el-Hisn hin, das während des Baus der Chephren-Pyramide um 2550 v. Chr. zu Nahrungsmittellieferungen an diese rund 100 Kilometer weiter südliche liegende Baustelle verpflichtet war.[6] Die Einwohner von Kom el-Hisn zogen dafür Rinder auf, aßen selbst aber nur wenig Rindfleisch. Lediglich die Knochen von alten Mutterkühen und kranken Kälbern wurden in den archäologischen Fundstellen dieses Dorfes gefunden.[7] Fleisch, das von den Dorfbewohnern verzehrt wurde, stammte überwiegend von Schweinen. Das Verhältnis gefundener Rinderknochen zu gefundenen Schweineknochen beträgt 1:25, das heißt für jeden gefundenen Rinderknochen werden 25 Schweineknochen gefunden. Man ist heute der Überzeugung, dass in Kom El-Hisn Schweine in Herden gehalten wurden, die ihr Futter in den Marschen des Nildeltas und den Abfällen des Dorfes fanden.[8]

Dass das Dorf Rinder liefern musste, seine Schweine jedoch behalten durfte, liegt an der spezifischen Natur dieses Haustieres. Rinder waren ebenso wie Ziegen und Schafe in der Lage, in der ariden Region auf dem Weg nach Süden ausreichend Nahrung zu finden. Schweine dagegen hätten weder Futter noch den Schatten, auf den sie angewiesen waren, auf dieser Wegstrecke gefunden.[8] Ähnlich zeigen die überlieferten Dokumente der 3. Dynastie von Ur (2114 bis 2004 v. Chr.), dass die zentrale Verwaltung dieses mesopotamischen Reiches zehntausende von Schafen und Kühen von ihren Untertanen einforderte und an Tempel und das Heer weiter verteilte. Schweine dagegen finden keine Erwähnung.[9] Es ist jedoch gesichert, dass Schweine gehalten wurden: Sowohl in Ägypten als auch in Mesopotamien finden sich bis 2000 v. Chr. zahlreiche Belege für eine Schweinezucht, sofern die Dörfer in einer Region liegen, in der ausreichend Regen fiel, um eine Landbewirtschaftung ohne künstliche Bewässerung zu ermöglichen. Funde im Tell Halif, einer archäologischen Fundstelle, die heute im Süden Israels liegt, legen außerdem nahe, dass die Zahl der gehaltenen Schweine in Zeiten schwacher staatlicher Kontrolle anstieg.[10]

Insgesamt ging die Zahl der gehaltenen Schweine ab 2000 v. Chr. jedoch stark zurück: Zunehmende Desertifikation machte es immer schwieriger, Schweine in Herden zu halten. Schweine finden sich noch in ärmeren Gebieten der nun größeren Städte, wo sie sich von den Abfällen der Menschen ernährten; über die Zeit bildete sich ein Ernährungsmuster, bei dem sich der Verzehr von Schweinefleisch auf die untersten Bevölkerungsschichten begrenzte. Schweine galten im Nahen Osten zunehmend als unrein, was sich unter anderem auch darin manifestiert, dass in den Religionen des Nahen Ostens Schweine, anders als Schafe, Ziegen und Rinder, nicht als Tempelopfer in Frage kamen.[11] Die Speisegesetze, wie sie vermutlich im 8. Jahrhundert v. Chr. im 3. und 5. Buch Mose festgelegt wurden und so die Basis der jüdischen Speisegesetze legten, haben darin ihren Ursprung. Diese Speisegesetze bestimmten wiederum die des Islams (siehe Nahrungstabu).[12]

Griechen und Römer

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Darstellung eines Schweineopfers (Epidromos-Maler, um 500 v. Chr.)

