Besonderes Naturschauspiel: Störche machen auf ihrer Reise Rast in Velbert
Als Anna Müser gemeinsam mit ihrem Vater Thomas Müser an diesem graukalten Tag mit dem Auto unterwegs war, staunten die beiden nicht schlecht: An der Nierenhofer Straße, Ecke Voßknacker Straße entdeckte der Papa die Störche, die auf einer Wiese offenbar eine Pause auf ihrer Reise einlegten.
Störche legen auf langer Afrikareise Zwischenstopp in Velbert ein
Die langbeinigen Vögel fliegen jedes Jahr von August bis Oktober in die Winterquartiere in Afrika, legen dabei oft über 10.000 Kilometer zurück und nutzen thermische Aufwinde, um energiesparend im Segelflug weite Strecken von bis zu 300 Kilometern pro Tag zurückzulegen. Im Frühjahr kommen die Tiere dann wieder zurück, meist beginnt ihre Brutzeit Anfang April. Auf ihrer Reise zurück aus Afrika machen sie immer wieder Rast, so wie nun wohl in Velbert.
Dauergäste werden sie hier aber wohl eher nicht. Denn Störche leben in Deutschland bevorzugt in offenen Landschaften oder aber an Flussniederungen und Feuchtgebieten. Besonders in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind die stolzen Tiere zu entdecken. Als Storchendörfer bekannt sind, laut NABU, beispielsweise Rühstädt (Brandenburg), Bergenhusen (Schleswig-Holstein) und Uehlfeld (Bayern). So sind die Störche hier in Velbert wohl nur kurz zu Gast und konnten damit für einen besonders eindrucksvollen Moment sorgen.
