Highlights 2026: Diese Comedians touren mit neuen Programmen
Die Zeit der Weihnachts- und Jahresrückblicksprogramme neigt sich dem Ende: Die Komikerinnen und Komiker des Landes konzentrieren sich wieder auf ihre regulären Programme. Viele etablierte Namen tüftelten über die vergangenen Monate an neuen Gags und werden diese bald vor Publikum präsentieren – zumeist auf ausgedehnten Touren, die sie im Jahresverlauf regelmäßig in die Region führen. Wir zeigen, welche Comedians und Kabarettisten 2026 mit frischen Soli auf die Bühne gehen werden.
Comedy in NRW: Auf diese Programme dürfen sich Fans freuen
Rüdiger Hoffmann
„Ja hallo erstmal ...“, heißt es bereits direkt zu Jahresbeginn in den Theatern der Republik. Der Ostwestfale mit dem wohl entspanntesten Sprachtempo Deutschlands stellt sein neues Programm vor. In „Andererseits“ seziert Hoffmann die kleinen und großen Katastrophen des Alltags. Der 61-Jährige verspricht Geschichten „zwischen schamanischer Paartherapie, Influencer-Schwiegertochter und Heimwerker-Apokalypse“.
10.1. Moers (Aula Gymnasium in den Filder Benden), 11.1. Bochum (Bhf Langendreer, ausverkauft), 1.2. Soest (Alter Schlachthof), 26.11. Mönchengladbach (TiG), 28.11. Arnsberg (Schützenhalle Wennigloh), 12.12. Kaarst (Albert Einstein Forum). Karten ab ca. 34 Euro.
Lisa Eckhart
Die Steirerin schert sich nicht um Tabus. Was ihr von einer Seite als „Menschenfeindlichkeit“ ausgelegt wird – so formulierte es einmal Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung –, begeistert seit ihrem Bühnensolo „Als ob Sie Besseres zu tun hätten“ im Jahr 2015 Tausende Fans in Deutschland und Österreich. Die Ambivalenz ihrer öffentlichen Wahrnehmung thematisiert die Ankündigung zu Eckharts neuem Programm „Ich war mal wer“: „Ein harmloser Kinderwitz hat Lisa Eckhart um Haus und Hof, Familie und Fans gebracht. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Nicht einmal den Verstand. Jetzt kann sie mehr denn je tun und sagen, was sie will. Sie muss es sogar. Denn auch ein schlechter Ruf verpflichtet“, heißt es dort.
5.3. Essen (Grugahalle), 6.3. Castrop-Rauxel (Europahalle, nur noch Einzelplätze), 7.3. Münster (Halle Münsterland, ausverkauft), 7.5. Oberhausen (Rudolf Weber-Arena), 8.5. Grefrath (Eissport & Eventpark), 9.5. Düsseldorf (Tonhalle, ausverkauft), 11.6. Siegen (Siegerlandhalle), 5.11. Duisburg (Mercatorhalle), 6.11. Hagen (Stadthalle), 10.12. Köln (Lanxess Arena), 11.12. Dortmund (Westfalenhalle), 12.12. Wuppertal (Hist. Stadthalle), Karten ab ca. 43 Euro.
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Chris Tall
Zwischen zahlreichen Einsätzen in abendfüllenden RTL-Shows und wöchentlichen Streams auf der Plattform Twitch hat der Hamburger die Zeit gefunden, ein neues Programm zu schreiben. Auf seine Erfolgstournee „Laugh Stories“, mit der der Hamburger gar das Volksparkstadion seines Herzensklubs HSV füllte, folgt ab März „Keep Laughing (zu deutsch in etwa: „lach weiter!“). Darin will der 34-Jährige bloß nicht zu viel zu ernst nehmen: „Mein neues Solo ist eine Einladung zum Spaßhaben, zur Selbstironie, zum Sich-Gernhaben – und dazu, auch einfach mal durch die Hose zu atmen.“ Zu sehen in heimeligen Theatern wie riesigen Mehrzweckarenen.