Sowohl die griechische als auch die römische Kultur der Antike hatten eine Einstellung zum Hausschwein, die sich gänzlich von der des Nahen Ostens unterschied. Schweine waren in beiden Kulturen das häufigste Opfertier.[13] In Athen wurden von den Priestern vor jeder öffentlichen Zusammenkunft Frischlinge geopfert, und in Rom waren Schweineopfer bei Abschlüssen von Verträgen, Geburten und Hochzeiten üblich.[13] Zu den Attributen der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter gehört neben Weizenähre, Mohn und Delfin auch das Schwein. Der griechische Held Odysseus ist stolzer Besitzer von Schweineherden und wird bei seiner Rückkehr nach jahrelanger Irrfahrt von dem ihm loyal ergeben gebliebenen Schweinehirten Eumaios empfangen.[14]

Die Bedeutung der Schweinehaltung lässt sich auch an den überkommenen Werken aus der römischen Zeit festmachen. Zu den römischen Agrarschriftstellern, die sich mit Fragen der Schweinehaltung auseinandersetzten, zählen insbesondere der spätrepublikanische Autor Varro sowie Lucius Iunius Moderatus Columella und Plinius der Ältere, die in der frühen Kaiserzeit schrieben. De re coquinaria, das älteste erhaltene Kochbuch aus der Zeit der römischen Antike, bestätigt diese Vorliebe: Gerichte, bei denen Schweinefleisch verwendet wird, sind die häufigsten genannten.[15]

Kaiser Augustus, der erste römische Kaiser, war auch der erste, der kostenlose Lebensmittel in Form von Getreide unter der römischen Bevölkerung verteilen ließ. Kaiser Aurelian erweiterte dies um 270 n. Chr. durch eine Verteilung von kostenlosem Schweinefleisch. Um 450 n. Chr. erhielten rund 140.000 Bürger Roms über die fünf Wintermonate monatlich jeweils fünf Pfund Schweinefleisch.[16] Die römischen Essgewohnheiten beeinflussten die der benachbarten Regionen: Während in Kampanien in republikanischer Zeit vor allem Rindfleisch verzehrt wurde, näherte sich der Schweinefleischkonsum in der Kaiserzeit dem in Rom an. In Hispanien verdoppelte sich nach der römischen Eroberung der Anteil der verzehrten Schweine. In Britannien, Griechenland, Ober- und Niedergermanien nahm die Schweinezucht dagegen keinen vergleichbaren Aufschwung. Nie (wieder) Fuß fassen konnte sie in Syrien und Ägypten. Diejenigen der dort stationierten Soldaten, die aus schweinefleischkonsumierenden Regionen kamen, passten sich in der Regel den örtlichen Vorlieben an.[17]

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Schweinehirt und Schweineherde während der Eichelmast, Kalenderbild November, Stundenbuch des Herzogs von Berry, 15. Jahrhundert
→ Hauptartikel: Esskultur im Mittelalter

In der Zeit des Mittelalters, das über ein Jahrtausend vom etwa 5. Jahrhundert bis zum Ende des 15. Jahrhunderts währte, hatte das Schwein in der Ernährung eine sehr unterschiedliche Bedeutung. Es war zeitweilig ein Fleisch, das nur von einer kleinen Oberschicht verzehrt wurde, während sich der Fleischkonsum der unteren Schichten auf Tiere wie Kühe beschränkte, die das Ende ihres produktiven Lebens erreicht hatten, und entwickelte sich dann zunehmend zu einem Nahrungsmittel der Unterschicht.

Hausschweine liefen oft frei in den Städten und Dörfern umher und suchten sich auf den Straßen aus dem Unrat ihr Fressen zusammen. Schlachtzeit für Schweine waren gewöhnlich die Monate November und Dezember, und das Fleisch wurde durch Pökeln, Dörren und Räuchern haltbar gemacht. Dieses Fleisch musste bis mindestens Ostern reichen; der Speck wurde noch im nächsten Sommer verwendet. Als Schrotschwein bezeichnete man das Schwein mit geringem Speckanteil.

Kühe, Schafe und Ziegen werden seit Jahrtausenden über lange Distanzen getrieben, weil sie einen natürlich entwickelten Herdentrieb haben, der dies ermöglicht. Sie benötigen außerdem nur Weide und Wasser, um während dieses Viehtriebs Nahrung zu finden. Der Trieb von Schweinen über lange Strecken ist anspruchsvoller, weil die Tiere Schatten benötigen und weniger einfach in Herden zusammengehalten werden können. Der Schweinetrieb ist entsprechend historisch seltener.[18]

