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Ausflugstipp

Süße Überraschung im Stadtwald: Duisburgs Wildschweine haben Nachwuchs

Duisburg. Wie niedlich! Im Wildschweingehege im Duisburger Stadtwald sorgen 15 Frischlinge für Begeisterung. Was Besucher unbedingt beachten müssen.
Von Kathrin Hänig
15 kleine Frischlinge von vier Bachen tummeln sich in den beiden Gehegen im Duisburger Stadtwald. © FUNKE Foto Services | Kathrin Hänig

Eines der beliebtesten Ausflugsziele oben im Duisburger Stadtwald in Neudorf ist das Wildschweingehege ohnehin – jetzt hat sich dort der Niedlichkeitsfaktor nochmals erhöht. 15 kleine Frischlinge von vier Bachen, so heißen die Mütter, tummeln sich in den beiden Gehegen, die mittlerweile zusammen 1,5 Hektar groß sind.

Die kleinen Schweinchen sind erst zwei Wochen alt und schon ziemlich putzmunter. Sie tragen kleine Kämpfe aus, schubbern ihre gestreiften Rücken an Ästen und Baumstämmen und saugen bei ihren Müttern Milch.

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Wildschweine im Stadtwald: Nachwuchs überrascht mit später Geburt

„Ich hab’ erst gar nicht mit Nachwuchs in diesem Jahr gerechnet, sonst kommen sie immer etwas früher zur Welt. Aber wir hatten ja auch schon einmal Weihnachtsfrischlinge“, sagt Stadtförster Stefan Jeschke. Dieses kleine Durcheinander käme zustande, weil die Wildschweine sich im Mittelalter mit Hausschweinen gepaart hätten, erklärt er. Im Mittelalter wurden Schweine oft in Wäldern zur Mast gehalten und fraßen Eicheln. So begegneten sich Wildschweine und Hausschweine und sie paarten sich.

Auch wenn die Frischlinge im Duisburger Stadtwald viele Besucher begeistern, sollten die Wildschweine auf keinen Fall mit Brot gefüttert werden. Der Stadtförster warnt: „Das Brot kann schimmeln und die Tiere krankmachen. Wenn man sie unbedingt füttern möchte, dann sollte es Salat, Kartoffeln oder Äpfel sein. Zitrusfrüchte mögen sie überhaupt nicht.“

Afrikanische Schweinepest: Füttern mit Wurst kann tödlich enden

Und dann hat er noch eine wichtige Bitte: „Besucher sollten bitte auf gar keinen Fall Fleisch oder Wurst verfüttern. Dadurch kann die Afrikanische Schweinepest übertragen werden. Sie ist für den Menschen ungefährlich, aber für die Schweine tödlich.“

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Im Sauerland hätten Schweine ein weggeworfenes Wurstbrot von einem italienischen Lkw-Fahrer gefressen und sich so infiziert, erzählt Stefan Jeschke. Der Förster ist sich aber sicher: „Eigentlich müssten die Schweine nicht von allen Besuchern gefüttert werden. Sie haben genug auf den Rippen und manche haben schon etwas Übergewicht.“

Das dickste Schweinchen heißt übrigens Blümchen. Elf Jahre ist die Dame schon alt. „Langsam wird sie eine richtige Oma, die Knochen werden alt, sie bewegt sich langsamer. Das wäre in freier Wildbahn nicht möglich. Da hätte sie keine Chance“, sagt Stefan Jeschke.

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Seit 2013 gibt es in Duisburg ein Wildschweingehege. Ein Jahr zuvor hatte Stefan Jeschke zwei Schweine in Neudorf aufgelesen. Sie waren Spaziergängern aus dem Wald in die Stadt gefolgt. Da sie sich bereits zu sehr an den Menschen gewöhnt hatten, hätten sie in freier Wildbahn nicht mehr überlebt. Aus zwei Tieren ist mittlerweile eine richtige Großfamilie geworden.

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