Warnstreik geht weiter: Wieder fahren keine Busse und Bahnen in Dortmund
#Update Samstag, 21. März:
Die Gewerkschaft plant für Montag, 23. März, weitere Warnstreikmaßnahmen. Für diesen Tag sind die rund 400 Stadtbahnfahrer und -fahrerinnen in Dortmund zum Streik aufgerufen. Ihr Ausstand wirkt sich allerdings auch flächendeckend auf das Busangebot aus.
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Für die Fahrgäste bedeutet das im Einzelnen: Alle Stadtbahnlinien von DSW21 werden am Montag nicht fahren.
Das gilt vom Betriebsbeginn am Montag (ca. 3.30 Uhr) bis zum Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Dienstag). Der Warnstreik im Stadtbahn-Bereich legt im selben Zeitraum auch den Linienverkehr der von DSW21 betriebenen Buslinien in Dortmund und Schwerte lahm. Grund sind die engen Verknüpfungen und betrieblichen Abhängigkeiten zwischen dem Stadtbahn- und dem Busnetz.
H-Bahn, S-Bahnen und Airport-Sonderlinien werden regulär fahren.
#Update Montag, 16.3.: Der Warnstreik im ÖPNV trifft Dortmund in dieser Woche dreifach: Sowohl am Dienstag (17.3.) als auch am Donnerstag (19.3.) werden keine Busse und Bahnen im Stadtgebiet fahren. Verdi hat die Beschäftigten des Unternehmens DSW 21 erneut zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik aufgerufen. Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet dies, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien sowie die H-Bahn von DSW21 nicht fahren werden. Auch am Freitag (20.3.) bleiben die Busse der DSW21 im Depot, die Bahnen sollen dann aber fahren.
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Bereits am Montag (16.3.) waren Auswirkungen des Warnstreiks spürbar: Alle DSW21-KundenCenter blieben geschlossen. Am Dienstag fuhren dafür dann die Linien nicht. Am Mittwoch (18.3.) waren hingegen alle Busse und Bahnen wieder regulär im Einsatz. Dafür wurden allerdings die Werkstätten bestreikt. Auch die H-Bahn fuhr am Mittwoch nicht.
Dortmunder Flughafen-Sonderlinien und S-Bahnen nicht betroffen
Wie schon bei den vorherigen Streiktagen gilt: Betroffen sind auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die gegenwärtig um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt „Reinoldikirche“ sternförmig in alle Stadtteile starten. (Auch in der Nacht zu Samstag.) In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien betroffen sein. Auch die Fahrten von DSW21 auf der gemeinsam mit der Vestischen betriebene ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) fallen aus. Die von der Vestischen angebotenen Fahrten finden dagegen vereinzelt statt.
Vom Streik nicht betroffen sind die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490. Diese drei Linien werden grundsätzlich über den Dortmunder Airport koordiniert und fahren eigenständig und autark zum übrigen DSW21-Linienbetrieb. Der Fernverkehr der Bahn und der Regionalverkehr (S-Bahnen, RE und RB) ist vom Warnstreik ebenfalls nicht betroffen. Auch die Busse des Schienenersatzverkehrs zwischen Hauptfriedhof und Aplerbeck werden zumindest am Freitag fahren.
Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen
Der Tarifkonflikt für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW besteht nach zwei ergebnislosen Treffen weiter: Verdi will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.
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Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi hingegen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze.
