Wadephul sitzt 45 Minuten im Flieger fest – und frotzelt
Bei der Anreise zum Westbalkan-Treffen in Belfast musste Außenminister Johann Wadephul (CDU) nach der Landung seines Airbus A350 am Donnerstagabend rund 45 Minuten an Bord bleiben, bevor er das Flugzeug verlassen konnte.
Grund für die Verzögerung: Der Tower des Aldergrove Flughafens hatte offenbar nicht mit einem so großen Flugzeug gerechnet. Der zugewiesene Rollweg war zu schmal, sodass zunächst unklar blieb, wie der Airbus zur Parkposition gelangen sollte.
Direkt nach der Landung informierte der Flugkapitän Wadephul und seine Delegation um 18:49 Uhr über die Probleme: „Die Kollegen hier in Belfast am Boden sind sich offensichtlich nicht so ganz darüber im Klaren, dass unser Flugzeug ein bisschen ein größeres ist“. Es könne erforderlich sein, die Triebwerke direkt vor Ort abzuschalten und das Flugzeug zur Parkposition zu schleppen, ergänzte der Flugkapitän und bat um etwas Geduld.
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Genervter Kapitän, gelassener Minister
Um 19:13 Uhr dann die zweite Durchsage des Kapitäns, diesmal deutlich genervter. Auch er finde die Situation „mehr als unbefriedigend“ sagte er und fügte hinzu „Die diskutieren sich hier zu Tode.“
Erst nach langer Diskussion durfte die Maschine ein Stück weiterrollen. Um 19:34 Uhr konnte Wadephul schließlich aussteigen – allerdings direkt auf der Landebahn. Der Minister nahm den Vorfall mit Humor: „Meine Güte, was für ein Drama“, scherzte er beim Aussteigen. Den Beginn des Empfangs um 19:00 Uhr, zu dem er eingeladen war, hatte Wadephul damit bereits verpasst.
dpa
