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Das Projekt

Die
Frage

Rohstoffextraktivismus prägt die ökonomische und gesellschaftliche Realität vieler Länder des Globalen Südens. Gemeint ist damit ein Entwicklungsmodell, das auf den Abbau und den Export nicht erneuerbarer Rohstoffe abzielt und ganze Gesellschaften von Rohstoffeinnahmen abhängig macht. Diese Einnahmen beruhen weniger auf Innovation, Investitionen, Diversifizierung, produktiver Arbeit und Lernen, sondern vielmehr auf der Ausbeutung vorgefundener Natur. Sie werden nicht aufgrund kollektiver und individueller Leistung verteilt, sondern hängen primär von dem Zugang ab, den Einzelne oder Gruppen zur Ressourcenverteilung erlangen. Dabei gibt es immer eine hohe Außenabhängigkeit:

Verändern sich Exportpreise für Rohstoffe (wie aktuell in der Corona-Krise), kann dies innergesellschaftliche Instabilitäten und (internationale) Krisen befördern. Die zentrale Forschungsfrage des Verbundes lautet:

Unter welchen Bedingungen beschleunigen oder aber verwehren Krisen sozialen Wandel im Entwicklungsmodell Rohstoffextraktivismus?

Die
Frage

Rohstoffextraktivismus prägt die ökonomische und gesellschaftliche Realität vieler Länder des Globalen Südens. Gemeint ist damit ein Entwicklungsmodell, das auf den Abbau und den Export nicht erneuerbarer Rohstoffe abzielt und ganze Gesellschaften von Rohstoffeinnahmen abhängig macht. Diese Einnahmen beruhen weniger auf Innovation, Investitionen, Diversifizierung, produktiver Arbeit und Lernen, sondern vielmehr auf der Ausbeutung vorgefundener Natur. Sie werden nicht aufgrund kollektiver und individueller Leistung verteilt, sondern hängen primär von dem Zugang ab, den Einzelne oder Gruppen zur Ressourcenverteilung erlangen. Dabei gibt es immer eine hohe Außenabhängigkeit: Verändern sich Exportpreise für Rohstoffe (wie aktuell in der Corona-Krise), kann dies innergesellschaftliche Instabilitäten und (internationale) Krisen befördern. Die zentrale Forschungsfrage des Verbundes lautet:

Unter welchen Bedingungen beschleunigen oder aber verwehren Krisen sozialen Wandel im Entwicklungsmodell Rohstoffextraktivismus?

Das Vorgehen

Der Projektverbund vertieft die übergeordnete Frage in drei thematischen Achsen.

Konzeption des Entwicklungsmodells Rohstoffextraktivismus

Konzeptionelle und theoretische Analyse und Erfassung des Entwicklungsmodells Extraktivismus in seinen transregionalen Varianzen; tiefergehende Studien zu partikularen Entwicklungsmustern, insbesondere in seiner gesellschaftlichen und kulturellen Binnenwirkung.

Rohstoffe und
Gesellschaft

Erforschung etablierter Verteilungs-, Konflikt-, und Legitimationsmuster. Erforschung, unter welchen Bedingungen der Wandel dieser Muster die Beharrlichkeit und Transformationsfähigkeit rohstoffexportierender Gesellschaften und ihrer jeweiligen Institutionensettings beeinflusst.

Rohstoffe, kulturelle Mentalität
und Habitus

Erforschung wie und unter welchen Bedingungen es kulturelle Prozesse und habituelle Routinen beeinflusst und wie weit das Entwicklungsmodell in die Institutionenbildung und soziale Praxis, also das Alltagsleben hineinreicht.

Die
Methoden

In drei Länderfällen pro Region werden die Krisenszenarien, Wandlungsmöglichkeiten sowie die Beharrlichkeit des Entwicklungsmodells Rohstoffextraktivismus analysiert. Das Projekt will Rohstoffgesellschaften nicht als Devianz vom westlichen Entwicklungsweg, sondern in ihrer Eigenlogik verstehen. Das Projekt verkoppelt einen starken empirischen Fokus mit Theoriearbeit und spannt einen Bogen von breiten Feldforschungen zur Erschließung von Primärdaten vor Ort, der qualitativen und quantitativen Auswertung verfügbarer Sekundärquellen hin zu einem stringenten transregionalen Vergleich. Es betreibt Methodenentwicklung in den Cross-Area Studies und untersucht, ob und warum sich trotz großer kultureller, sozialer oder religiöser Unterschiede in verschiedenen areas ähnliche gesellschaftliche Muster herausbilden.

Die
Methoden

In drei Länderfällen pro Region werden die Krisenszenarien, Wandlungsmöglichkeiten sowie die Beharrlichkeit des Entwicklungsmodells Rohstoffextraktivismus analysiert. Das Projekt will Rohstoffgesellschaften nicht als Devianz vom westlichen Entwicklungsweg, sondern in ihrer Eigenlogik verstehen. Das Projekt verkoppelt einen starken empirischen Fokus mit Theoriearbeit und spannt einen Bogen von breiten Feldforschungen zur Erschließung von Primärdaten vor Ort, der qualitativen und quantitativen Auswertung verfügbarer Sekundärquellen hin zu einem stringenten transregionalen Vergleich. Es betreibt Methodenentwicklung in den Cross-Area Studies und untersucht, ob und warum sich trotz großer kultureller, sozialer oder religiöser Unterschiede in verschiedenen areas ähnliche gesellschaftliche Muster herausbilden.

Der Transfer in Politik und Gesellschaft

Das Projekt übersetzt generierte Erkenntnisse für Politik, Gesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit.
Dazu dienen unterschiedliche Formate, die fest im Projekt verankert sind:

Die beteiligten Institutionen

Im Projekt arbeiten nicht nur die Universitäten Kassel und Marburg zusammen, sondern das Projekt etabliert darüber hinaus auch die Zusammenarbeit von zwei Regionalforschungs- und zwei Merian-Zentren.

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Centrum für Nah- und Mittelost-Studien
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