Regionalzug prallt bei Dortmund in Betonplatten auf Gleis – Anschlag vermutet
Nach einem mutmaßlichen Anschlag auf eine Bahnstrecke bei Kamen ermittelt jetzt der Staatsschutz, berichtete am Sonntagmorgen die Polizei Dortmund. Ein Regionalexpress war in der Nacht zu Samstag (21. März) auf freier Strecke liegen geblieben, nachdem er in Betonplatten geprallt war, die auf den Gleisen lagen.
Der Zugführer versuchte noch eine Notbremsung, doch der Bremsweg des Regionalexpress war zu lang: Um 0.02 Uhr prallte der Zug der Linie RE1, der von Aachen in Richtung Hamm unterwegs war, zwischen Kamen-Methler und dem Bahnhof Kamen in die Betonplatten, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage.
RE1-Zug prallt in Betonplatten auf Gleisen: Polizei sucht auch Zeugen
Die insgesamt 309 Reisenden in dem Zug mussten auf freier Strecke ausharren, bis sie aus dem Zug evakuiert wurden und mit einem anderen Zug weiterfahren konnten, berichtet die Polizei. Es gab keine Verletzten.
„Im Rahmen der Ermittlungs- und Bergungsarbeiten war die Strecke zwischen Dortmund-Kurl und Kamen am Samstag von circa 0:30 bis 5 Uhr morgens gesperrt“, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage am Sonntagmittag mit.
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„Erste Ermittlungen ergaben, dass mehrere Betonplatten und eine Metallstange auf die Gleise gelegt wurden. Die Platten wurden zuvor durch den oder die Täter von einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke entfernt“, teilte die Polizei mit. Der Tatort liege nahe einer Unterführung im Bereich der Straßen Königsstraße und Roggenkamp.
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Die Polizei sucht auch nach Zeugen und fragt: „Wem sind vor Mitternacht verdächtige Personen im Bereich der Bahnstrecke aufgefallen?“ Hinweise nimmt die Kriminalwache unter der Rufnummer 0231/132-7441 entgegen.
