War dieser Sommer eigentlich normal bei Ihnen?
Zu warm, zu trocken oder zu verregnet? Wie war der Sommer 2025 - Juni, Juli und August - im langfristigen Vergleich? Recht unterschiedlich. Checken Sie Ihre nächstgelegene Wetterstation!
39,3 °C – das ist der bundeswerte Spitzenwert des Sommers 2025. Diese Temperatur wurde am 2. Juli in Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz gemessen. Der Hitzerekord wurde damit nicht gebrochen. Es bleibt bei dem Höchstwert von 41,2 °C, der am 25. Juli 2019 an den Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen gemessen wurde. Die 40-Grad-Marke wurde in Deutschland erstmals Anfang der 80er-Jahre überschritten: Der damalige Hitzerekord von 40,2 °C am 27. Juli 1983 im bayerischen Gärmersdorf sollte aber mehr als drei Jahrzehnte bis zum Sommer 2015 halten. Extreme Temperaturen über 40 °C sind aber seit der Jahrtausendwende wahrscheinlicher geworden.
Auch wenn diesmal die 40-Grad-Marke nicht überschritten wurde und es besonders im Juli kühlere und verregnete Tage gab, war es im gesamten Sommer „unnormal“ warm. Fast überall lagen die Durchschnittstemperaturen von Juli bis August deutlich über ihrem langjährigen Mittel - insbesondere im Süden und Westen Deutschlands, wie die fast komplett rote Temperaturkarte zeigt. Dort gab es auch mehr Hitzetage als sonst. Eher verregnet war es im Nordosten, ansonsten blieb es viel zu trocken im langjährigen Vergleich.
Die Karten geben einen visuellen Überblick über die Wetterlage des Sommers 2025 im Vergleich zu den Sommern der letzten drei Jahrzehnte. Wo war es diesmal außergewöhnlich warm? Wo regnete es mehr als üblich, wo weniger? Schien die Sonne häufiger? Und an welchen Orten häuften sich die Hitzetage?
Auf den Karten sind Hunderte Wetterstationen in ganz Deutschland als Punkte dargestellt – eingefärbt nach Abweichungen ihre aktuellen Werte vom langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Zum besseren Erkennen der Lage sind die Flächen zwischen den Punkten als Farbverläufe interpoliert.
Für die Vergleiche des Sommers 2025 mit seinem langfristigen Mittel gilt immer die gleiche kalendarische Zeitspanne: der meteorologische Sommer bislang - 1. Juni bis maximal 31. August. Als „Normal“ werden alle aktuellen Wetterwerte bezeichnet, die den mittleren Bedingungen in der langjährigen Periode entsprechen.
Die 30 Jahre von 1991 bis 2020 hat Weltwetterorganisation WMO als aktuelle Klimanormalperiode festgelegt. Sie steht für das „erlebte“ Klima in der Erinnerung vieler. Diese Periode ist bei den Karten festgelegt- und bei der Auswertung einzelner Stationen voreingestellt. Hier können Sie die Vergleichsperiode wechseln. Die Periode von 1961 bis 1990 steht für die Zeit vor dem vollen Einsetzen des Treibhauseffektes. Die Durchschnittswerte dieser Periode ziehen Meterologen für langfristige klimatologische Einordnungen heran.
Ein Projekt des Interaktiv-Teams, von André Pätzold, Jeremias Volker, Carla Grefe-Huge und Sebastian Vollnhals
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