In Mesopotamien und im Alten Ägypten war die Schwierigkeit, eine Herde von Schweinen über arides Land zu treiben, einer der Gründe, warum Schweine in der zentral gesteuerten Lebensmittelverteilung keine Rolle spielten. Es gibt trotzdem über die Jahrtausende Belege für Schweinetriebe über hunderte Kilometer. Im römischen Reich dagegen war man darauf angewiesen, dass Schweineherden über lange Distanzen getrieben wurden, um Rom mit Schweinefleisch zu versorgen. Die Schweine kamen aus den bewaldeten Regionen Kampaniens, Samniums und Lucianas.[15] Die Schweine verloren während des Triebes erheblich an Gewicht, so dass zusätzliche Mittel bereitgestellt werden mussten, um diesen Gewichtsverlust auszugleichen.

In der Neuzeit hatte der Schweinetrieb vor allem in den jungen Vereinigten Staaten eine große Bedeutung. Der Historiker Essig schätzt ihn als nicht weniger bedeutend ein als den Rindertrieb von Texas nach Kansas.[19] Bei diesem Viehtrieb wurden zwar jährlich bis zu 600.000 Rinder langsam nach Norden getrieben, das aber hatte eine Bedeutung nur über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Einführung des Stacheldrahts führte innerhalb sehr kurzer Zeit dazu, dass er nicht mehr wirtschaftlich möglich war.[20] Beim Schweinetrieb in den Vereinigten Staaten wurden dagegen in Hochzeiten mehrere hunderttausend Schweine nach Südosten getrieben, und einige der Routen bestanden über fast ein Jahrhundert.

Verhalten und Intelligenz

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Schweine sind in den Bereichen Sozialverhalten und Kognition mit ihren Vorfahren, den Wildschweinen, vergleichbar.[21]

Sinnesleistungen

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Der Geruchssinn ist bei Schweinen besonders ausgeprägt.[22.1] Sie können leicht zwischen Gerüchen unterscheiden[23] und verlassen sich bei der Futtersuche stark auf ihren Geruchs- und Geschmackssinn.[24] Schweine können mithilfe des Geruchs andere Schweine erkennen.[25]

Der Tastsinn spielt eine große Rolle im Verhalten von Schweinen.[22.1] Die Schnauze kommt besonders oft zum Einsatz, etwa zum Wühlen, zum Bewegen von Gegenständen oder für soziale Interaktionen.[26] Die höchste Dichte von taktilen Rezeptoren befindet sich auf der Rüsselscheibe[27], die eine ähnliche Anzahl Tastsinneszellen wie zwei menschliche Hände hat.[28.1]

Der Frequenzumfang ihres Gehörs reicht von 42 Hz bis 40,5 kHz, womit sie – wie Wildschweine – im Ultraschallbereich hören.[29]

Man geht davon aus, dass die kognitiven Fähigkeiten von Schweinen durchaus mit denen mancher Primaten vergleichbar sind.[30][31] Versuche zu kognitiven Fähigkeiten von Schweinen haben ergeben, dass Schweine mit einem Joystick im Maul an einem Monitor Erkennungsaufgaben sehr gut lösen können. Dafür müssen die Tiere erst verstehen, dass sie selbst die Bewegung des Cursors auslösen.[32] Zudem können Schweine – wie Hunde – Befehle über Laute und Gesten erkennen und diese ausführen.[33] Schweine sind vergleichsweise gut darin, räumliche Informationen zu verarbeiten und zu erlernen, wie sie in räumlichen Anordnungen wie Labyrinthen navigieren können.[34] Sie können zwischen verschiedenen Menschen unterscheiden.[35][36] In einem Versuch konnten Schweine lernen, positive und negative Ereignisse (Futter oder Isolation) vorauszusehen, je nach unterschiedlicher Musik, die ihnen vorgespielt wurde. Erwarteten sie Futter, reagierten sie mit Freude (Spielverhalten, Schwanzwedeln). Erwarteten sie hingegen Isolation, zeigten sie Stressverhalten (Anspannung, Urinieren).[37]

Schweine sind tagaktiv und nur selten in der Dämmerung oder in der Nacht aktiv. Dabei gibt es eine klare räumliche und zeitliche Struktur ihres Verhaltens.[28.2]

