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Strukturformel
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Allgemeines
Name Valifenalat
Andere Namen
  • N-[(1-Methylethoxy)carbonyl]-L-valyl-3-(4-chlorphenyl)-β-alaninmethylester
  • Methyl-N-(isopropoxycarbonyl)-L-valyl-(3RS)-3-(4-chlorphenyl)-β-alaninat
  • Valiphenal
Summenformel C19H27ClN2O5
Kurzbeschreibung

geruchloses, feines weißes Pulver[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 283159-90-0
EG-Nummer (Listennummer) 608-192-3
ECHA-InfoCard 100.125.911
PubChem 11338509
ChemSpider 9513453
Wikidata Q19310729
Eigenschaften
Molare Masse 398,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,25 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

147 °C[1][2]

Siedepunkt

zersetzt sich ab 367 °C[4][2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (24 mg·l−1 bei 20 °C und pH 4,9–5,9)[1][2]

Sicherheitshinweise
GHS-GefahrstoffkennzeichnungausVerordnung(EG) Nr.1272/2008(CLP),[5] ggf. erweitert[3]
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Achtung

H- und P-Sätze H: 351411
P: 202273280308+313391405[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000hPa).

Valifenalat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate sowie ein Amid des Valins.[1]

Valifenalat ist ein systemisches Fungizid, das präventiv, kurativ und eradikativ gegen Oomyceten wirkt. Es gehört zu den CAA-Fungiziden, welche die Cellulose-Synthase in der Phospholipid-Biosynthese hemmen.

Valifenalat wird zur Bekämpfung von Peronospora, Phytophtora und Plasmopara im Kartoffel-, Tomaten-, Wein-, Zwiebel-, Tabak- und Blumenanbau verwendet.[1]

Zulassungsstatus

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Valifenalat ist seit 2014 in der Europäischen Union als Wirkstoff zugelassen.[6] In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich sind Pflanzenschutzmittel mit Valifenalat als Wirkstoff erhältlich.[7]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Eintrag zu Valifenalate. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag,abgerufen am 4.Januar 2015.
  2. 1 2 3 4 Eintrag zu Valifenalat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA,abgerufen am 22.März 2026. (JavaScript erforderlich)
  3. 1 2 3 Datenblatt Valifenalate bei Sigma-Aldrich,abgerufen am 22.August 2023 (PDF).
  4. BVL: Valifenalate
  5. Eintrag zu Methyl-N-(isopropoxycarbonyl)-L-valyl-(3RS)-3-(4-chlorphenyl)-β-alaninat; Valifenalat in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA),abgerufen am 21.August 2023. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  6. Verordnung (EU) Nr.144/2014(PDF) der Kommission vom 14. Februar 2014 zur Genehmigung des Wirkstoffs Valifenalat.
  7. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Valifenalate (formerly Valiphenal) in der EU-Pestiziddatenbank;Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen derSchweiz,Österreichs (Eingabe von „Valifenalat“ im Feld „Wirkstoff“)undDeutschlands,abgerufen am 6.April 2023.