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Noch im Winterschlaf

30 Tote Igel in Dortmund: Verdacht auf Tierschutzverstöße nach Grünarbeiten

Dortmund. Nach Grünarbeiten in Dortmund-Rahm wurden bis zu 30 tote Igel entdeckt. Es könnten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen.
Von Anna Quasdorf, Digitalreporterin Dortmund
Igel sind gefährdet. Die Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg appelliert daher an alle Gartenbesitzer, eine nächtliche Ruhezeit von Mährobotern vorzusehen. © LKH | Landkreis Harburg

In Dortmund-Rahm sind am frühen Samstagmorgen (21.3.) mehrere tote Igel gefunden worden. Spaziergänger entdeckten die Tiere hinter der Kleingartenanlage „Rahmer Wald“ nahe der Röntgen- und Boschstraße. Nach Angaben von Anwohnern könnten bis zu 30 Tiere betroffen sein. Eine genaue Zahl lässt sich derzeit nicht bestätigen, da einige Tiere schwer verletzt oder nur noch in Teilen aufgefunden wurden.

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Verdacht auf Tierschutzverstöße in Dortmund nach Arbeiten mit schweren Maschinen

Die Tiere befanden sich offenbar im Winterschlaf. Nach bisherigen Informationen waren auf der Fläche bereits Anfang März umfangreiche Arbeiten mit schweren Maschinen durchgeführt worden. Ob dabei Kontrollen auf überwinternde Wildtiere stattgefunden haben, ist unklar.

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Nach Angaben der Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V. besteht der Verdacht auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie das Bundesnaturschutzgesetz. Die Arbeitsgruppe spricht von einem vermeidbaren Vorfall und kündigte an, Strafanzeige zu stellen. Mehrere verendete Tiere wurden als mögliche Beweismittel gesichert.

Auch aus der Politik kommt Kritik. Der Europaabgeordnete Sebastian Everding erklärte, er habe bereits zuvor darauf hingewiesen, Grünarbeiten in dieser Jahreszeit nur unter Schutzmaßnahmen durchzuführen, da sich viele Tiere noch im Winterschlaf befinden. Wer für die Arbeiten auf der Fläche verantwortlich ist, ist bislang nicht öffentlich geklärt.

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