Drei auf einen Streich: Festival in Heiligenhaus geht neuen Weg
Weil der Auftakt zu Heiligen Rock im Jahr 2025 etwas turbulent geraten ist, haben die Organisatoren für dieses Jahr eine Neuerung auf dem Plan: „Wir starten mit drei Locations parallel“, erläutert Tom Karrenberg. Er ist Sprecher des Arbeitskreises Gastronomie und einer der Mitorganisatoren des Musikfestivals.
Kurzer Rückblick: Bei Heiligen Rock 2025 ist das „Neues Pastorat“ fast überrannt worden. Das Hotel im Herzen der Stadt hatte damals den ersten Act des Abends zu Gast – und zu viele Besucherinnen und Besucher wollten dabei sein. „Um das zu entzerren, starten wir in diesem Jahr zeitgleich im ‚Pastorat‘, im ‚Cyrus Palace‘ und in der ‚Kniffte‘“, ergänzt André Saar, Koordinator des Stadtmarketings in Heiligenhaus.
Drei Locations starten parallel ins Heiligen Rock 2026
In diesem Jahr, das bedeutet: am Samstag, 25. April. Um 18.30 Uhr beginnt die 15. Auflage des Musikfestivals. Und das mit alten Bekannten. Im Hotel „Neues Pastorat“ geht „Das Rockgerät“ auf die Bühne. Das Duo aus Velbert-Langenberg hat sich dazu extra verstärkt, bringt einen Schlagzeuger mit. „Die mussten wir einfach buchen“, erzählt André Saar. „Die kommen so gut an, die sind gesetzt.“
Auf der Playlist des „Rockgeräts“ steht eine bunte Mischung: „Wir gehen in die 1980er, Neue Deutsche Welle, machen Ausflüge in Rock’n’Roll, spielen Reggae und Country. Aber ‚Fight for your right‘ von den Beastie Boys können wir auch“, machen Ingo Hellus und Jorma Ahlborn für sich.
Rock und Schlager auf dem Dach von Heiligenhaus
Melanie Engels kommt ebenfalls aus dem Rock, kann aber auch moderne Songs und Schlager. Wer die Sängerin erleben möchte, muss dazu hoch hinaus, denn der „Schlagerengel aus dem Ruhrgebiet“ – wie sie sich selbst auf ihrer Homepage beschreibt – tritt im Cyrus Palace auf. Start auch hier 18.30 Uhr.
Location Nummer drei ist die „Kniffte“. Hier gibt es ab 18.30 Uhr Rock’n’Roll und Rockabilly mit den „Fastlane Drifters“. Das Trio ist derzeit auf Tournee und kommt direkt aus England nach Heiligenhaus. „Ja“, sagt Tom Karrenberg, „die kommen viel rum. Schön, dass die auch bei uns auftreten. Die haben was drauf.“
Filmmusik auf der Kirchenorgel
Die zweite Runde Heiligen Rock beginnt um 19.30 Uhr: In der katholischen Kirche St. Suitbertus spielt Kantor und Organist Christoph Zirener Rock, Pop und Filmmusik auf der Kirchenorgel. Drei Sets à 30 Minuten hat der Musiker vorbereitet. Im Pfarrzentrum nebenan bietet Ute Meielring-Gans, die ehemalige Betreiberin des „Kaffee Klatsch“, Snacks an.
Parallel dazu gehen „Tape Deck“ zurück in die 1980er Jahre – Open Air im „Treff am Rathaus“. Sänger und Gitarrist waren mit einer anderen Band bereits letztes Jahr dabei. „Musikalisch geht es in die gleiche Richtung“, sagt dazu André Saar. „Und die bringen wieder ihre Licht- und Lasershow mit.“
Dreierblock startet um 20 Uhr
Der nächste Dreierblock startet dann um 20 Uhr. Bei „Special Wines“ von Andreas Triffterer sind „Nightshake“ zu Gast und bringen Rock-, Pop-, Blues- und Folksongs von den 1950er Jahren bis heute mit. Im Bürgerhaus spielen parallel „Take Off“: „Wie auch beim Rockgerät hatten wir hier gar keine Wahl“, sagt André Saar lachend.
„Das Bürgerhaus liegt ja etwas außerhalb. Aber vergangenes Jahr hat es sich ruckzuck rumgesprochen, dass da eine echt gute Band spielt“, blickt er zurück. „Da war das Bürgerhaus in Windeseile randvoll. Also haben wir die Band gleich wieder verpflichtet.“ „Take Off“ bietet eine bunte Mischung aus fünf Jahrzehnten Rock, Pop, Oldies und Country.
Im Pfarrzentrum St. Suitbertus schließlich rundet „Nightwork“ das 20-Uhr-Triple ab. „Druckvoller Rock und Perlen der Rockmusik“ versprechen die Organisatoren. Wie auch beim letzten Act von Heiligen Rock 2026 ist hier offiziell erst um 1 Uhr nachts Feierabend. Eben jener letzte Act sind „Badroom“, die von 21 Uhr bis 1 Uhr die „Aule Schmet“ rocken.
Kartenverkauf hat begonnen
Bleiben noch zwei wichtige Fragen zu klären: Wo gibt es die Tickets? Und was kosten die? „Der Vorverkauf ist gestartet“, sagt André Saar. „Karten gibt es in allen teilnehmenden Gastronomien zum Preis von 18 Euro. Wer online kaufen möchte, muss auf www.neanderticket.de noch die Vorverkaufsgebühr zusätzlich bezahlen.“
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Eine Abendkasse wird es nur geben, wenn noch Tickets übrig sind. „Wir haben eine Grenze eingezogen“, erläutert der Koordinator des Stadtmarketings. Denn in den einzelnen Locations gibt es aus Sicherheitsgründen Begrenzungen, wie viele Menschen dort gleichzeitig feiern dürfen.
Jetzt hoffen die Organisatoren natürlich auf gutes Wetter. Denn, sagt André Saar: „Es gibt doch nichts Schöneres, als wenn die Stadt voll ist und die Leute gut gelaunt von Konzert zu Konzert gehen.“
