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Innenstadt

Kein Netto im ehemaligen Karstadt-Haus: Was Bottroper sich stattdessen wünschen

Bottrop. Netto zieht doch nicht ins alte Karstadt-Haus. Der Investor hat eine Alternative, über die er aber noch nichts verrät. Was sich die WAZ-Community wünschen würde:
Von Nina Stratmann, Stellvertretende Redaktionsleiterin
Filialen bekannter Modeketten könnten sich einige Bottroper gut im Phoenix-Komplex in der Bottroper Innenstadt vorstellen. © FUNKE Foto Services | Kerstin Kokoska

Der geplante Netto-Markt zieht doch nicht in den Phoenix-Komplex ein. Das hat Investor Oliver Helmke, der das ehemalige Karstadt-Gebäude derzeit umbaut und die Nutzung weiterentwickelt, jetzt gegenüber unserer Redaktion bestätigt. Helmke betont zwar, dass er bereits eine Alternative für die Fläche im Untergeschoss hat, über die er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nichts verraten will. Aber wir wollten von unserer WAZ-Community auf Facebook und Instagram wissen: Wenn ihr euch etwas wünschen dürftet für die Fläche, was wäre das? Hier sind einige Antworten.

Ganz oben auf der Wunschliste der Bottroper: H&M, Primark, Media Markt, TKMaxx

Wenig überraschend gehören zu den Wünschen klassische Filialisten, wie man sie etwa in den großen Einkaufszentren in Oberhausen oder Essen auch findet: TKMaxx, H&M, Media Markt/Saturn, Primark, Zara, Müller, Street One, Jeans Ritz, Nanu Nana oder Hunkemöller werden zum Beispiel genannt. „Ein Baumarkt wäre auch nicht schlecht“, meint ein Bottroper. Weitere Vorschläge sind etwa ein Penny oder ein „Rewe to go“, zumindest für kleine Einkäufe, oder ein Retrogaming-Laden..

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Oliver Helmke wird solche Begehrlichkeiten kennen, plant aber abgesehen vom Modehändler Sinn, der von seinem jetzigen Standort rüberziehen soll, grundsätzlich eher mit kleinen Läden, nicht unbedingt mit großen Filialisten.

Vom Warenangebot her wären neben Mode Haushaltswaren unter anderem (günstige) Elektrogeräte, Schreibwaren, Hochzeitskleider, Spielzeug, Fußball-/Sportausstattung, regionale Landwirtschaftserzeugnisse und Produkte offenbar willkommen. Einen Markthallen-Charakter können sich mehrere aus der WAZ-Community vorstellen. Nicht ganz ohne Augenzwinkern schreibt eine Facebook-Nutzerin: „(...) Kurz gesagt: Karstadt (Galeria) würde mir auch reichen.“

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Vorschlag: Hansa Center und Phoenix-Komplex verbinden

Ein Facebook-Nutzer bezieht das leerstehende Hansa Center in seine Überlegungen mit ein und schlägt vor, dieses mit dem alten Karstadt-Gebäude mit einem Übergang zu verbinden und in beiden viele unterschiedliche Geschäfte unterzubringen, „wie Bero Center oder Palais Vest“ (in Oberhausen bzw. Recklinghausen, Anm. der Red.). „Dann hätte man auch ein Parkhaus unter dem alten Hansa Zentrum.“

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In eine ähnliche Richtung geht diese Meinung: „Mal ganz ehrlich. Das wird nur alles ein Tropfen auf einen heißen Stein sein. Ich denke, solange das Hansa Center nicht mit integriert wird, macht das umstrukturierte Karstadt-Haus nur eine kleine Veränderung in dieser Stadt. Bottrop wird das nicht wirklich retten. Wäre wünschenswert, sehe ich aber nicht wirklich.“

Kino und Indoor-Spielplatz vermissten die Menschen in Bottrop

Andere sehen auf der Fläche keinen Handel, sondern eher Freizeitangebote: „N‘ Nachtclub wäre ne tolle Sache“, findet ein Facebook-Kommentator. „Ein Kino“, wünscht sich eine andere. Oder dies: „Ein Indoor-Spielplatz für Kinder, weil die werden meistens vergessen.“ Ein Insta-Nutzer schlägt „eine hochwertige Kunst-Galerie“ vor, eine andere eine Bowlingbahn.

Für einen „Indoor-Erlebnisfreizeitpark“ dürfte allerdings der Platz fehlen, wenn es um die ehemals für Netto vorgesehene Fläche geht.

Unsere Community-Umfrage hat auch negativ gestimmte Kommentare erhalten, wie diesen: „Werde in Bottrop eh nicht mehr einkaufen. Mir völlig egal, was aus der Innenstadt wird. Habe jahrelang mein Geld hier ausgegeben und das Centro nicht angefahren. Die Verantwortlichen unserer Stadt haben es damals schlichtweg verschlafen, neue Wege oder Ideen zu entwickeln.“ Teils wird gar gefordert: „Abreißen“.

Vermutlich bringt diese Facebook-Stimme es für viele auf den Punkt: „Wir Bottroper wünschen schon seit zehn Jahren alles Mögliche, wäre schön, wenn auch langsam mal was passiert.“

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