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Podcast

Thyssenkrupp: Die vielen Baustellen des Essener Konzerns

Essen. Bei Thyssenkrupp ist der Aktienkurs zuletzt zwar stark gestiegen, doch viele Probleme sind weiterhin ungelöst. Wie geht es nun weiter?
Von Anja Wölker, Podcast-Redakteurin
Im WAZ-Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ erfahren Sie in zehn Folgen, vor welchen Herausforderungen Thyssenkrupp steht. © FUNKE Foto Services, Montage: Lena Lengner | Stefan Arend

Das Thyssenkrupp-Management um Miguel López dürfte mit Genugtuung betrachten, dass der Aktienkurs des Konzerns in den ersten Monaten des Jahres 2025 kräftig gestiegen ist. Doch viele Probleme der angeschlagenen Essener Traditionsfirma sind weiterhin ungelöst. Im Stahlkonflikt mit den Arbeitnehmervertretern steht eine Einigung noch aus. Das Ringen um den vom Management angekündigten Abbau Tausender Arbeitsplätze in der Stahlsparte geht weiter. Bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) ist das Bangen groß.

Die große Frage ist: In welche Richtung wird sich Thyssenkrupp in Zukunft entwickeln? Diesem Thema widmet sich der WAZ-Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“. In der vorerst finalen Folge der zehnteiligen Podcast-Staffel sprechen die Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein über die Risiken und Chancen des Konzerns, zu dem knapp 100.000 Beschäftigte gehören.

Eine Schlüsselfrage: Gelingt das historische Umbauprojekt für den Stahlstandort Duisburg - der Aufbau einer Grünstahl-Produktion? Schon jetzt ist milliardenschwere Staatshilfe für den Bau neuer Anlagen vorgesehen. Doch zusätzliche Steuergelder könnten fließen – mit einer neuen Bundesregierung. Die Förderung von grünem Stahl findet bereits Erwähnung im aktuellen Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD. Hintergründe dazu gibt es in der aktuellen Podcast-Folge, die Sie hier abspielen können:

Podcast-Folge
Blick in die Zukunft: Die vielen Baustellen von Thyssenkrupp (Staffel 1, Folge 10)
Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story

Einst gab es im Ruhrgebiet glänzende Bedingungen für die Stahlindustrie, mittlerweile finden die großen Investitionen anderswo statt. So wird in der nordschwedischen Stadt Boden ein Grünstahl-Werk aus dem Boden gestampft. „In Nordschweden gibt es alles, was man für grünen Stahl braucht: die Erze, die grüne Energie, den grünen Wasserstoff“, sagt Oliver Hollenstein. Er bezweifelt, ob die im Ruhrgebiet gepriesenen Vorteile – die Nähe zu den wichtigen Kunden und das vorhandene Fachwissen – ausreichen werden, um die heimische Stahlindustrie in ihrer bisherigen Dimension zu erhalten. Eine europäische Lösung könnte nach Ansicht von Hollenstein daher bedeuten: Stahlerzeugung in Schweden, Stahlverarbeitung im Ruhrgebiet. 

Thyssenkrupp: „Ehemaliger Stahlkonzern auf Selbstfindungstrip“

Von den knapp 100.000 Thyssenkrupp-Beschäftigten arbeitet etwa ein Viertel in der Stahlsparte. Was ist das Zielbild von Thyssenkrupp? „So ein bisschen ist Thyssenkrupp ja auch ein ehemaliger Stahlkonzern auf dem Selbstfindungstrip“, sagt Hollenstein. Das lasse sich auch an den vielen Wechseln an der Spitze von Thyssenkrupp ablesen, fügt er hinzu und erinnert an Heinrich Hiesinger, Guido Kerkhoff und Martina Merz. Die vielen Personalwechsel seien „Symptom und Ursache der Krise gleichermaßen“.

Ulf Meinke beleuchtet die Rolle der IG Metall und der Krupp-Stiftung angesichts der aktuellen Lage von Thyssenkrupp. Auch wenn der Konzern, wie der Podcast-Titel sagt, „am Abgrund“ steht: Ist noch ein „Happy End“ möglich? Einschätzungen hören Sie in der aktuellen Folge.

Thyssenkrupp-Podcast: Hören Sie die komplette Staffel

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Welchen Einfluss hat die Krupp-Stiftung auf den Konzern Thyssenkrupp? Wie haben die ehemaligen Thyssenkrupp-Chefs Cromme, Hiesinger und Merz die strategische Ausrichtung des Konzerns geprägt? Warum wirkt sich das Handeln der Gewerkschaft IG Metall so stark auf Thyssenkrupp aus? Warum will Thyssenkrupp das HKM-Werk in Duisburg schließen? Diese Fragen werden in den einzelnen Podcastfolgen des Podcasts „Am Abgrund“ behandelt.

Die Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke (links) und Oliver Hollenstein erklären im WAZ-Podcasts „Am Abgrund“ das Machtgefüge rund um den Konzern Thyssenkrupp. © FUNKE Foto Services | André Hirtz

Die Folgen der Staffel finden Sie überall da, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer, RTL+ und Youtube. Hinterlassen Sie dort auch gerne einen Kommentar und eine Bewertung für den Podcast.

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