Sozialverhalten

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Schweine sind hochsoziale Tiere.[22.1] Sie können andere Schweine voneinander unterscheiden und ziehen ihnen bekannte Tiere unbekannten Schweinen vor.[38] Sie können andere Tiere auch am Geruch[39] und an ihren Lauten[40] erkennen. Schweinerufe sind individuell.[41] Schweine haben Gefühle und können sich gegenseitig emotional anstecken, etwa mit Freude oder Angst.[42] Schweine entwickeln Bindungen zueinander. Wenn Ferkel von ihren Müttern getrennt werden, wie es nach dem Absetzen in der Schweineproduktion üblich ist, reagieren sie mit Stress aufgrund der Trennung.[43]

Das Spielverhalten von Schweinen lässt sich mit dem von Hunden und anderen Säugetieren vergleichen.[22.2] Schweine spielen gerne und zeigen unterschiedliche Arten von Spielverhalten.[44] Sie schwenken im Spiel ihren Kopf, hüpfen, scharren, rennen ausgelassen, drehen sich auf der Stelle oder lassen sich auf den Boden fallen.[45] Zudem spielen sie mit Objekten wie Bällen, Stöcken oder Stroh, die sie tragen oder schütteln.[46] Ihr soziales Spielverhalten umfasst Kämpfen, Schubsen oder sich Verfolgen.[47]

Spielverhalten ist wichtig für die gesundheitliche Entwicklung von Schweinen.[45] Fehlende Spielmöglichkeiten können zu Verhaltensstörungen wie Kannibalismus führen.[48][49]

Nahrungsaufnahme

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Schweine sind omnivor und haben wie Wildschweine ein ausgeprägtes Erkundungsverhalten. Sie fressen unter anderem Wurzeln, Knollen, Früchte, Samen, Insekten oder auch Aas. Im Freiland verbringen sie 70–80 % ihrer Zeit mit der Nahrungssuche. Zum Suchen, Wühlen und Bearbeiten der Nahrung verwenden sie ihren Rüssel.[28.2] Die Vorderklauen kommen zum Scharren oder zur Nahrungsfixierung zum Einsatz.[28.3]

Nestbau und Ruheverhalten

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Im Freiland legen Schweine Schlafnester an, die von der ganzen Gruppe benutzt werden. Diese bessern sie am Tag aus oder legen sie neu an. Die Nester können aus Material wie Blättern und Zweigen bestehen und werden an witterungsgeschützten Orten gebaut. Schweine liegen gerne in Seitenlage, bei hohen Temperaturen auseinander und bei geringen dicht zusammen.[28.3] Die Ruhephase in der Nacht dauert im Freiland 11–15 Stunden, dazu kommen weitere, kürzere Ruhephasen am Tag.[28.4]

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Hausschwein in einer Suhle. Schweine senken so bei hohen Temperaturen ihre Körpertemperatur

Schweine gelten eher als dreckig. Untersuchungen zeigen jedoch, dass Schweine, die in ausreichend weitläufigen Ställen gehalten werden, generell eine Ecke als Kotecke nutzen. Ihr Suhlen in feuchtem Schlamm ist eine angeborene Verhaltensweise, die der Reinigung dient, bei hohen Temperaturen ihre Körpertemperatur senkt und sie vor Sonnenbrand schützt. Schweine haben keine Schweißdrüsen.[30][28.4]

Das Schwein in Religion und Mythologie

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Negative Besetzung

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Sowohl im jüdischen als auch im islamischen Speisegesetz gilt Schweinefleisch als unrein und darf nicht verzehrt werden. Als Ursprung dieser Speisegesetze gilt die in Mesopotamien und im Alten Ägypten entstandene Einordnung des Schweines als unreines Tier, die etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. im 3. und 5. Buch Mose kodifiziert wurde und darüber auch die Speisegesetze des Islams prägte. Die Theorie, dass die Trichinellose der ausschlaggebende Grund für das Verbot des Schweinefleischverzehrs war, gilt heute einhellig als überholt. Sie kam nach 1859 auf, als Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Trichinella spiralis und rohem oder nicht durchgekochtem Schweinefleisch bewiesen. Es ist nicht gesichert, dass dieser Parasit im antiken Palästina überhaupt existierte, und wegen der langen Dauer zwischen dem Verzehr von infiziertem Schweinefleisch und einer Erkrankung gilt es als weitgehend ausgeschlossen, dass dieser Schluss gezogen wurde und zu dem Verbot führte.[50]

Die folgenden Absätze sind nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Speisegesetze, insbesondere Jüdische Speisegesetze, auch die Vermutungen sind unbelegt. Dazu gibt es gute Literatur, fehlt hier. Sprachlich z.T. „Geschwurbel“.--Rote4132 (Diskussion) 00:43, 23. Mai 2022 (CEST)

Die Speisegesetze haben zur Folge, dass für etwa ein Viertel der Weltbevölkerung der Verzehr von Schweinefleisch zumindest religiös untersagt ist.[12] In vielen islamischen Staaten ist der Import oder Konsum auch rechtlich verboten bzw. stark eingeschränkt. Für das Judentum entwickelten sich die Speisegesetze zu einem identitätsstiftenden Merkmal. Die Rabbinen schufen allein mit der Halacha, dem Religionsgesetz, die Voraussetzung dafür.

Das jüdische Schweinefleisch-Verbot ist sowohl im Alten Testament als auch in der Bibel enthalten. Die meisten christlichen Kirchen betrachten es jedoch wegen Röm 14,3ff EU nicht als verbindlich. Paulus schreibt dort: „Wer Fleisch isst, tut es zur Ehre des Herrn; denn er dankt Gott dabei. Wer kein Fleisch isst, unterlässt es zur Ehre des Herrn, und auch er dankt Gott. […] Auf Jesus, unseren Herrn, gründet sich meine feste Überzeugung, dass an sich nichts unrein ist; unrein ist es nur für den, der es als unrein betrachtet.“ Zu den Ausnahmen zählt unter anderem die äthiopisch-orthodoxe Kirche. Für Hindus gilt es mit Ausnahme der unteren Kasten.

Positive Besetzung

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Bereits für die germanischen Völker war insbesondere der Eber ein heiliges Tier. Der Wagen des Gottes Freyr wird vom Eber Gullinborsti gezogen. Das Schwein ist ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum, da es als Symbol der Fruchtbarkeit und Stärke gilt. Als Glücksbringer hat es sich in Deutschland bis heute gehalten. „Schwein haben“ ist eine Redensart und bedeutet „Glück haben“.

In der chinesischen Astrologie ist das Schwein ein Erdzweigsymbol. Ihm zu Ehren wurde unter anderem das Saha-Chat-Denkmal in Bangkok, Thailand, errichtet.

Anzahl der gehaltenen Schweine

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Sau in Kastenstand mit Ferkeln in der Intensivtierhaltung
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Kastenstände mit Sauen in der Intensivtierhaltung
Anzahl der gehaltenen Schweine in der Europäischen Union 2011[51]
Land Anzahl Schweine (in Mio.)
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 Deutschland
27,403
Spanien👁 Image
 Spanien
25,635
Frankreich👁 Image
 Frankreich
13,967
Polen👁 Image
 Polen
13,506
Danemark👁 Image
 Dänemark
12,348
Niederlande👁 Image
 Niederlande
12,103
Italien👁 Image
 Italien
09,351
Belgien👁 Image
 Belgien
06,328
Rumänien👁 Image
 Rumänien
05,364
Vereinigtes Konigreich👁 Image
 Vereinigtes Königreich
04,326
Ungarn👁 Image
 Ungarn
03,025
Osterreich👁 Image
 Österreich
03,005
Europaische Union👁 Image
Europäische Union
(27)
148,545
Anzahl der gehaltenen Schweine 2011[52]
Gebiet/Land Anzahl Schweine (in Mio.)
China Volksrepublik👁 Image
 Volksrepublik China
465
Vietnam👁 Image
 Vietnam
027
Philippinen👁 Image
 Philippinen
012,3
Asien 578
Russland👁 Image
Russland
017
Europa 188
Vereinigte Staaten👁 Image
 Vereinigte Staaten
066
Brasilien👁 Image
 Brasilien
039
Mexiko👁 Image
 Mexiko
015,5
Kanada👁 Image
 Kanada
012,8
Amerika 167
Afrika 031
Welt 969

