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Kate, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Kate · Nominativ Plural: Katen
Aussprache [ˈkaːtə]
Worttrennung Ka | te
formal verwandt mitKaten
Wortbildung  mit ›Kate‹ als Erstglied: Katenbrot · Katenrauch · Katenrauchwurst · Katenwurst · Kätner
 ·  mit ›Kate‹ als Letztglied: Fischerkate · Köhlerkate · Lehmkate · Moorkate · Räucherkate

Bedeutung

eWDG
eWDG
abwertend kleines, ärmliches Haus auf dem Lande
Beispiele:
eine strohgedeckte, bemooste, baufällige, geduckte, niedrige Kate
Trin wohnte ein gut Stück hinaus auf dem Deiche in einer kleinen Kate [ StormSchimmelr.7,160]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Kate f. ‘kleines, ärmliches Haus auf dem Lande’. Nd. Kate, mnd. kāte ist eine Nebenform von nd. Kote f., mnd. kōte, kotte m. f., kṓt n. ‘Hütte, kleines Haus, bescheidene Wohnung, Haus eines Tagelöhners, Häuslerstelle’ und wird seit Anfang des 19. Jhs. durch norddeutsche Schriftsteller in der Literatursprache geläufig. Verwandt sind mhd. kote m., frühnhd. (md.) kot n. ‘Hütte’ (15. Jh.), mnl. cot(e) ‘Hütte, Schuppen, Stall’, nl. kot, aengl. cot ‘Hütte, Häuschen, Höhle’, engl. cot ‘Stall, Hütte’ (vgl. cottage ‘Hütte, Landhaus’), anord. kot ‘Hütte’, norw. kott ‘kleines Zimmer, Verschlag’, ferner (als j-Ableitung) anord. -kytja (in hūskytja ‘Hütte’) sowie (ablautend) aengl. cȳte ‘Hütte, Haus, Lager’, norw. (mundartlich) køyta ‘Waldhütte aus Rinde oder Reisig’. Zieht man vielleicht verwandtes Kiez (s. d.) und die dort genannten Formen heran, so kann eine Grundbedeutung ‘(mit Flechtwerk bedeckte) Höhlung, Grube’ angenommen und von einer Dentalerweiterung der Wurzel ie. *geu-, *gū- ‘biegen, krümmen, wölben’ ausgegangen werden.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Kate · Klause · Kotten · kleines Haus  ●  Hucke ugs., ruhrdt.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Kate‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor zwanzig Jahren gab es nur das Haus der alten Georgia und ein paar muffige Katen im Dorf. [Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 204]
Künstler und Publizisten ließen sich aus ihren Katen hinterm Elbdeich vernehmen. [Die Zeit, 08.07.1994]
Während das Moos auf den Rohrdächern zu leuchten beginnt, friert man im Schatten der Bäume und Katen. [Süddeutsche Zeitung, 12.10.2002]
Sie haben keine Hochburg und müssen deshalb – der Schluß drängt sich auf – in geduckten Katen hausen. [Süddeutsche Zeitung, 23.09.1995]
Auch jetzt dürfte es schwierig werden, das historische Gut mit seinen 150 Jahre alten Scheunen, Katen und Ställen wiederzubeleben. [Der Tagesspiegel, 08.08.2000]
Zitationshilfe
„Kate“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Kate>.

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