Kirmes an Ostern in Duisburg: Achterbahn, Feuerwerk und riesige Bierbude
Die Kirmessaison in Duisburg bekommt in diesem Jahr einen ungewöhnlich großen Auftakt. Sie beginnt am ersten Aprilwochenende mit der Osterkirmes im linksrheinischen Homberg. Und eben jener Traditionsrummel auf dem Bürgermeister-Wendel-Platz wird jetzt so groß wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Zuletzt ging Hombergs Kirmes ab Karsamstag drei, maximal vier Tage lang. Jetzt locken Karussells, Kirmesbuden und Imbissstände erstmals wieder über zwei Wochenenden hinweg in den Duisburger Westen. Der Rummel startet am Samstag, 4. April, und dauert bis Sonntag, 12. April. Geöffnet ist jeweils von 14 bis 22 Uhr.
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Duisburgs erste Kirmes: Schausteller verlängern Rummel deutlich
„Die Kirmes ist in den vergangenen Jahren so gut gelaufen, dass meine Kollegen die Veranstaltung verlängern wollten“, sagt Organisator Walter Söhngen vom Alten Verein Reisender Schausteller. Ein Vorteil in Homberg sei der feste und saubere „BMW-Platz“, auf dem ein Jahrmarkt selbst bei Regen weitergehen kann.
Ausschlaggebend für die Verlängerung sei auch gewesen, dass sich in Homberg eine lange Kirmes komplett in die Schulferien legen lässt. So ließen sich Kinder und Familien noch mal besser ansprechen.
Der Rummel ist ohnehin als schönes Fest für Familien bekannt. Der Dienstag, 7. April, wird wieder als Familientag mit vergünstigten Preisen gestaltet. Der diesjährige Jahrmarkt soll zudem deutlich stärker als zuvor als Osterkirmes erkennbar sein, etwa durch passende Dekoration.
Schausteller setzen auf zwei Ruhetage unter der Woche
Neu ist allerdings nicht nur die Dauer. Mittwoch, 8. April, und Donnerstag, 9. April, bleibt der Platz bewusst geschlossen. „Das ist für uns ein Test und ein ganz neues Gefühl“, erklärt Söhngen. Erfahrungsgemäß sei unter der Woche weniger los, weil viele Erwachsene arbeiten. Mit den beiden Ruhetagen wollen die Schausteller die stärkeren Tage in den Fokus rücken.
Nach einem Jahrzehnt Pause kehrt nun ein echter Höhepunkt zurück: Für Freitagabend, 10. April, ist ein Höhenfeuerwerk geplant. Gegen 21.40 Uhr sollen die Raketen in den Himmel schießen. „So ein Feuerwerk ist immer ein Publikumsmagnet“, freut sich der Schausteller.
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Zwei große Fahrgeschäfte sind neu dabei
Mit insgesamt 29 Buden wird der Bürgermeister-Wendel-Platz „brechend voll“, kündigt Söhngen an. Besonders auffällig: Zwei große Attraktionen sind neu dabei. Erstmals werden eine Achterbahn und der „Twister“ aufgebaut.
Der „Scheibenwischer“ und ein Autoscooter werden als weitere Großfahrgeschäfte aufgestellt, um Besucher auf die Osterkirmes zu locken. Hinzu kommen Kinderkarussells, Spielbuden und diverse Essensstände.
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Sogar beim Gastroangebot gibt‘s diesmal eine wesentliche Neuheit: Walter Söhngens Sohn Norman wird sein „Fässchen“ erstmals in Homberg aufbauen. Viele Duisburger kennen die riesige Ausschankhütte etwa vom Ruhrorter Hafenfest oder natürlich vom Weihnachtsmarkt in der Innenstadt.
Organisator will verlängerte Kirmes fest verankern
Für die Organisatoren soll eine siebentägige Kirmes in der einstigen „Stadt im Grünen“ keine Ausnahme bleiben. Ziel sei es, den Rummel fest im Duisburger Veranstaltungskalender zu verankern. Damit knüpft die diesjährige Auflage zumindest ein Stück weit an frühere Zeiten an, als die Homberger Kirmes deutlich größer war und sehr viele Besucher anzog.
Ob das neue Konzept aufgeht? Dafür haben die Organisatoren hart gearbeitet, und Walter Söhngen gibt sich zuversichtlich. Aber als erfahrener Schausteller weiß er natürlich, dass gute Vorbereitung für eine Stadtteilkirmes nicht der einzige Erfolgsgarant ist: „Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter und die Leute, die kommen.“
Osterkirmes in Homberg: Alles auf einen Blick
- Zeitraum: Karsamstag, 4. April, bis Sonntag, 12. April 2026
- Ruhetage: Mittwoch, 8. April, und Donnerstag, 9. April
- Öffnungszeiten an allen Kirmestagen: 14 bis 22 Uhr
- Ort: Bürgermeister-Wendel-Platz in Duisburg-Homberg
- Höhepunkte: der Familientag am Dienstag, 7. April, und das Feuerwerk am Freitagabend, 10. April