Die Zahl der Schweine in Deutschland betrug 2020 nahezu unverändert ca. 26 Millionen.[53]

  • Kristoffer Hatteland Endresen: Saugut und ein wenig wie wir : eine Geschichte über das Schwein. Westend-Verlag, Frankfurt/Main 2022, ISBN 978-3-86489-357-5.
  • Mark Essig: Lesser Beasts: A Snout-to-Tail History of the Humble Pig. Basic Books, 2015, ISBN 978-0-465-05274-5.
  • Ingo König, Ingeborg Tschinkel, Heinz Scheller: Schweinebesamung. Biologie, Technik, Organisation. Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1971.
  • Lyall Watson: „The whole hog“. Exploring the extraordinary potential of pigs. Profile Books, London 2004, ISBN 1-86197-736-0.
  • Gustav Adolf Henning, Fotos: Georg Fischer: Schweine: Der große Wurf. In: Geo-Magazin. Hamburg 1979,5, S. 112–132. Informativer Erlebnisbericht mit vielen Details über Zucht und Verwertung der Hausschweine. ISSN 0342-8311
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Einzelnachweise

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  1. Jürgen Weiss u. a.: Tierpflege in Forschung und Klinik. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Enke, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8304-1077-5.
  2. Laurent A. F. Frantz et al.: Ancient pigs reveal a near-complete genomic turnover following their introduction to Europe. PNAS August, 2019, doi:10.1073/pnas.1901169116
  3. Artikel Hogs in The Cambridge World History of Food, ed. by Kenneth F. Kiple (Memento vom 20. Dezember 2007 im Internet Archive)
  4. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 2: Out of the Wild, Ebook-Position 561
  5. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 2: Out of the Wild, Ebook-Position 577.
  6. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is Impure, Ebook-Position 596.
  7. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 602.
  8. a b Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 609.
  9. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 628.
  10. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 644.
  11. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 705.
  12. a b Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 3: The Pig is impure, Ebook-Position 740.
  13. a b Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 5: Monstrosities of Luxury, Ebook-Position 886.
  14. Homer, Odyssee 13, 187 – 16, 321; Bibliotheke des Apollodor, Epitome 7, 26–32.
  15. a b Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 5: Monstrosities of Luxury, Ebook-Position 921.
  16. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 5: Monstrosities of Luxury, Ebook-Position 948.
  17. David S. Potter: The Roman Empire at Bay. Routledge, London – New York 2004, ISBN 0-415-10057-7, S.13–15.
  18. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 12: Twenty Bushels of Corn on Four Legs, Ebook-Position 2056.
  19. Mark Essig: Lesser Beasts. Kapitel 12: Twenty Bushels of Corn on Four Legs, Ebook-Position 2064.
  20. Reviel Netz: Barbed Wire: An Ecology of Modernity. Wesleyan University Press, Middletown 2004, ISBN 978-0-8195-6959-2, S. 22
  21. Suzanne Held, Jonathan J. Cooper, Michael T. Mendl: Advances in the Study of Cognition, Behavioural Priorities and Emotions. In: J. N. Marchant-Forde (Hrsg.): The Welfare of Pigs. 2009, doi:10.1007/978-1-4020-8909-1_3.
  22. Lori Marino, Christina M. Colvin: Thinking Pigs: A Comparative Review of Cognition, Emotion, and Personality in Sus domesticus. In: International Journal of Comparative Psychology. Band27, 2015, doi:10.46867/ijcp.2015.28.00.04.
    1. a b c S. 2
    2. S. 8
  23. C. C. Croney: Cognitive abilities of domestic pigs. Thesis in Animal Science, The Pennsylvania State University, College of Agricultural Sciences. 1999.
  24. C. C. Croney, K. M. Adams, C.G. Washington, W. R. Stricklin: A note on visual, olfactory and spatial cue use in foraging behavior of pigs: indirectly assessing cognitive abilities. In: Applied Animal Behaviour Science. Band83, Nr.4, Oktober 2003, doi:10.1016/S0168-1591(03)00128-X.
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  26. A. Stolba, D. G. M. Wood-Gush: The behavior of pigs in a semi-natural environment. In: Animal Production. Band48, 1989.
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