Martin Sträßer kandidiert nicht erneut für den Landtag
Der für den Wahlkreis Mettmann IV – dazu zählen Velbert, Wülfrath und Teile von Mettmann – direkt gewählte Landtagsabgeordnete Martin Sträßer verzichtet auf eine weitere Kandidatur bei der Landtagswahl 2027 und erklärt dazu: „Gestern Abend habe ich in einer Vorstandssitzung der CDU Wülfrath erklärt, bei der Landtagswahl am 25. April 2027 nicht wieder anzutreten. Bei meiner Kandidatur vor zehn Jahren hatte ich bereits angekündigt, das Mandat maximal für zwei Legislaturperioden anzustreben. Daran halte ich mich.“
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Bei beiden Landtagswahlen 2017 und 2022 wurde Sträßer mit jeweils großer Mehrheit direkt gewählt: „Das hat mich mit Freude und Demut, aber zugleich auch mit etwas Stolz erfüllt. Ich habe diesen Auftrag sehr gerne übernommen.“
Rückblick: Sträßer betont Erfolge trotz Pandemie und Ukraine-Krieg
Sträßer weiter: „Mein Leben lang, vor und neben dem Mandat, habe ich mich ehrenamtlich engagiert – in Kirche, Sport und Politik. Die Kommunalpolitik war meine Basis – als Ratsmitglied, zunächst in Velbert und später in Wülfrath, sowie als Mitglied im Kreistag Mettmann. Die Bereiche Bildung und Kommunales, aber auch die Bewahrung der Schöpfung standen immer im Mittelpunkt. Das galt auch für meine Arbeit im Landtag.“
Die Pandemie in der ersten Wahlperiode und der Krieg in der Ukraine in der zweiten Wahlperiode hätten auch den Gestaltungsspielraum der Landespolitik zunehmend eingeschränkt, so Sträßer: „Trotzdem haben wir in den zehn Jahren viel erreicht – auf Landesebene, aber auch für die Menschen in Velbert, Wülfrath und Mettmann“.
Die Begegnungen mit den Menschen hätten für ihn immer im Vordergrund gestanden. „In Zeiten, in denen die Demokratie von außen wie von innen immer mehr unter Druck gerät, war und bleibt es mir wichtig, Menschen für dieses Gemeinwesen (zurück)zugewinnen“, so Sträßer: „Dazu gehört die wichtige Botschaft, dass wir der Politik und der Gesellschaft nicht zu viel abverlangen. Wir alle müssen uns immer zuerst der Frage stellen, was wir in eigener Verantwortung für uns und auch für die Gesellschaft leisten können. Sehr dankbar bin ich für die Unterstützung, die ich von ganz vielen bekommen habe. Ausdrücklich beziehe ich diejenigen ein, die sich kritisch geäußert haben und mir so Gelegenheit gaben, meine Positionen immer wieder zu hinterfragen.“
Nicht alle Vorstellungen konnten umgesetzt werden
Die Demokratie lebe von der fairen Auseinandersetzung in der Sache und dem Grundverständnis, dass auch andere recht oder zumindest die Mehrheit haben können. Und sie lebt vom Kompromiss. Sträßer: „Nicht immer habe ich meine Vorstellungen umsetzen können. Manchmal habe ich Lösungen mitgetragen, die ich nicht für die besten gehalten habe. Auch das gehört zur Demokratie und zu meiner persönlichen Bilanz.“
Bis zum Ende der Legislaturperiode will Sträßer sein Mandat „mit vollem Einsatz weiter wahrnehmen“.
