Kampf gegen Waldbrände: Feuerwehr setzt künftig auch auf Drohnen
Mit den längeren Trockenperioden steigt auch die Gefahr von Waldbränden. Schon seit Längerem stellt sich die Feuerwehr Bottrop darauf ein, zuletzt bei einer Übung in der Kirchheller Heide. Schwerpunkt der Übung war die Erprobung des Waldbrandkonzepts.
Dabei spielt zunehmend auch die Technik eine Rolle. Erstmalig wurde die Drohnenstaffel der Feuerwehr in eine Übung einbezogen. Die Drohnen lieferten einen umfassenden Blick über die Einsatzstelle und hätten im Ernstfall Glutnester und weitere Brandherde schnell über die verbauten Wärmebildkameras erkennen können.
Feuerwehr testet neue Brandboxen und richtet Wasserversorgung ein
Gleichzeitig testete die Feuerwehr die neu beschafften Wald- und Vegetationsbrandboxen und baute eine umfassende Wasserversorgung im sogenannten Pendelverkehr auf. Dazu wurde eine Wasserentnahmestelle am Pfingstsee eingerichtet. Tanklöschfahrzeuge nahmen das Wasser auf und gaben es an der angenommenen Brandstelle in vorbereitete Löschwasserbehälter ab.
„Bei einer solchen Wasserversorgung ist die Wegführung entscheidend, damit sich die Fahrzeuge auf den engen Waldwegen nicht gegenseitig blockieren“, erläutert die Feuerwehr die Herausforderungen.
Damit alle Einsatzkräfte auf einem gleichen Stand sind, sei auf jedem Fahrzeug der Feuerwehr Bottrop eine sogenannte Waldbrandkarte verlastet. Auf dieser sei genau verzeichnet, welche Wege für Feuerwehrfahrzeuge geeignet und wie diese genau bezeichnet sind. Auch der Umgang mit dieser Karte sei ein Schwerpunkt der Übung gewesen, so die Feuerwehr im Nachgang.
Waldbrände: Verbesserungen bei Wasserentnahme und Ausrüstung nötig
„Die beschafften Waldbrandboxen haben sich in der Praxis bewährt“, so ein Fazit am Ende der Übung. „Überraschend gut funktionierte auch die flächendeckende Funkverbindung im Einsatzbereich“, heißt es dazu weiter.
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Verbesserungsbedarf habe sich besonders im Bereich der Wasserentnahme gezeigt. „Hier sind weitere Armaturen und bessere Löschwasserbehälter notwendig, um die bei einem ausgedehnten Waldbrand benötigte Menge an Löschwasser liefern zu können“, so die kritische Bestandsaufnahme. Auch die Beschaffung weiterer spezieller Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte bei der Vegetationsbrandbekämpfung sei notwendig.
Insgesamt waren über 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und aller Freiwilligen Feuerwehren mit 15 Fahrzeugen beteiligt.
