Mutmaßlicher Russland-Spion in Hagen festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat am Samstag beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Haftbefehl gegen einen ukrainischen Staatsangehörigen erwirkt. Der Beschuldigte wurde am vergangenen Freitag in Hagen vorläufig festgenommen. Das hat jetzt der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) mitgeteilt. „Er wurde am 28. März dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der Haftbefehl erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat“, heißt es dazu.
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Informationen für Geheimdienstoperationen gesammelt
Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. In dem Haftbefehl wird ihm im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt: Der Mann soll spätestens seit November 2025 im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über einen Mann, der sich in Deutschland aufhielt, beschafft haben. Dieser soll sich wiederum nach Beginn des russischen Angriffskrieges an Kampfhandlungen für die ukrainischen Streitkräfte beteiligt haben. „Die Ausspähaktion diente vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Mit den polizeilichen Ermittlungen ist das Polizeipräsidium Hagen beauftragt. Weitere Hintergründe sind noch nicht bekannt. Die Redaktion berichtet ausführlicher, sobald weitere Informationen vorliegen.
