Was guckst du? Die Filmtipps der Woche
Robert Pattinson ist gleich zum zweiten Mal in kurzer Zeit in einer Extrembeziehung zu sehen. Ein dicker Romanwälzer kann auch ganz entschlackt und reduziert adaptiert überzeugen. Und ein deutscher Film zeigt: Liebe kennt keine Barrieren. Hier der Überblick über die Tops und Flops im Kino.
- „Das Drama – Noch mal auf Anfang“
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Es beginnt wie eine klassische Hochzeitskomödie, mit Robert Pattinson und Zendaya, die kurz vor der Trauung kalte Füße kriegen. Aber dann beichtet die Verlobte etwas, was der zarten Liebe den Boden unter den Füßen wegzieht. Das müsste ganz großes Drama sein, aber dafür ist der Film nicht analytisch und auch abgründig genug. Schade um die tollen Stars!
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- „Les misérables - Die Geschichte von Jean Valjean“
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Victor Hugos Romanschmöker ist eines der Hauptwerke der französischen Literatur. Und wurde schon zigfach verfilmt: in großen, überlangen Epen und TV-Mehrteilern. Dieser Film aber hört da auf, wo die anderen erst anfangen, und erzählt die Vorgeschichte der Hauptfigur, wie der ehemalige Sträfling überhaupt erst wurde, was er ist. Ein starker Film, der auch ohne den Rest des Romans ganz für sich stehen kann.
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- „A Missing Part“
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„Lost in Translation“ einmal andersrum: In „A Missing Part“ sucht ein französischer Taxifahrer t in Tokio nach seiner Tochter und stößt dabei auf allerlei kulturelle wie emotionale Hürden. Das ist sehr dramatisch und doch auch sehr komisch. Nicht zuletzt dank der unglaublichen Präsenz von Romain Duris in der Hauptrolle.
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- „Als wäre es leicht“
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Eine inklusive Lovestory: Sie ist taub und Fotografin, er ist blind und kommentiert Fußballspiele. Aus vorsichtiger Neugier wird rasch Anziehung. Wofür sie Handys, Apps, künstliche Stimmen und das Lorm-Alphabet brauchen. Die beiden Hauptdarsteller sind gehörlos bzw. stark sehbehindert. Und geben dieser Kinoromanze Glaubwürdigkeit und Ruhe, fernab von Klischees..
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- „Der Super Mario Galaxy Film“
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Super Mario ist vielleicht die letzte wirklich globale Figur, die Generationen und Medien gleichermaßen verbindet. Vom Kino bis zur Spielkonsole. Drei Jahre nach dem ersten Animationsfilm folgt nun der zweite Streich, der gleich nach den Sternen greift und ins All führt. So wird das Kino zum Spiel-Raum: Jump & Run auf allerhöchstem Niveau. Aber doch auch Reizüberflutung in Reinform.
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- „Alpha“
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2021 gewann Julia Ducournau mit „Titane“ die Goldene Palme von Cannes, als erst zweite Frau der Festivalgeschichte. An ihren neuen Film wurden deshalb höchste Erwartungen geknüpft, die sie aber nicht erfüllen kann. Sie spiegelt die AIDS-Krise auf starke metaphorische Weise, indem die Erkrankten langsam zu Marmor werden. Aber dann reißt Ducournau noch weitere Themen wie Geschwisterliebe und Migrationshintergrund an. Zu viel für einen Film.
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Und das sagen die Filmkritiker:
Weiterhin im Kino
- Befreiung durch Unterwerfung: das SM-Drama „Pillion“ mit Alexander Skarsgard
- Ethan Hawkes bislang beste schauspielerische Leistung: „Blue Moon“
- Hape macht uns wieder den Horst: „Horst Schlämmer sucht das Glück“
- Huch, mein Elektrogerät ist besessen: „A Useful Ghost“ - Horror aus Thailand
- Japans erfolgreichster Film: das Künstlerepos „Kokuho – Meister des Kabuki“
- Nicht originell, aber effektiv: „Shelter“, handfeste Action mit Jason Statham
