Was guckst du? Die Filmtipps der Woche
Vor einem Jahr starb Wolfgang Becker, nun kommt sein letzter Film quasi als sein Vermächtnis ins Kino. Es gibt aber auch ein Wiedersehen mit einer alten und immer noch jungen Bekannten, der Hexe Bibi Blocksberg. Und auch sonst bietet das Arthousekino diese Woche viele Kontraste: von einer Ehefrau, die mit 50 noch mal die große Liebe spüren will, und einem Rapper, der sich seinen Wurzeln stellen muss. Unsere Empfehlungen im Überblick:
- „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“
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Wolfgang Becker drehte so großartige Filme wie „Das Leben ist eine Baustelle“ und „Good Bye, Lenin!“. Schon schwer krank, wollte er unbedingt noch einen letzten Film drehen. Und starb nur zehn Tage nach Drehschluss. Zu seinem ersten Todestag kommt „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ nun in die Kinos: mal wieder eine warmherzige Komödie um einen Hochstapler, der sich als Held feiern lässt für eine Tat, die er nicht willentlich begangen hat. Amüsant, bissig und großartig gespielt von Charly Hübner, Christiane Paul, Daniel Brühl und Jürgen Vogel.
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Wie der Film nach Beckers Tod zu Ende geschnitten wurde, das erzählte uns Beckers Produzent und Regie-Kollege Achim von Borries, der zeitgleich auch an der letzten Staffel der Erfolgsserie „Babylon Berlin“ arbeitete.
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Auch andere Weggefährten, darunter Christiane Paul, Jürgen Vogel und Daniel Brühl erzählen uns, was es für sie bedeutet hat, bei Beckers letztem Film dabei zu sein.
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- „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“
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Seit 45 Jahren reitet Bibi Blocksberg bereits auf ihrem Besen namens Kartoffelbrei. Hext immer ein bisschen Chaos zusammen und verzaubert damit Jung und Alt. Nun gibt es einen neuen Ritt ins Kino. Wobei das Hexenmädchen etwas älter geworden ist. Jetzt kämpft sie gegen Umweltschutz und gegen Machtmissbrauch. Und muss sich vor allem gegen ältere Hexen wehren, die ihr vorschreiben wollen, was eine echte Hexe ausmacht. Generationenkonflikt im Mantel eines Familienspaßes.
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- „Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos“
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Ist mit Anfang 50 schon alles vorbei? Eine verheiratete Mutter ist in den Wechseljahren und träumt trotzdem noch mal von einer neuen, großen Liebe. Und dann hat sie wirklich noch mal Schmetterlinge im Bauch. Die spanische Komödie erzählt weniger von der Erfüllung romantischer Träume als von der Verletzlichkeit eines Menschen, der es wagt, der eigenen Sehnsucht Raum zu geben.
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- „Im Rosengarten“
Kostja Ullmann spielt gern den Lover in gehobenen romantischen Komödien. So auch bald in „Miss Sophie“, einer ARD-Serie über die Vorgeschichte des Silvesterkults „Dinner for One“. Hier überrascht er aber in einem Drama, das ihn ganz anders zeigt: Als Rapper mit syrischem Hintergrund, der sich plötzlich um seine Schwester kümmern soll, die plötzlich vor ihm steht. Und so auf seine eigenen Wurzeln zurückgeworfen wird. Ein schmerzhaftes Drama über Heimat, Fremde, Rassismus und Ausgrenzung.
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- „Das Haus in Jerusalem“
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Das titelgebende Haus steht leer, seit 1948 israelische Einsatzkräfte während des Palästina-Krieges die dort lebende arabische Familie vertrieben haben. Nun zieht ein Israeli dort ein. Doch die Vergangenheit ist präsent, wie vor allem seine kleine Tochter bald spürt. Eine Art „Poltergeist“-Horror mit politischen Untertönen.
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Und das sagen die Kritiker:
Weiterhin im Kino:
- Ein intensives Stück Kino: Norwegens Oscar-Kandidat „Sentimental Value“
- Die geliebte Hassfigur ist zurück: „Stromberg – Alles wie immer“
- Die schwierigste Entscheidung kommt nach dem Tod: „Eternity“
- Woran Robert Habeck scheiterte: der Dokumentarfilm „Jetzt. Wohin.“
- Mit Humor gegen Homophobie - ganz französisch: „15 Liebesbeweise“
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