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8.3. Duisburg (Theater am Marientor), 10.3. Wuppertal (Hist. Stadthalle), 29.3. Siegen (Siegerlandhalle), 21.5. Münster (Halle Münsterland), 22.5. Bochum (Ruhrcongress), 31.10. Essen (Grugahalle), 22.11. Oberhausen (Rudolf Weber-Arena), 12.12. Köln (Lanxess Arena). Karten ab ca. 50 Euro.
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Marco Gianni
Ein Comedy-Jungstar der „Generation Social Media“. Mit Clips auf Instagram, Youtube und TikTok sowie der vergangenen „Comedystreet“-Staffel erreicht Gianni pro Kanal mehr als eine halbe Million Fans. In seinem neuen Solo „Keine Ahnung, was hier los ist, aber ich will dabei sein“ schlüpft der Heidelberger in verschiedene Persönlichkeiten – vom Hipster über Influencer bis hin zum spießigen Familienvater.
19.3. Leverkusen (Scala), 6.12. Münster (Universität, Hörsaal H1), 9.12. Düsseldorf (Savoy), 11.12. Oberhausen (Luise-Albertz-Halle), 15.12. Köln (Gloria). Karten ab ca. 43 Euro.
Matze Knop
Ob ZDF- „Fernsehgarten“, Turnier-Nachlese oder Trainer-Parodie: Geht es um die Kombination von Fußball und Comedy, ist Matze Knop nicht weit. Folglich nennt der Lippstädter, der zudem immer mal wieder als Moderator bei 90er-Jahre-Festivals als Moderator tätig ist (u.a. 14.3. Dortmund, Westfalenhalle), sein neues Solo „Spitzenreiter – Wo wir sind, ist vorne“. Darin soll es aber nicht nur um Fußball gehen, sondern auch um Themen wie KI, Selbstbedienungskassen und Bundespolitik.
25.3. Essen (Zeche Carl), 6.5. Krefeld (Kulturfabrik), 12.5. Köln (Gloria), 14.5. Herten (Bauer Südfeld), 3.10. Mönchengladbach (New Box), 17.11. Hamm (Maxipark). Karten ab ca. 31 Euro.
Hazel Brugger
Eine größere Bühne als die des Eurovision Song Contest wird Hazel Brugger vielleicht nie wieder betreten. Neben Michelle Hunziker und Sandra Studer moderierte die 32-Jährige im vergangenen Jahr den Wettbewerb aus Basel. Die eine oder andere Anekdote dürfte Brugger in ihrem passend „Good Evening Europe“ genannten Programm parat haben.
10.4. Hamm (Maxipark), 11.4. Mönchengladbach (New Box), 12.4. Krefeld (Seidenweberhaus), 29.5. Solingen (Theater und Konzerthaus), 5.6. Siegen (Siegerlandhalle), 4.7. Xanten (Naturbad Xantener Südsee), 25.9. Wuppertal (Historische Stadthalle), 26.9. Gummersbach (Schwalbe Arena), 27.9. Münster (Halle Münsterland), 1.11. Duisburg (Theater am Marientor), 1.12. Köln (Lanxess Arena), 14.12. Dortmund (Westfalenhalle 2). Karten ab ca. 39 Euro.
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Jan van Weyde
Er kann die Namens-Wortspiele im Programmtitel einfach nicht lassen: Auf „Weyder geht’s“ folgt bei Jan van Weyde im Frühling „Immer Weyder …“. Im Fokus liegt beim 46-Jährigen der alltägliche Wahnsinn, das abwechslungsreich-chaotische Leben zwischen zweifacher Vaterschaft, der Live-Bühne und seinen Sprecherrollen, unter anderem für Trash-TV-Formate wie „Temptation Island“ und „Das große Promibüßen“.
