Aus Angst vor dem Iran-Krieg: In Japan wird wieder gehamstert
Japans Regierung hat die Bürger dazu aufgerufen, keine „Hamsterkäufe“ von Toilettenpapier zu tätigen. In den sozialen Medien häuften sich Beiträge, die leere Supermarktregale zeigen. Hintergrund ist wohl die Sorge der Menschen über den Krieg im Nahen Osten. Darüber hatte zunächst das Wirtschaftsmagazin „Bloomberg“ berichtet.
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Das japanische Wirtschaftsministerium gab eine Erklärung heraus, in der den Menschen versichert wurde, dass es keine Probleme mit der Versorgung gebe. „Wir bitten die Öffentlichkeit, ruhige und rationale Entscheidungen beim Kauf von Toilettenpapier auf Grundlage korrekter Informationen zu treffen“, hieß es.
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Auch vier Unternehmensgruppen, darunter die Japan Supermarket Association und die Japan Chain Drug Store Association, veröffentlichten Erklärungen mit der Überschrift: „Die Blockade der Straße von Hormus wird die Lieferung von Toilettenpapierprodukten nicht beeinträchtigen“.
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Hamsterkäufe von Toilettenpapier haben in Japan historische Vorbilder. Bereits während des Ölpreisschocks von 1973, der die erste wirtschaftliche Schrumpfung nach dem Zweiten Weltkrieg auslöste, kam es zu entsprechenden Engpässen. Auch das verheerende Erdbeben und der Tsunami von 2011 sowie die Covid-Pandemie führten zuletzt zu ähnlichen Verhaltensmustern.
