Bilanz: TBV mit Winter-Einsatz in Velbert zufrieden
Auch wenn es gerade noch einmal etwas kälter wird: Der Winter 2025/2026 dürfte im Großen und Ganzen vorbei sein. Zeit für die Technischen Betriebe Velbert (TBV), eine Bilanz zu ziehen.
Im Vergleich zu den Jahren zuvor war der Winterdienst dieses Mal über mehrere Wochen hinweg immer wieder „intensiv gefordert“, heißt es da. Nach ersten frostigen Nächten und durch Raureif verursachter Straßenglätte kurz vor dem Jahreswechsel hat es Anfang des neuen Jahres mehrfach länger und intensiv geschneit.
Straßen werden nach Priorität geräumt
Die TBV sind gemäß der Winterdienstsatzung ausgerückt: Sobald der jeweilige Schneefall nachgelassen hatte, ging es an die Räumung, berichtet der TBV-Vorstand. Die Räumfahrzeuge wären auch außerhalb der in dieser Satzung geregelten Zeiträume auf Anforderung des Rettungsdienstes ausgerückt, unterstreichen die TBV. Sie seien aber nicht angefordert worden.
Dass nicht überall sofort der Schnee geräumt wird, liegt daran, dass in der Winterdienstsatzung drei Gruppen von Straßenkategorien unterschieden werden: Gemäß dieser Priorisierung werden die Straßen abgefahren oder durch Handräumkolonnen geräumt.
Mehr als 5500 Einsatzstunden
„Somit konnte insbesondere auf den Hauptverkehrsachsen der Berufsverkehr und der öffentliche Nahverkehr durchgehend aufrechterhalten werden und es kam zu keinen nennenswerten Behinderungen“, ziehen die TBV Bilanz. Ein Grund dafür: Die Räumkolonnen waren je nach Wetterlage bereits morgens um 2.30 Uhr im Einsatz, damit bis zum Beginn des Berufsverkehrs gegen 7 Uhr die Straßen geräumt und gestreut waren. „Daher sind witterungsbedingte Verkehrsunfälle nur vereinzelt bekannt und im Vergleich zu den Nachbarstädten positiv hervorzuheben.“
In Zahlen: „Der Einsatz der Mitarbeitenden beläuft sich auf knapp 5550 Stunden oder 690 Personentage.“ Dennoch ließen sich Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern nicht gänzlich verhindern, räumt der Vorstand ein. Allerdings hätten die sich in Grenzen gehalten: Im Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 15. Februar 2026 sind weniger als 75 Beschwerden eingegangen.
Frost verursacht Schlaglöcher
Soweit der Einsatz bei Schnee und Eis. Die Folgen der kalten Witterung bekommen die Autofahrenden allerdings jetzt erst zu spüren – Schlaglöcher. Die haben sich auf allen möglichen Straßen gebildet und die TBV versuchen derzeit, die gröbsten Schäden schnell zu reparieren.
Gar nicht so einfach, denn das Wetter ist wechselhaft, die Temperaturen schwanken zwischen Nachtfrost und milden Frühlingsgraden am Tag. „Witterungsbedingt können wir nicht mit warmem Asphalt arbeiten“, erläutert Swetlana Kebsch. Sie ist Abteilungsleiterin Bauwerksunterhaltung Kanal, Straße und Brücke bei den TBV. „Dafür benötigen wir bestimmte Temperaturen im Boden, die wir aktuell einfach nicht haben.“
Schlaglöcher melden
Wer in Velbert ein Schlagloch oder gleich mehrere Schlaglöcher melden möchte, wendet sich am besten direkt an die Technischen Betriebe (TBV). Das geht per E-Mail an servicecenter.tbv@velbert.de oder über die Telefonnummer 02051 262626. Alternativ ist eine Meldung über das Portal Mängelmelder.de möglich.
Wetter stellt TBV vor Herausforderungen
Deswegen käme nun erst einmal Kaltasphalt zum Einsatz. „Der verbindet sich aber mit dem umgebenden Material nicht ganz so gut.“ Frostige Nächte und der Einsatz von Streugut könnten dann dazu führen, dass das gerade gestopfte Schlagloch erneut aufplatzt. „Erst bei konstanten Temperaturen können wir dann richtig reparieren.“
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Erschwerend komme hinzu, dass der Winter 2025/2026 sich deutlich von den Wintern davor unterschieden habe. „Wenn wir Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern – sogenannte Tickets – und Meldungen unserer Straßenbegeher zusammennehmen, haben wir etwa doppelt so viele Schäden wie in den Jahren zuvor“, sagt die Bauingenieurin.
