Ein totalitäres Regime im Osten Europas. Der junge Schriftsteller Anatoli lebt relativ unbehelligt – bis die geheimnisvolle Jelisaweta in sein Leben tritt, mit der er eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Doch plötzlich ist Jelisaweta spurlos verschwunden und Anatoli wird vom allmächtigen Geheimdienst zum Gespräch gebeten. Einige Verhöre später löst sich die Grenze zwischen vermeintlicher Realität und Geheimdienstprosa auf. Die Paranoia schlägt zu.
»Paranoia«, ein hochspannender politischer Thriller und eine tragische Geschichte von Liebe und Verrat, wirft nicht zuletzt ein Schlaglicht auf die Mechanismen eines totalitären Staates dreißig Jahre nach 1984.
Mit einem Nachwort von Timothy Snyder.
- Romam
Aus dem Russischen von Thomas Weiler
400 Seiten
gebunden29. September 201497838639108532. Auflage - ePub
Aus dem Russischen von Thomas Weiler29. September 201497838639110412. Auflage
Die Geschichte an sich ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist aber, was Viktor Martinowitsch, Jahrgang 1977, aus ihr macht. Seine Sprache, sein Rhythmusgefühl und sein Einfallsreichtum sind überwältigend. Diese Chronik einer angekündigten Paranoia liest man nicht, man wird von ihr überrollt.
Martin Becker, Deutschlandradio Kultur
So ein Lesevergnügen hat man selten! Das ist wirklich ein mutiges Buch.
Jakob Hein, radioeins
Das Romandebüt des belarussischen Autors Viktor Martinowitsch ist eine dramatische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines totalitären osteuropäischen Regimes – und ein Glücksfall für die europäische Literatur.
Moses Fendel, WDR 3
Aktueller und beklemmender kann ein politischer Roman nicht sein [...] Man kann ihm nur eine möglichst große Leserschaft wünschen.
Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung
›Paranoia‹ ist ein beklemmender Roman über die Angst, ein virtuoser Text mit einer starken Sogwirkung [...] Die Literatur aus Weißrussland braucht die Aufmerksamkeit des Westens und wir brauchen mehr Texte und Übersetzungen von dieser Qualität.
Kristina Pfoser, Ö1/ORF
So schlägt die allgegenwärtige Paranoia, die im Roman der Staat den Bürgern und die Bürger dem Staat gegenüber pflegen, letztlich auch durch auf die Lesehaltung: Zum Schluss ist man tatsächlich bereit, jedem alles zuzutrauen.
Katharina Granzin, taz.am wochenende
Hohe literarische Kunst ...
Stephanie Danner, WOZ Die Wochenzeitung
Der Weißrusse Viktor Martinowitsch erzählt in ›Paranoia‹ von einer gefährlichen Beziehung. Den Roman schrieb der Autor auf dem Handy - aus Angst.
Nicole Henneberg, Tagesspiegel
Zwar spielt ›Paranoia‹ in einem imaginären Staat und auch der Autor hebt immer wieder hervor, dass sein Roman keine direkten Bezüge zu realen Personen hat [...]. Und doch versteht es Martinovich, die Gräuel der postsowjetischen Ära aufzugreifen. In seinem Werk sieht man die Hilflosigkeit des Individuums in Anbetracht der rücksichtslosen Diktatur, verkörpert durch Staatssicherheit und Miliz.
unique, interkulturelles Studentenmagazin für Jena, Weimar & Erfurt
Er ist derzeit wohl der interessanteste Autor Weißrusslands.
Hannah Komrowski, Kritische Ausgabe
Mit ›Paranoia‹ ist ihm nicht nur ein beklemmender Roman über das Innenleben einer wirklich totalitären Diktatur gelungen. Es ist auch eine jener Liebesgeschichten, die gerade wegen ihrer Tragik so dicht und lebendig wirken, dass ihnen ein Platz neben den großen tragischen Liebesgeschichten der Weltliteratur [...] gebührt.
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung
›1984‹ auf Weissrussisch.
Friederike Raderer, Ö1
... eine Geschichte von Liebestollheit, Käuflichkeit und Ausgeliefertsein an einen allgegenwärtigen Polizeistaat. Aber auch eine literarische Parabel über geheimdienstliche Repression.
Oliver vom Hove, Die Presse
Es ist ein gefährliches doppeltes Spiel, in das die Liebenden sich gestürzt haben, doch welcher Art genau es ist und wer es mit wem spielt, sind Fragen, die der Roman so kunstvoll wie ausdauernd in der Schwebe hält.
kgr, BÜCHER. Das unabhängige Literatur- & Hörbuchmagazin
Intellektuell. Brisant. Ein grandioser Wurf!
Nicole Shiraz, Bücherstadt Kurier
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch
Minsk, Sommer 2020: Während auf den Straßen Massenproteste gegen Lukaschenkos Regime toben, beginnt Matwej im Theater die Proben zu einem Stück über den Inquisitionsprozess gegen Jeanne d’Arc. Als plötzlich seine ehemalige Lehrerin inhaftiert wird und ihr Kater Heidegger zu verhungern droht, erklärt Matwej sich bereit, Heidegger zu retten. Dabei stolpert er unverschuldet zwischen die Fronten …
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch
Minsk im Jahr 2044, eine Provinzmetropole im Nordwesten des chinesisch-russischen Unionsstaates. Trotz drakonischer Strafen gelangt immer wieder eine Droge ins Land: Mova. Wer die Mova-Briefchen liest, versteht kaum ein Wort, erlebt aber beglückende Rauschzustände. Chinesische Triaden, belarussische Untergrundkämpfer und die staatliche Suchtmittelkontrolle sind in den Drogenkrieg verstrickt. Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch
Dies ist die Beichte von Michail German. Den Namen Viktor Martinowitsch benutzt er nur als beliebiges Pseudonym. Vor Jahren beendete er, aufstrebender Dozent an einer Moskauer Privatuniversität, von einem Tag auf den anderen die Beziehung zu einer Kellnerin, die er eigentlich innig liebte. Was steckt hinter seinem plötzlichen Verschwinden? In diesem Buch offenbart er sein …
- 3. Auflage
