Ukraine-Krieg: Luftwaffe lässt Eurofighter „Typhoon“ aufsteigen
Zwei deutsche Kampfjets der Nato sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine aufgestiegen. Ausgelöst wurde der Überwachungseinsatz laut dem rumänischen Verteidigungsministerium durch einen russischen Luftangriff auf die Ukraine in Grenznähe. Die Kampfflugzeuge starteten, weil sich russische Waffensysteme dem Luftraum Rumäniens näherten, bestätigte ein Bundeswehrsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Eurofighter Typhoons der deutschen Luftwaffe, sind auf dem Nato-Luftwaffenstützpunkt „Mihail Kogălniceanu“ stationiert. Sie sind für die Überwachung des Luftraums im Grenzgebiet zur Ukraine rund um die rumänische Region Tulcea vorgesehen.
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Der russische Luftangriff galt laut rumänischen Angaben ukrainischen Häfen an der Donau. Der Fluss verläuft in der Region an der Grenze zwischen den beiden Ländern. Bei dem Einsatz wurde jedoch festgestellt, dass Russland nicht in NATO-Luftraum eingedrungen war. Daraufhin kehrten die Jets zur Basis zurück.
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Laut ukrainischen Angaben wurden in dem besagten Zeitraum 93 Drohnen und zwei ballistische Raketen auf das Land abgefeuert. In der ukrainischen Stadt Izmail, auf der von Rumänien gegenüberliegenden Flussseite, trafen Drohnen mehrere Ziele. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt.
Die Luftwaffe beteiligt sich derzeit mit fünf Eurofightern und rund 170 Soldaten an bewaffneten Schutzflügen zur Sicherung der Südostflanke des Bündnisses („Nato-Mission enhanced Air Policing South“). Der Einsatz hilft dem Nato-Partner mit militärischen Fähigkeiten, die dieser nicht ausreichend selbst hat.
Die deutschen Kampfflugzeuge sind Teil einer Alarmrotte vor Ort, die rund um die Uhr startbereit ist. Mehrere Nato-Staaten wechseln sich mit der Unterstützung ab. Der neue deutsche Einsatz begann in diesem Monat und soll bis März 2026 dauern.
lro/dpa