16.4. Krefeld (Kulturfabrik), 17.4. Wuppertal (Die Börse), 18.4. Dortmund (Fritz-Heßler-Haus), 24.4. Soest (Alter Schlachthof), 2.5. Münster (Kap. 8), 15.5. Leverkusen (Scala-Club), 16.5. Duisburg (Stadthalle Walsum), 30.5. Gelsenkirchen (Kaue), 16.9. Unna (Lindenbraurerei), 17.9. Solingen (Cobra), 16.10. Monheim (Kulturaffinerie K714), 5.11. Köln (Eltzhof), 26.11. Düsseldorf (Savoy). Karten ab ca. 32 Euro.
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Till Reiners
„Till Tonight“, „Till Reiners Happy Hour“, „Talk ohne Gast“, „Falsch aber lustig“ und vieles mehr: Kaum ein deutscher Komiker ist so umtriebig, pendelt so zahlreich zwischen TV, Streaming, Theaterbühne, Mehrzweckhalle und Podcast wie Till Reiners. Der gebürtige Duisburger tourt ab Mitte Januar mit „Das ist alles Teil der Show“ durch die Republik. Allerdings sind sämtliche NRW-Termine mit Ausnahme von Bielefeld (24.10. Stadthalle) und Paderborn (6.11. Paderhalle) in 2026 bereits ausverkauft, darunter Auftritte in Oberhausen (10.4. Luise-Albertz-Halle) und Bochum (25.10. Schauspielhaus). Karten ab ca. 37 Euro sind verfügbar für folgende Shows im Jahr 2027:
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19.2.27 Wuppertal (Historische Stadthalle), 20.2.27 Siegen (Siegerlandhalle), 21.2.27 Duisburg (Theater am Marientor), 2.4.27 Dortmund (Westfalenhalle 2).
Serdar Somuncu
Die Wut muss raus – daran hat sich bei Serdar Somuncu nichts geändert, wie der Titel seines neuen Solos „Hassias – Er ist wieder da. Und er hasst euch noch immer.“ vermuten lässt. Lifestylelinke, AfDler, Veganer, Impfgegner – alle sollen darin ihr Fett wegkriegen. Nach vier Vorpremieren im vergangenen Herbst nimmt der sich der Kabarettist noch einige Monate Zeit, um am Programm zu feilen. Ab September ist der 57-Jährige dann regelmäßig live zu sehen, in NRW stehen bis dato nur drei Termine an.
4.9. Düsseldorf (Savoy), 29.9. Bonn (Opernhaus), 5.10. Bielefeld (Stadthalle). Karten ab ca. 49 Euro (Bonn ab ca. 33 Euro).
Torsten Sträter
Der vielleicht prominenteste Ruhrgebiets-Wortakrobat dieses Jahrtausends stellt ab September das Programm „Die Zyklopen von Saint-Tropez“. Hauptthema des Abends wird laut Ankündigung des Waltropers „im weitesten Sinne das Reisen. Da bin ich ziemlich sicher. Ich komme ja unfassbar rum. Bei Ihnen, aber auch in der Welt – beziehungsweise obenrum, Stichwort: Kruste. Sie verstehen sicher, dass ich mich hier ein bisschen vage ausdrücken muss. Ich umreiße es mal mit: „Ein beiger Mann in Schwarz sieht on the road rot.“ Kommen Hochsprache vor? Knete? Gar Tiere? Gare Tiere?“ Lassen wir das hier einfach mal so stehen.
8.9. Datteln (Stadthalle, ausverkauft), 12.9. Monheim (Kulturraffinerie K714, ausverkauft), 24.9. Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle), 13.11. Dortmund (Westfalenhalle), 21.11. Wuppertal (Uni Halle). Weitere Termine in 2027 u.a.: 28.1. Oberhausen (Rudolf Weber-Arena), 26.2. Krefeld (Yayla Arena), 27.2. Bochum (Ruhrcongress), 21.3. Siegen (Siegerlandhalle). Karten ab ca. 40 Euro.
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Tahnee
Neben Omnipräsenz in verschiedenen TV-Unterhaltungsformaten und ihrem Podcast „Fühl Vergnügen“ mit Ehefrau Juliette Schoppmann werkelt Tahnee fleißig an ihrem vierten Solo. „Ein Touch Too Much“, zu deutsch etwa „Eine Berührung zu viel“ behandelt das Gefühl, immer ein wenig zu aufgedreht zu sein – und wie gnadenlos anstrengend Menschen wirken, die permanent mit XXL-Energie durch den Alltag stolpern. So wie Tahnee eben ist, wenn sie rastlos Geschichten erzählt oder in ihren Parodien so verschiedene Charaktere wie Spongebob Schwammkopf, Angela Merkel oder Claudia Obert aufs Korn nimmt.
15.9. Oberhausen (Ebertbad, ausverkauft), 22.9. Krefeld (Kulturfabrik), 23.9. Dortmund (FZW), 27.9. Gelsenkirchen (Kaue, ausverkauft), 20.11. Mönchengladbach (New Box). Weitere Termine in 2027 u.a.: 19.2.27 Köln (Stadthalle), 17.3. Münster (Halle Münsterland), 16.4. Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle, Karten der abgesagten „Blütezeit“-Vorstellung sind hierfür gültig). Karten ab ca. 35 Euro.
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Ralf Schmitz
Der vermutlich schnellste Comedian Deutschlands wirbelt ab September, womöglich im Superheldenkostüm, als „Schmitzmän“ über die Bühne. Der Leverkusener will darin „seine Superhelden-Kollegen der Filmgeschichte aufs Korn nehmen, zappt durch ihre größten Macken und Missgeschicke und landet damit immer wieder direkt bei den wahren Superhelden – dem Publikum mit all den Krankenschwestern, Pflegern, Busfahrern und vielen mehr.
16.+17.9. Lippstadt (Stadttheater, nur noch Einzelplätze), 3.10. Siegen (Siegerlandhalle). Weitere Termine in 2027 u.a.: 16.1. Düsseldorf (PSD Bank Dome), 29.1. Hemer (Grohe Forum), 30.1. Oberhausen (Rudolf Weber-Arena). Karten ab ca. 50 Euro.
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Mirja Boes
Und noch ein Mitglied der „Dreisten Drei“: Mirja Boes verabschiedet sich in den Nonsens. „Carpfe Diem – Lutsche den Tag“ heißt das neue Solo der rheinischen Frohnatur. „Das macht absolut gar keinen Sinn, aber jede Menge Spaß“, verspricht Boes in der Ankündigung. Die Blondine spricht darin wie gehabt über die Tücken des Alltags, Livemusik gibt es wie von den vergangenen Programmen gewohnt von den Honkey Donkeys.
18.9. Düsseldorf (Savoy), 19.9. Castrop-Rauxel (Stadthalle), 25.9. Hamm (Maxipark), 26.9. Geldern (Aula im Lise Meitner Gymnasium), 27.9. Solingen (Cobra), 6.11. Witten (Saalbau), 8.11. Mülheim (Stadthalle), 11.12. Soest (Stadthalle), 13.12. Waltrop (Stadthalle). Karten ab ca. 35 Euro.
Hennes Bender
Ruhrpott pur: Hennes Bender unterhält nicht nur mit der Übersetzung kultiger Asterix-Bände sowie der Vertonung von John-Sinclair-Hörbüchern, sondern bastelt auch fleißig an seinem neuen Bühnenprogramm. In „Alter Falter“ nimmt der rastlose Bochumer seine Fans mit „auf eine Tour durch das Universum der Alltagsabsurditäten, des Älterwerdens und der kleinen wie großen Fragen des Lebens“, popkulturelle Seitenhiebe kluge Gesellschaftsbeobachtungen, Improvisation und Publikumsinteraktion inklusive.
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30.9.+1.10. Herne (Kleines Theater, beide ausverkauft), 10.10. Essen (Stratmanns), 4.11. Köln (Atelier), 5.11. Hamm (Maxipark), 6.11. Hagen (Hasper Hammer), 13.11. Recklinghausen (Ratskeller), 14.11. Langenfeld (Schaustall), 25.11. Dortmund (Cabaret Queue), 27.11. Witten (Saalbau), 28.11. Bocholt (Kinodrom Multiplex). Karten ab ca. 24 Euro.
