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Treppeneinsturz

Nach Treppeneinsturz in Witten: Kripo prüft möglichen Straftatbestand

Witten. Die Polizei hat das Gebäude an der Wittener Ardeystraße beschlagnahmt, in dem am 11. März ein Treppenhaus eingestürzt war. So liefen die Untersuchungen vor Ort.
Von Inga Heidl, Redakteurin
Das THW Witten unterstützt die Kripo bei den Ermittlungen im Gebäude an der Ardeystraße. Dort war am 11. März ein Treppenhaus teilweise eingestürzt. © THW Witten | THW Witten

Wie konnte es zu dem Treppeneinsturz im Ärzte- und Geschäftshaus in Witten kommen? Nachdem die Gefahr gebannt, die verbliebenen Treppenläufe gesichert und die Ardeystraße wieder freigegeben wurde, ist das die Frage, die nun am meisten beschäftigt. Unter anderem auch die Kriminalpolizei.

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Die hatte das Gebäude polizeilich beschlagnahmt und Ermittlungen aufgenommen. Geprüft wird ein möglicher Straftatbestand der Baugefährdung. Kurz nach Beginn der Ermittlungen hatte es darauf bisher keine Hinweise gegeben, so Polizeisprecher Jens Artschwager. Am Freitag (20. März) war die Kripo dann nach eigenen Angaben mit einem Gutachter vor Ort, um die Bausubstanz zu prüfen.

Nach Treppeneinsturz: THW Witten erneut im Einsatz

Technisch unterstützt wurde sie dabei vom Technischen Hilfswerk (THW) Witten. Neun Ehrenamtliche leisteten der Kripo und dem Sachverständigen ab acht Uhr morgens Amtshilfe. Was das unter anderem beinhaltet, ist auf einem Bild des THW zu erkennen. Dort wird in ein Stück Beton – mutmaßlich eine Treppenstufe – gebohrt. Die Treppen in dem Gebäude bestehen laut THW aus Stahlbetonfertigteilen.

Das Gebäude an der Ardeystraße ist nach dem Treppeneinsturz polizeilich beschlagnahmt worden. Am Freitag (20. März) war die Kripo für Untersuchungen vor Ort. © THW Witten | THW Witten

Den Hintergrund erklärt der Ortsbeauftragte des THW Witten, Holger Hohage. Demnach werden solche Kernbohrungen gemacht, um Beton zu prüfen – zum Beispiel auf seine Festigkeit oder Zugfähigkeit.

Bochumer Firma fertigt extra Kernbohr-Krone an

Zuvor stand die Truppe allerdings vor einem Problem: Die Kernbohr-Krone – eine Art zylindrischer Bohrkopf – brauchte einen bestimmten, genormten Innendurchmesser. Eine solche Krone war schlicht nicht vorhanden und hätte laut THW auch „nicht eben so“ gekauft werden können.

Daraufhin ließ eine Bochumer Firma Hohage zufolge „alles stehen und liegen“, um eine entsprechende Krone anzufertigen – die dann in unter einer Stunde fertig war. „Als wir sie abgeholt haben, war sie noch warm von der Fertigung.“ Der Bochumer Firma spricht Hohage einen „besonderen Dank“ aus.

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Auf Facebook berichtet das THW von weiteren Arbeiten aus dem Einsatz. So haben die Ehrenamtlichen unter anderem „Trümmer und Schutt von der Treppe entfernt“ und Stahlbetonteile mit einem Spreizer verschoben. Zudem wurden sogenannte Bewehrungen freigestemmt oder geschnitten. Das sind etwa Stahlstäbe oder -matten, die Betonbauteile verstärken.

Ermittlungen nach Treppeneinsturz: Das ist zuvor geschehen

Bei dem Treppeneinsturz am 11. März an der Ardeystraße in Witten war wie durch ein Wunder niemand verletzt worden. 36 Personen, die sich noch in dem Gebäude aufgehalten hatten, konnten durch eine Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Zu den Mietern des Hauses zählen unter anderem Ärzte und das Autismus-Therapiezentrum des Deutschen Roten Kreuzes. Sie können das Gebäude bis auf weiteres nicht nutzen.

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