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Gastronomie

Mit Herz für Hausmannskost: „klein aber fein“ eröffnet in Velbert

Velbert. In Velbert eröffnet Julia Xhigoli mit „klein aber fein“ ein neues Lokal, in dem deutsche Hausmannskost frisch auf die Teller kommt.
Von Lavinia Senkel, Werkstudentin
Julia Xhigoli (r.) hat sich mit „klein aber fein“ den Traum vom eignen Lokal erfüllt - unterstützt wird sie von ihrer Schwester Shkurte Dibrani. © Lavinia Senkel | Lavinia Senkel

Mitten im Herzen von Velbert duftet es seit Mittwoch, 1. April, nach Eintopf, frischen Kräutern und ein wenig nach Zuhause. In der Friedrichstraße 135 hat mit „klein aber fein“ ein neues Lokal für deutsche Hausmannskost eröffnet. Ein Herzensprojekt von Inhaberin Julia Xhigoli, die sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt hat.

„Die Idee hatte ich schon seit ein paar Jahren im Kopf“, erzählt sie und lächelt, während sie einen Blick in ihren kleinen, liebevoll eingerichteten Gastraum wirft. Dunkle Holztöne, schwarze Akzente, frische Blumen auf den Tischen. „Aber ich hatte eben auch meine Kinder. Und solange die noch klein waren, habe ich mich das nicht getraut.“

Der Gastraum setzt auf warme Farben und eine einladende Atmosphäre. © Lavinia Senkel | Lavinia Senkel

Jetzt sind die Kinder erwachsen und der richtige Zeitpunkt ist gekommen. „Irgendwann habe ich gesagt: Jetzt oder nie.“ Seit rund einem Jahr hat sich der Plan konkretisiert, doch der Weg bis zur Eröffnung war kein einfacher. „Der Standort war tatsächlich das Schwierigste. Ich habe lange gesucht, bis ich hier fündig geworden bin“, erzählt die 46-Jährige. „Aber jetzt passt alles.“

Hausmannskost für die Velberter Innenstadt

Dass sie sich ausgerechnet für deutsche Hausmannskost entschieden hat, ist für sie ganz selbstverständlich. „Ich liebe diese Küche. Mein Herz schlägt dafür“, sagt sie. Suppen, Eintöpfe, klassische Gerichte wie Käsespätzle oder Ofenkartoffel mit Kräuterquark - täglich frisch gekocht, versteht sich. „Wir machen hier alles selbst. Jedes Gericht bereiten wir hier vor Ort zu.“

Es gibt täglich wechselnde Hauptgerichte. „Und genau das hat in der Velberter Innenstadt einfach noch gefehlt“, erklärt Xhigoli.

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Über den Norden nach Heiligenhaus

Dabei bringt Julia Xhigoli eine bewegte Lebensgeschichte mit. Geboren im Kosovo, floh sie Anfang der 90er-Jahre mit ihren Eltern und sechs Geschwistern vor dem Krieg nach Schweden. „Dort hatten wir Familie, deshalb sind wir dorthin gegangen.“ Von Schweden aus ging es später mit der Fähre nach Norddeutschland, nach Schleswig-Holstein. „Dort bin ich zur Schule gegangen, habe meine Ausbildung gemacht - ich bin dort aufgewachsen.“

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Vielleicht ist es genau diese Prägung, die ihre Liebe zur deutschen Küche erklärt. „Ich kenne es gar nicht anders. Für mich ist das einfach Heimat geworden.“ Vor gut 25 Jahren zog sie, der Liebe wegen, nach Heiligenhaus und blieb. Vor ihrer Selbstständigkeit war sie bereits in der Gastronomie tätig.

Inhaberin Julia Xhigoli bereitet alles frisch vor Ort zu. © Lavinia Senkel | Lavinia Senkel

Ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft

Mit „klein aber fein“ möchte sie nicht nur satt machen, sondern auch einen Ort der Begegnung schaffen. „Mir ist wichtig, dass die Leute hier zusammenkommen. Dass man sich wohlfühlt, miteinander spricht, vielleicht auch mal länger sitzen bleibt.“ Auch kleinere Feiern wie Geburtstage sollen hier möglich sein. „Wir wollen ein Stück Gemeinschaft zurückbringen.“

Der Name des Ladens ist dabei Programm. „Er ist klein, ja - aber eben fein“, sagt Schwester Shkurte Dibrani und lacht. „Und das mit ganz viel Herz für Velbert“, ergänzt die Inhaberin.

Brunch, Wunschgerichte und viel Herzblut

Unterstützt wird sie von fünf festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zwei Aushilfen. Gemeinsam stemmen sie den Betrieb, der voraussichtlich montags bis samstags von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet ist, sonntags bis 14 Uhr. Änderungen sind dabei noch möglich. Besonders am Wochenende setzt das Team auf ein zusätzliches Angebot: „Sonntags gibt es bei uns ein Brunch-Buffet - all you can eat.“ Reservierungen und Rückfragen sind telefonisch unter 0157 39046795 möglich.

Mit dem Lokal „Klein aber fein“ verwirklicht sich Xhigoli ihren Jahre langen Traum. © Lavinia Senkel | Lavinia Senkel

Neben klassischen Tagesgerichten bietet „klein aber fein“ auch Flexibilität: „Wenn sich jemand etwas Bestimmtes wünscht, kann er das einen Tag vorher sagen, dann kochen wir das auch.“ Zwar liegt der Fokus klar auf der deutschen Küche, doch hin und wieder sollen auch internationale Einflüsse auf den Teller kommen.

Ich liebe diese Küche. Mein Herz schlägt dafür.

Inhaberin Julia Xhigoli zur deutschen Küche.

Gelungener Start und große Hoffnungen

Die ersten Reaktionen auf das Soft-Opening am Mittwoch sind durchweg positiv. „Viele kommen rein und sagen direkt: Wow, das ist richtig schön geworden“, berichtet Schwester Dibrani. Für Inhaberin Xhigoli ist das die schönste Bestätigung. Für die Zukunft hat sie vor allem einen Wunsch: „Ich hoffe, dass wir gut ankommen. Dass die Menschen zufrieden sind - und dass wir sie auch wieder ein bisschen für die deutsche Küche begeistern können.“

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