Nach Messerangriff auf Familie in Witten: Das ist bislang bekannt
Witten.Die Polizei nimmt einen 40-jährigen Wittener fest. Er soll seine Familie angegriffen haben. Psychische Probleme seien nicht bekannt, sagen die Ermittler.
Der Mann ist kurz nach der Tat festgenommen worden: Er soll seinen 13-jährigen Sohn so schwer mit einem Messer verletzt haben, dass dieser trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starb. Die 38-jährige Frau und die neunjährige Tochter werden im Krankenhaus behandelt.
Laut Polizei soll es zuvor einen Streit innerhalb der der Familie gegeben haben, die in dem Wohnhaus an der Lessingstraße lebt. Dieser habe sich dann nach draußen auf die Straße verlagert. Anwohner werden durch Schreie auf die Tat aufmerksam, wie die Ermittler berichten. Einige Augenzeugen sollen auch gesehen haben, wie der Mann zusticht.
Tötungsdelikt in Witten: Keine psychischen Probleme bekannt
Als Polizei und Rettungskräfte ankommen, finden sie die Mutter und ihre Kinder etwa 30 Meter vom Haus entfernt verletzt auf dem Boden. Für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen stirbt er noch im Rettungswagen an seinen Verletzungen. Viele Nachbarn werden anschließend von Seelsorgern betreut.
Nach Angaben der Ermittler sind keine psychischen Probleme des Mannes bekannt. Das Motiv sei unklar. Der 40-Jährige habe die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Eine Mordkommission ist eingerichtet worden. Der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Wann genau, ist bislang noch offen.
13-Jähriger stirbt in Witten nach Messerangriff – Vater unter Tatverdacht
Die 38-Jährige und die Schwester des getöteten Jungen wurden bei dem Angriff offenbar schwerst verletzt, sollen zwischenzeitlich auch in Lebensgefahr geschwebt haben. Der gesundheitliche Zustand der Neunjährigen habe sich dann im Laufe des Abends stabilisiert, beruft sich der WDR auf die Polizei. Gegenüber unserer Redaktion bestätigt die Polizei dies nicht und verweist lediglich auf die weiteren Mitteilungen der Staatsanwaltschaft.
Die 38-Jährige musste nach dem Angriff offenbar notoperiert werden, ihr Gesundheitszustand soll weiter kritisch sein, so der WDR.
Bluttat in Witten: Polizei sichert Spuren und befragt Zeugen
Die Ermittler waren den Samstag über an der Lessingstraße im Einsatz, um Spuren zu sichern. Dabei wurde auch die Tatwaffe sichergestellt. Der Bereich vor dem Wohnhaus ist weiträumig abgesperrt, Polizisten befragen Zeugen der Tat.
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Die Menschen in der Stadt sind tief betroffen. „Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos“, erklärte Bürgermeister Dirk Leistner in einer Mitteilung. Unsere Reporter berichten fortlaufend aus Witten im Liveblog: