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Polizei

Raub auf Paketzusteller war vorgetäuscht – Bote war „Opfer“ und „Täter“

Senden. Fast vier Monate nach einem mutmaßlichen Raub hat der Fall im Kreis Coesfeld eine ganz andere Wendung genommen. Das sagt die Polizei.
Von Dagobert Ernst, Online-Redakteur/in
Symbolbild. Ein Paketbote hatte im vergangenen Dezember angezeigt, er sei Opfer eines Raubes geworden. Nun sagt die Polizei: Es war ganz anders! © Sina Schuldt/dpa | Sina Schuldt

Ein Raubüberfall auf einen Paketboten Mitte Dezember auf einer Straße im Kreis Coesfeld hat eine andere Wendung genommen. „Die Tat war vorgetäuscht“, teilte jetzt die Polizei mit. Dies hätten die Ermittlungen ergeben.

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Am 12. Dezember vergangenen Jahres hatte der Paketbote die Tat der Polizei angezeigt. Beim Ausliefern einer Postsendung in einem Wohngebiet in Senden sei er von einem Unbekannten überfallen worden. Der habe ihn niedergeschlagen, das Paket an sich gerissen und sei damit davongerannt. Der Paketzusteller war anschließend mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gefahren worden.

Polizei: Räuber und „Beraubter“ kannten sich und hatten die Tat abgesprochen

Auch mit einem Zeugenaufruf hatte die Polizei schließlich nach dem mutmaßlichen Räuber gesucht. Dabei fragte die Polizei auch nach Bildern aus Videoüberwachungskameras in der betreffenden Gegend.

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Die Ermittlungen führten die Polizei schließlich auf eine ganz andere Fährte. So sei es zwar tatsächlich zu einem Überfall gekommen, der aber sei „vorgetäuscht“ gewesen, teilte die Polizei jetzt mit. Räuber und Beraubter – beide 20 Jahre alt – hätten sich laut Polizei gekannt und die Tat abgesprochen. Ziel des Überfalls war eine luxuriöse Uhr, die der 20-jährige Bote zuvor selbst im Internet bestellt haben soll, um sie dann an eine falsche Adresse auszuliefern und dort deren Verlust anzumelden. Beide Männer hätten die Uhr anschließend verkauft, „um an Bargeld zu gelangen“, teilte die Polizei mit.

Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Männer wegen mutmaßlichen Warenkreditbetruges und Vortäuschens einer Straftat.

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