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Umweltschutz

Öl im Bach, ausgelaufener Diesel: Einsätze bei Umweltgefahren häufen sich

Hattingen/Witten/Sprockhövel. Wenn Umweltgefahren drohen, kommt die Umweltschutzbehörde des EN-Kreises zum Einsatz. 2025 wurde sie insgesamt 40 Mal tätig. Einige Beispiele.
November 2025: Ölalarm auf der Ruhr: Eine über hundert Meter lange Ölsperre wurde von der Feuerwehr gelegt. © WAZ | UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Öl im Bach, ausgelaufener Diesel nach einem Verkehrsunfall oder belastetes Erdreich nach einem Brand – wenn Umweltgefahren durch wassergefährdende Stoffe drohen, kommt die Umweltschutzbehörde des EN-Kreises zum Einsatz. 2025 wurde sie insgesamt 40 Mal tätig.

Hinter jedem dieser Einsätze steht die 24-Stunden-Rufbereitschaft der Behörde, für die derzeit elf Beschäftigte im Einsatz sind. Tätig werden sie im gesamten Kreisgebiet und oft außerhalb ihrer regulären Bürozeiten. So waren sie im letzten Jahr beispielsweise 14 Mal an Wochenenden gefordert.

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Die Anlässe für die 40 Einsätze waren vielfältig. Rund ein Drittel entfiel auf Verkehrsunfälle, bei denen Betriebsstoffe aus Fahrzeugen austraten. In etwa jedem vierten Fall kam es zu einer Gewässerverunreinigung. Brände waren in 20 Prozent der Fälle Auslöser für ein Einschreiten der Fachkräfte, Anlagendefekte machten acht Prozent der Einsätze aus. In zwölf Prozent der Fälle lag eine illegale Entsorgung vor.

Um Umweltschäden einzudämmen und zu beseitigen, wird in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehren, örtlichen Behörden und in besonderen Fällen auch mit spezialisierten Fachfirmen bei jedem Vorfall geprüft, was sofort erforderlich ist. Beispiele hierfür sind das Einbringen von Ölsperren in Gewässern, das Auskoffern von kontaminiertem Boden oder die fachgerechte Entsorgung der Schadstoffe. Die damit verbundenen Kosten werden grundsätzlich dem Verursacher des Vorfalls in Rechnung gestellt, sofern dieser ermittelt werden kann.

Bürger sollen die Feuerwehr informieren

Ein Beispiel für Einsätze im Jahr 2025 war eine erhebliche Ölverunreinigung auf der Ruhr in der Nähe des Harkortsees im November. Dort wurde eine über hundert Meter lange Ölsperre ausgelegt. Was sich aus einem nächtlichen Autounfall entwickeln kann, zeigte sich in Ennepetal. Dort waren Löschwasser und Betriebsstoffe ins Erdreich und teilweise in einen angrenzenden Bachlauf gelangt. Ölsperren wurden gesetzt und Erde ausgekoffert. Das verhinderte das Verunreinigen einer angrenzenden Teichanlage. Die Kosten von mehreren tausend Euro stellte die Kreisverwaltung anschließend dem Verursacher in Rechnung.

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Wichtig zu wissen: Die Umweltschutzbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises wird grundsätzlich nur durch zuständige Stellen hinzugezogen. Bürgerinnen und Bürger, die beispielsweise einen Unfall mit wassergefährdenden Stoffen beobachten, sollten sich immer zuerst an die Feuerwehr wenden.

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