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VOOZH | about |
| Commodore 1541 | |
|---|---|
| Typ | Diskettenlaufwerk |
| Hersteller | Commodore |
| Neupreis | ca. 700 DM (1984, entspricht etwa 817 € heute)[1] |
| Erscheinungsjahr | 1983 |
| Produktionsende | 1993 |
| Prozessor | 6502 |
| Speicher | 2 KByte RAM |
| OS | CBM-DOS 2.6 |
| Sonstiges | verschiedene Modelle Vorgänger: VC-1540 Nachfolger: 1551/1570/1571/1541-II |
Das Commodore-Diskettenlaufwerk Commodore 1541 oder kurz 1541 ist ein einseitiges Laufwerk für 5,25"-Disketten.
Die 1541 ist als Nachfolgelaufwerk der VC-1540 konzipiert und ist zu ihr fast identisch, funktioniert jedoch im Gegensatz zur VC-1540 auch an einem C64, der aufgrund der Badlines des VIC-II ein leicht anderes Timing als der VC 20 (für den die 1540 gedacht war) hat.
Das Laufwerk wird als deutschsprachige Kurzbezeichnung auch VC-1541 genannt. In anderen Ländern war es auch unter VIC-1541, CBM-1541 oder Commodore-1541 bekannt. Den "V(I)C"-Präfix tragen nur frühe Modelle des Laufwerks im Namen. Etwa Ende 1983/Anfang 1984 wurde dieses Präfix von Commodore fallengelassen. Die ersten VIC-1541 kosteten um die 399 US$.
Die 1541 besitzt auf der Vorderseite neben dem Disketteneinschub und der Laufwerksverriegelung noch zwei Leuchtdioden. Die rote Leuchtdiode dient der Funktionsanzeige. Sie blinkt, wenn ein Disketten- bzw. Laufwerksfehler aufgetreten ist. Die grüne Leuchtdiode zeigt das Vorhandensein der Stromversorgung an. Auf der Geräterückseite befinden sich zwei Anschlüsse für serielle Datenkabel, der Netzschalter und der Netzanschluss.
Mit der 1541 lassen sich ausschließlich Single-Density- bzw. SD und Double-Density- bzw. DD-Disketten zuverlässig benutzen. High-Density- bzw. HD-Disketten lassen sich entweder schon nicht formatieren oder halten die gespeicherten Daten nur kurze Zeit, da der Schreib-/Lesekopf der 1541 für diese Disketten keine ausreichend starke magnetische Feldstärke erzeugt.
Die Datentransferrate von ca. 400 Byte/s (bei LOAD am C64) kann durch den Einsatz von Schnellladern auf über 10 KByte/s gesteigert werden.
Die 1541C ist eine überarbeitete 1541, die ab 1986 verkauft wurde. Das Gehäuse ist bis auf die Farbe identisch; passend zum C64C wurde auf eine hellgraue Farbe gewechselt. Als Laufwerk kommt meist Mitsumi zur Verwendung. Außerdem wurde die Laufwerkselektronik stärker integriert und eine Lichtschranke zur Erkennung von Spur 0 hinzugefügt[2], wie sie auch die 1570 und 1571 besitzen. Zusätzlich fährt das 1541C-ROM den Schreib-/Lesekopf nicht nur beim Formatieren an den Anschlag, sondern auch beim Einschalten.
Bei zahlreichen Laufwerken wurde die Lichtschranke in Hardware überbrückt (Jumper J3[3]), weswegen viele 1541C doch wieder "rattern", selbst beim Einschalten. Der Grund für die Überbrückung mittels J3 ist unklar; eventuell hatte Commodore nicht genügend Laufwerke mit Lichtschranke vorrätig.[4] Das Kabel von parallelen Schnellladern nutzt VIA1 PA, die Verbindung von PA0 zur Lichtschranke wird dabei komplett entfernt.
Sollte man eine ratternde 1541C besitzen, empfiehlt sich das Wechseln des ROMs auf ein 1541-II-ROM, das auch zahlreiche Fehler behebt.
Die Nutzung der Lichtschranke wurde bei der 1541-II wieder aus dem ROM entfernt.[5]
Die 1541-II wurde ab 1987 verkauft und stellt ein Redesign mit deutlich kleinerem Gehäuse und externem Netzteil (5 V und 12 V Gleichspannung) dar. Als Laufwerke wurden Chinon (Direktantrieb) und Mitsumi/Newtronics (Riemenantrieb) verwendet.
Details zum technischen Aufbau gibt es im Artikel Hardware-Aufbau der 1541.
Die 1541 kann durch BASIC-Befehle im Eingabemodus bzw. in Programmen sowie durch spezielle Disketten-Befehle angesteuert werden. Alle Details sind im Artikel Floppy-Befehle zu finden.
CBM-DOS enthält etliche Fehler. Besonders das Überschreiben von Dateien mit SAVE "@:DATEINAME",8 (REPLACE) kann Datenverlust verursachen. Auch die Implementierung von Relativdateien ist nicht fehlerfrei. Zur Fehlervermeidung siehe die verlinkten Artikel.
OPEN 15,8,15: PRINT#15,"M-W";CHR$(119);CHR$(0);CHR$(2);CHR$(Gerätenummer+32);CHR$(Gerätenummer+64): CLOSE 15| Geräte- nummer |
DIP-1/A | DIP-2/B |
|---|---|---|
| 8 | an | an |
| 9 | aus | an |
| 10 | an | aus |
| 11 | aus | aus |
| oben: an (on) - unten: aus (off) | ||
Typische Maßnahmen bei Wiederinbetriebnahme einer lange Zeit eingelagerten 1541:
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13 HOW TO USE PRG (engl. Anleitung 1. Teil) 5 HOW TO USE TWO PRG (engl. Anleitung 2. Teil) 1 C-64 WEDGE PRG (Utility-Starter für C64; Abkürzung der Floppy-Befehle) 4 VIC-20 WEDGE PRG (Utility-Starter für VIC/VC20; Abkürzung der Floppy-Befehle) 4 DOS 5.1 PRG (Utility-Hauptprogramm) 11 COPY/ALL PRG (Kopierprogramm) 9 PRINTER TEST PRG (Druckertest) 4 DISK ADDR CHANGE PRG (Gerätenummer softwareseitig ändern) 4 DIR PRG (vereinfacht Floppy-Befehle) 6 VIEW BAM PRG (Anzeige der BAM) 4 CHECK DISK PRG (Diskettenüberprüfung mit VALIDATE) 14 DISPLAY T&S PRG (Anzeige eines Blocks in Dezimal oder Hexadezimal) 9 PERFORMANCE TEST PRG (Floppy-Funktionstest) 5 SEQUENTIAL FILE PRG (Programmbeispiel für SEQ-Dateien) 13 RANDOM FILE PRG (Programmbeispiel für Direkt-Zugriffsbefehle) 558 BLOCKS FREE
Anmerkung: Je nach Modell und Baujahr kann der Inhalt bzw. können die Programme auf der Test-/Demodiskette unterschiedlich sein oder auch nur andere Dateinamen tragen. Im Laufe der Zeit wurden aber oft nur Programme hinzugefügt.
Lieferumfang der 1541C (ab 1986):
Bei älteren Modellen (bis 1986) auch:
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Wikipedia: VC1541 |
ROM-Listing:
Literatur: