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Siehe auch: eiche
Siehe auch:
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Dieser Eintrag war in der 12. Woche
des Jahres 2006 das Wort der Woche.
Singular Plural
Nominativ die Eiche die Eichen
Genitiv der Eiche der Eichen
Dativ der Eiche den Eichen
Akkusativ die Eiche die Eichen
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[1] eine Eiche

Worttrennung:

Ei·che, Plural: Ei·chen

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯çə]
Hörbeispiele: 👁 Lautsprecherbild
Eiche(Info), 👁 Lautsprecherbild
Eiche(Info)
Reime: -aɪ̯çə

Bedeutungen:

[1] Laubbaum der Gattung Quercus
[2] kein Plural: Holzart von [1]

Herkunft:

mittelhochdeutsch: eich < althochdeutsch: eih < germanisch: *aik < indogermanisch: *aig. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] Eichenbaum, Eichbaum
[2] Eichenholz

Oberbegriffe:

[1] Buchengewächs, Bedecktsamer, Laubbaum, Baum
[2] Holzart, Holz

Unterbegriffe:

[1, 2] Blau-Eiche, Bur-Eiche, Färbereiche, Flaum-Eiche, Gall-Eiche, Gambel-Eiche, Kermeseiche, Korkeiche, Lebens-Eiche/Lebenseiche, Roteiche, Scharlacheiche, Sommereiche, Steineiche, Stieleiche/Stiel-Eiche, Traubeneiche, Virginia-Eiche, Wintereiche
[2] Mooreiche
[*] übertragen: Friedenseiche, Meereiche, Nutzeiche

Beispiele:

[1] Eichen werden mehrere hundert Jahre alt.
[1] „Und dann zog, von dieser Eiche ausgehend, eine ganze Reihe hoffnungsloser, aber doch von einem wehmütigen Glücksgefühl erfüllter Gedanken durch Fürst Andrejs Seele.“[2]
[1] „Oben aus der Eiche, unter der sie standen, tönte ein schriller Pfiff, wie ihn der Nacktfalke ausstößt, wenn er seine Beute zu fassen glaubte und getäuscht wieder hinauf muß.“[3]
[1] „Kunstgerecht gelegte Brände hielten die Eichen gesund und sorgten dafür, dass Haselnuss und Bärengras gedeihen, aus denen die Yurok Körbe flechten.“[4]
[1] „Thomas wälzt daraufhin erst einmal Bücher über Eichen und Kriminalstatistiken über ganz normale Gartenbesitzer.“[5]
[2] Unser Wohnzimmerschrank ist aus Eiche.
[2] „Auf jeden Fall trafen die Invasoren, die in langen Ruderbooten aus Eiche kamen, auf eine Hochkultur im Niedergang.“[6]

Sprichwörter:

[1] Buchen sollst Du suchen und Eichen musst Du weichen (Sprichwort bei Gewitter)
[1] Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr wetzt?

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] alte Eiche, deutsche Eiche, hundertjährige Eiche, tausendjährige Eiche
[2] Eiche rustikal

Wortbildungen:

Adjektive: eichen, eichenartig, eichenblättrig, eichengetäfelt
Substantive: Eichapfel, Eichbaum, Eichblatt, Eichel, Eichenallee, Eichenbaum, Eichenbestand, Eichenbewuchs, Eichenblatt, Eichenbock, Eichenbohle, Eichenbrett, Eichendiele, Eichenfarn, Eichenfass, Eichenfurnier, Eichengallwespe, Eichengebälk, Eichengruppe, Eichenhain, Eichenholz, Eichenklotz, Eichenknospe, Eichenknüppel, Eichenkranz, Eichenkrone, Eichenlaub, Eichenlohe, Eichenmistel, Eichenpfahl, Eichenplanke, Eichenprozessionsspinner, Eichenrinde, Eichensarg, Eichenschälwald, Eichenschrank, Eichenschrecke, Eichenschreibtisch, Eichenspinner, Eichensprössling, Eichenstamm, Eichenstock, Eichentheke, Eichentisch, Eichentor, Eichentreppe, Eichentür, Eichenwald, Eichenwickler, Eichenzipfelfalter, Eichenzweig, Eichhörnchen, Eichpfahl, Eichwald

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1]Laubbaum der Gattung Quercus
Dialektausdrücke:
  • Eifelisch: Eech
  • Bairisch-Österreichisch: Oach
[1] Wikipedia-Artikel „Eichen
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Eiche
[1] Goethe-Wörterbuch „Eiche
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Eiche
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalEiche

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Stichwort: Eiche. ISBN 3-423-03358-4
  2. Leo N. Tolstoi:Krieg und Frieden.Roman.Paul List Verlag,München1953(übersetzt von Werner Bergengruen),Seite543. Russische Urfassung 1867.
  3. Friedrich Gerstäcker:Die Flußpiraten des Mississippi.Goldmann,München1964, Seite 58. Zuerst 1848 erschienen.
  4. Johann Grolle:Verwaiste Gärten.In:SPIEGEL GESCHICHTE.Nummer1: Die ersten Amerikaner,2023, Seite 48-56, Zitat Seite 50.
  5. Hans-Peter Beck-Bornholdt, Hans-Hermann Dubben:Der Schein der Weisen.Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken.Hoffmann und Campe,Hamburg2001,ISBN 3-455-09340-X,Seite96.
  6. Christoph Gunkel:Stammbaum bis Wotan.In:Norbert F. Pötzl, Johannes Saltzwedel(Herausgeber):Die Germanen. Geschichte und Mythos.Deutsche Verlags-Anstalt,München2013,ISBN 978-3-421-04616-1,Seite215-219, Zitat Seite 216.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Deiche, Eichel, Eichen, eichen, Eicher, Elche, Esche, Fiche, Leiche, Reiche, reiche, Seiche, Weiche, weiche