Wechsel bei Metropolradruhr: Bei einem Tarif werden die Leihräder günstiger
Nutzerinnen und Nutzer des beliebten Bike-Sharing-Angebots „Metropolradruhr“ müssen in Duisburg zurzeit mit erheblichen Einschränkungen kämpfen. Weil der Leihfahrrad-Anbieter ab dem 1. April sein Angebot im Ruhrgebiet anpasst, stehen im Moment weder genug Fahrräder noch genug Stationen bereit.
Das wird vor allem an den beliebtesten Orten in der Stadt für die Räder deutlich. Für Studierende an der Universität Duisburg-Essen sieht es gerade besonders schlecht aus. „Fahrradfahren ist echt schwer im Moment. Es ist kaum noch eins da wegen des Vertragswechsels“, bestätigt ein Student unserer Redaktion.
Metropolradruhr: Donkey Republic wird neuer Partner des Regionalverbandes Ruhr
Grund für die Umstellung und die damit verbundenen Einschränkungen ist ein Betreiberwechsel. Der Regionalverband Ruhr (RVR) verlängerte den Vertrag mit der bisherigen Firma Nextbike aus Leipzig nicht und entschied sich nach einer europaweiten Ausschreibung für das Unternehmen Donkey Republic aus Kopenhagen. Das dänische Unternehmen ist an der Börse notiert und europaweit im Leihfahrrad-Geschäft tätig.
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Nextbike begann zum Ende des Jahres 2025 damit, seine Räder Stück für Stück einzuziehen und bestehende Stationen zurückzubauen. Lediglich an wichtigen Verkehrsknotenpunkten sollte das Angebot laut RVR reibungslos bestehen bleiben. Doch an einigen Stellen im Stadtgebiet sind merklich weniger Fahrräder zu finden.
Wechsel beim „Metropolradruhr“: Neue Stationen in Duisburg geplant
Die Leihfahrrad-Flotte im gesamten Ruhrgebiet soll im Laufe des Jahres auf über 5000 Fahrräder an mehr als 1000 Stationen verdoppelt werden, wobei sämtliche bestehenden Standorte erhalten bleiben. Das gilt auch für Duisburg. Die derzeit 46 Stationen im Stadtgebiet werden erhalten bleiben. Ein Stadtsprecher sagte auch, dass im Zuge des Betreiberwechsels 52 Stationen hinzukommen werden. So hätte Duisburg dann fast 100 Stationen, an denen Fahrräder ausgeliehen werden können.
Da die Produktion neuer Räder Zeit in Anspruch nehme, werde zum Start im April zunächst ein Basis-Angebot bereitgestellt, das sukzessive durch fabrikneue Modelle ergänzt werde, teilte der RVR mit. Geplant sind hochwertigere Räder mit 8-Gang-Schaltung, die zudem leichter und robuster sein sollen als die bisherigen.
Der Preis bleibt für Endkunden gleich und fällt sogar an einer Stelle. Im Standardtarif zahlen Kunden künftig einen Euro pro Stunde. Der Monatstarif wird von derzeit 10 Euro auf 7,50 Euro gesenkt, während der Jahrestarif bei 60 Euro liegt. In beiden Abo-Modellen sind jeweils 60 Freiminuten pro Tag enthalten. Für Studierende bleiben die Sonderkonditionen, die im Semesterticket enthalten sind, bestehen.
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Metropolradruhr wurde 2010 als regionales Leihsystem eingeführt und wird heute von 25 Ruhrgebietsstädten sowie den teilnehmenden Hochschulen getragen. 2025 wurden rund 870.000 Ausleihen für das gesamte Einzugsgebiet registriert. Davon fallen allein auf Duisburg rund 236.000. Der RVR bleibt auch unter dem neuen Betreiber als Dienstleister für die Koordination und strategische Weiterentwicklung des Projekts verantwortlich.
