„Es geht an die Existenz“ – was der Umbau der Thyssenkrupp-Zentrale auslöst (S2, F4)
Thyssenkrupp-Chef Miguel López strebt einen „radikalen Neustart“ für den Konzern an. Die Essener Zentrale soll in eine schlanke Finanzholding umgewandelt werden – mit nur noch rund 50 Vollzeitstellen. Hunderte Beschäftigte auf dem Campus bangen nun um ihre Jobs. Was der radikale Umbau auslöst, zeigt das Beispiel der bereits aufgelösten IT-Tochterfirma TKIM. Jörn-Peter Urbanek, der Betriebsratsvorsitzende von TKIM, erzählt im Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ von der existenziellen Angst im Kollegium. Er kritisiert das Vorgehen des Konzerns scharf.
Thyssenkrupp-Mitarbeiter bangen um Jobs
Im Interview mit WAZ-Wirtschaftsredakteur Ulf Meinke sagt Urbanek über die Auflösung der IT-Sparte: „Es war das unangenehmste Erlebnis, was ich je in den 25 Jahren bei Thyssenkrupp mitbekommen habe. Und was da zurzeit läuft, das ist sehr belastend.“ Er befürchtet, Ähnliches könne bald auf andere Abteilungen zukommen. Im Podcast geht es auch um die Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Und was ist aus seinen Kolleginnen und Kollegen von TKIM geworden?
Im Februar hat der Konzernvorstand um Miguel López angekündigt, dass bei Thyssenkrupp als reiner Finanzholding gerade einmal rund 50 Vollzeitstellen übrig bleiben. Worauf sich die betroffenen Beschäftigten nun einstellen müssen und was der Plan über die Zukunft von Thyssenkrupp aussagt, erklären die Wirtschaftsredakteure Oliver Hollenstein und Ulf Meinke in der neuen Podcastfolge.
