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RWE gegen MSV: Enger Zeitplan sorgt bei Gästefans für Unverständnis

Duisburg/Essen. 2500 MSV-Fans reisen zum Hochrisikospiel gegen RWE nach Essen. Bei der Rückreise stehen sie unter Zeitdruck. Das müssen Schlachtenbummler wissen.
Von Martin Schroers, Redaktionsleiter
2500 Fans aus Duisburg werden am Samstag zum brisanten Derby gegen Rot-Weiss Essen reisen. © Kerstin Kokoska / Jakob Klos

2500 MSV-Fans werden am Samstag zum Derby gegen Rot-Weiss Essen reisen. Die Polizei in Essen stuft die Partie als Hochrisikospiel ein. Die Fan-Lager sollen strikt voneinander getrennt werden. Das hat auch Konsequenzen für die Anreise der „Zebras“.

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Etwa 1500 Duisburger werden nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden mit einer der zahlreichen Zugverbindungen zwischen den beiden Städten anreisen. Kräfte der Bundespolizei werden die Haltepunkte auf der Strecke besetzen.

MSV Duisburg gegen Rot-Weiss Essen: Gästefans brauchen bei der Anreise Geduld

Was erwartet die Gästefans dann am Essener Hauptbahnhof? Die Polizei verrät traditionell wenig über die Einsatztaktik. Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen jedoch: Gerade hier werden zahlreiche Beamte vor Ort sein. Die Fan-Lager sollen sich an dem neuralgischen Punkt nicht begegnen. Das bedeutet: Die Duisburger werden wohl kompromisslos zu den Shuttlebussen geführt, die sie dann zum Stadion an der Hafenstraße bringen sollen. Für die Heimfans steht ebenfalls ein Bus-Kontingent am Hauptbahnhof zur Verfügung.

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Die MSV-Anhänger sollen das Stadion im Essener Norden dann ausschließlich über den Gästeeingang im Bereich Sulterkamp betreten. Fans, die mit dem Auto anreisen, können die anliegenden Gästeparkplätze P5 und P6 sowie den Parkplatz des nahen Autokinos nutzen.

Für alle Auswärtsfans gilt: Eine frühzeitige Anreise wird empfohlen. Am Gästeeingang wird wohl eine sogenannte Vereinzelungsanlage zum Einsatz kommen. Sie soll den Zufluss in den Eingangsbereich regulieren und eine umfangreiche Kontrolle auf verbotene Gegenstände möglich machen. Bei den zurückliegenden Spielen zwischen RWE und MSV brauchten die Schlachtenbummler nicht nur deshalb beim Einlass Geduld.

Sonderzüge: Enormer Zeitdruck bei der Rückreise

Der Faktor Zeit dürfte vor allem auf der Rückreise eine Rolle spielen – zumindest für die Bahnfahrer. Die Deutsche Bahn setzt sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt einen Entlastungszug ein. Auf dem Hinweg fährt dieser um 14.12 Uhr von Gleis 12 im Duisburger Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt bis Essen Hauptbahnhof. Dort wird mit einer Ankunft um 14.30 Uhr gerechnet, also zwei Stunden vor Anpfiff um 16.30 Uhr.

Ein massives Polizeiaufgebot wird die Partie an der Essener Hafenstraße begleiten. © FUNKE Foto Services | Kerstin Kokoska

Auf der Rückreise ist der Zeitplan dann deutlich enger. Der Entlastungszug für Zebras fährt dann schon um 19.04 Uhr in Richtung Duisburg ab. Da die Partie inklusive Nachspielzeit wohl erst nach 18.20 Uhr abgepfiffen wird, dürfte das für viele Fans sehr knapp werden. Denn sie müssen erst aus dem Stadion heraus und dann müssen sich die Shuttlebusse noch über die rund sechs Kilometer lange Strecke zurück zum Hauptbahnhof kämpfen. „Das ist unmöglich zu schaffen“, kritisiert ein erfahrener „Auswärtsfahrer“. Es scheint also wahrscheinlich, dass viele der Duisburger auf andere Verbindungen ausweichen werden.

Dass beide Teams im Aufstiegsrennen in der 3. Liga noch mittendrin sind, verleiht dem Spiel zwischen den alten Rivalen zusätzliche Brisanz. Rund um das Hinspiel in Duisburg blieb es verhältnismäßig friedlich. Beim letzten Aufeinandertreffen in Essen gerieten die rivalisierenden Lager nicht aneinander. Der Frust der MSV-Anhänger über die deutliche Niederlage entlud sich im April 2024 allerdings in den Shuttlebussen.

Das Spiel am Samstagnachmittag ist mit 19.500 Zuschauern ausverkauft.

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