Ulmen reicht wohl Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den „Spiegel“ ein
Der Schauspieler Christian Ulmen hat im Streit um die Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes nun die angekündigten rechtlichen Schritte eingelegt. Mit Schriftsatz vom Dienstag habe Ulmens Rechtsanwalt einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den Verlag des Magazins „Der Spiegel“ eingereicht, teilte das Landgericht Hamburg am Mittwoch mit. Wann darüber entschieden werde, sei noch nicht abzusehen.
Zur Berichterstattung im Fall Fernandes
Gegen Christian Ulmen stehen schwere Vorwürfe im Raum. Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat Ulmen in Spanien angezeigt, wegen mutmaßlicher Vortäuschung einer Identität, Verletzung von Geheimnissen, Beleidigung mit öffentlicher Verbreitung, fortgesetzter Misshandlung und schwerer Bedrohung. Das bestätigte das Oberste Gericht der Balearen unserer Redaktion. Um die Erstellung von Deepfake-Pornos geht es dabei ausdrücklich nicht.
Die Abteilung für Gewalt gegen Frauen führt die Ermittlungen. Diese befinden sich laut Gericht in einem „frühen und vertraulichen Stadium“. Ob und in welchem Umfang die Staatsanwaltschaft dann gegen Ulmen ermittelt, ob es eine Anklage gibt, ist noch nicht klar. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Ulmen schweigt zu den Vorwürfen. Sein Anwalt, Christian Schertz, hält die Berichterstattung über den Fall für „rechtswidrig“. Es handele sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“, teilte Schertz in einem Schreiben vom 19. März mit.
Christian Ulmen bestreitet die Anschuldigungen
Laut Landgericht wurde dem „Spiegel“ mit einer Frist die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Vor diesem Hintergrund sei nicht bereits in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen.
Der „Spiegel“ hatte zuerst über Vorwürfe der Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Mann berichtet, die sie auch in Spanien zur Anzeige brachte. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt wegen des Vorwurfs der Nachstellung. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.
lro/AFP
