Was guckst du? Die Filmtipps der Woche
Die neue Kinowoche beschert wahrlich einen Kessel Buntes. Mit Filmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Darunter ist „Gelbe Briefe“, der gerade mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, und das meisterliche Regiedebüt der Schauspielerin Kristen Stewart, aber auch ein irrer Animationsspaß aus dem Hause Pixar, ein Drama um Teenie-Mütter in einem betreuten Wohnheim und eine ziemlich schräge Neuversion von „Frankensteins Braut“. Unsere Empfehlungen:
- „Chronology of Water“
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Schon als Schauspielerin geht Kristen Stewart ihren eigenen Weg: Weg vom Mainstream-Star, hin zu provokanten Indie-Dramen. Nun legt sie ihr Regiedebüt vor, in dem es um die Selbstfindung einer jungen, traumatisierten Frau geht. Die kämpft darum, endlich eine Stimme zu finden. Stewart hat die mit diesem Stoff gefunden: Mit erstaunlicher Stilsicherheit inszeniert sie diesen Film als verstörendes Puzzle, das jeder selbst zusammensetzen muss.
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- „Gelbe Briefe“
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Der Sieg auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären wurde ein wenig überschattet von der erhitzten Debatte über die Preisverleihung. Doch gleich nach der Berlinale kommt İlker Çataks Erfolgsfilm nun in die Kinos: ein Drama über ein Ehepaar, das seiner Regierung kritisch gegenübersteht und deshalb in die Mühlen der staatstreuen Justiz gerät. Der Film spielt in der Türkei, wurde aber in Deutschland gedreht. Und nicht nur die Schauspieler, auch die Städte spielen Rollen: Berlin als Ankara, Hamburg als Istanbul.
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Wie fühlte sich İlker Çatak nach dem Berlinale-Sieg? Zumal kurz darauf fast die Entlassung der Berlinale-Chefin gedroht hätte? Wir waren mit ihm deshalb spazieren – und kamen dabei auch noch mal an den Berlinale-Palast.
- „Hoppers“
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Wie kann man Kindern noch einen Sinn für die Umwelt vermitteln? Einen spannenden Versuch unternimmt da die Animationsschmiede Pixar: Ihr jüngster Streich ist eine Art „Avatar“ für Kids. Auch da schlüpfen Menschen in Avatare, aber diesmal nicht von außerirdischen Wesen – sondern in das Fell eines Bibers. Eine 19-Jährige ermittelt die Natur da buchstäblich mit ganz anderen Augen. Aber ganz wie bei „Avatar“ kommt dann auch die Gegenseite auf den gleichen Trick … Trickfilmspaß mit tieferem Sinn und wichtiger Botschaft.
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- „Jeunes mères“
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Sie sind selbst fast noch Kinder – und sollen doch schon welche bekommen. In einem betreuten Wohnheim begegnen sich Schwangere und Mütter im Teenie-Alter. Und geben sich gegenseitig Halt. Ein warmherziges Drama von Jean-Pierre und Luc Dardenne.
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- „The Bride – Es lebe die Braut“
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Nach „Frankenstein“ kam „Frankensteins Braut“. Das war schon vor 90 Jahren mit Boris Karloff so. Das wiederholt sich jetzt im Eilverfahren. Erst im Oktober gab es mit Guillermo del Toros „Frankenstein“ eine Neuauflage des Gruselklassikers, jetzt übernimmt Maggie Gyllenhaal und gibt ihrem Monster, gespielt von Christian Bale, die eben für „Hamnet“ gefeierte Jessie Buckley zur Gefährtin. Ein arg berauschter Genre-Mix, dem man den hinkenden Plot verzeiht.
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- „No mercy“
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Filmemachen ist ein hartes Metier. Vor allem für Frauen, die auf dem Regiestuhl sitzen. Machen Frauen die härteren Filme? Die Frage stellt sich Isa Willinger in ihrem Dokumentarfilm – und spricht darüber mit Regisseurinnen wie Catherine Breillat, Alice Diop und Virginie Despentes. Die großen Fragen bleiben zwar meist unbeantwortet. Aber der Film besticht durch die vielen einzelnen Aspekte zum Thema Frauen und Film.
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Und das sagen die Filmkritiker:
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- Thriller über obsessive Mutterliebe und erstes Erwachen: „Crocodile Tears“
