DHL-Paketzustellung: Ärger über Abholung an verschiedenen Standorten in Velbert
Nicht immer ist jemand zuhause, wenn der Postmann dreimal klingelt. Und wenn auch die Nachbarn nicht vor Ort sind, dann landet eine Karte des Paketzustellers im Briefkasten des Adressaten. Dort steht dann geschrieben, wo und wann der Kunde sein Paket abholen kann. War das in der Vergangenheit stets das Postamt der Stadt oder des Stadtteils, empfiehlt es sich, jetzt genauer hinzuschauen. Denn der Möglichkeiten sind da viele.
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Das ärgerte jetzt einen WAZ-Leser. Innerhalb von zwei Wochen bekam er vier Pakete. Sie wurden alle an verschiedenen Orten abgegeben. Der Mann, der in der Oberstadt wohnt, musste ein Paket am Berg abholen, eines in der Filiale in der Unterstadt, eines am Paketautomaten am ZOB und ein weiteres in der Filiale gegenüber dem Hertie-Gelände. Der Leser, der selbst motorisiert ist, fragt nun: „Woran liegt das – und was sollen Menschen machen, die kein Auto haben?“
Nahegelegene Partnerfiliale
Wir haben bei DHL nachgefragt. Pressesprecherin Britta Töllner: „Wenn unsere Zustellerinnen und Zusteller ein Paket nicht persönlich übergeben können, versuchen sie zunächst, das Paket an einen Nachbarn zuzustellen. Funktioniert auch das nicht, hinterlegen sie die Sendung zur Abholung entweder in einer nahegelegenen Partner-Filiale oder einer Packstation. Wir beachten dabei zum einen die Kapazitäten, die in den umliegenden Filialen und Automatenfächern vorhanden sind. Zum anderen versuchen wir, die Wege für unsere Kundinnen und Kunden so kurz wie möglich zu halten.“
DHL
DHL transportiert nach eigenen Angaben jährlich rund 1,7 bis 1,9 Milliarden Pakete. Mit einem Marktanteil von ca. 48 Prozent sei man „der größte Paketdienstleister Deutschlands“.
An Spitzentagen in der Vorweihnachtszeit kommen mehr als elf Millionen Sendungen pro Tag zusammen. Im Schnitt stellt DHL mehr als 6,2 Millionen Pakete täglich in Deutschland zu.
Gerade bei Packstationen sei die Kapazität bei großen Paketen relativ schnell erschöpft, so dass der Bote oder die Botin eine andere Lösung finden müsse. Es unterliege keinesfalls der Willkür der Zusteller, wo das Paket schließlich lande.
Töllner verweist auch auf die Möglichkeit, DHL mitzuteilen, wo die Kunden ihre Sendungen empfangen möchten, wenn sie nicht zu Hause sind – zum Beispiel an einem Ablageort auf dem eigenen Grundstück, in einem bevorzugten Paketshop bzw. einer Partner-Filiale oder auch an einer bestimmten Pack- oder Poststation. Außerdem kann man auch den Zustelltag verschieben, beispielsweise auf den Samstag, wenn man zu Hause ist.
Zweite Zustellung
Und wenn das Paket schon in der Filiale oder in der Packstation „geparkt“ sei, gebe es immer noch die Möglichkeit, eine zweite Zustellung zu beantragen.
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Im Standortfinder unter www.deutschepost.de/de/s/standorte.html können alle DHL-Packstationen, Poststationen, Paketshops, Partnerfilialen und Briefkästen eingesehen werden.
