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Russische Kampfjets

Zwei russische Militärflugzeuge verletzen Nato-Luftraum in Litauen

Berlin. Laut Armeeangaben verletzten zwei russische Militärflugzeuge den litauischen Luftraum. Die Luftwaffe meldete den Vorfall bei Kybartai.
Drei russische Su-27SM und MiG-31-Kampfjets (Archivfoto). © picture alliance / dpa | Smityuk Yuri

Nach Angaben der litauischen Armee sind zwei russische Militärflugzeuge in den Luftraum des baltischen Eu- und Nato-Mitgliedsstaates eingedrungen. Die Luftwaffe habe gegen 18.00 Uhr Ortszeit eine Verletzung der Staatsgrenze bei Kybartai durch einen russischen SU-30-Jet und ein Tankflugzeug vom Typ IL-78 festgestellt, teilte die litauische Armee mit.

Die beiden Maschinen seien etwa 700 Meter tief in litauisches Gebiet eingeflogen und hätten sich etwa 18 Sekunden lang darin aufgehalten. Als Reaktion auf den Vorfall seien zwei Eurofighter der spanischen Luftwaffe aufgestiegen, so die litauische Armee weiter. 

Präsident Gitanas Nauseda bezeichnete den Vorfall als „eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die territoriale Integrität Litauens“. Er betonte, das Ereignis zeige erneut, wie wichtig eine stärkere Luftverteidigung sei, und kündigte an, einen Vertreter der russischen Botschaft einzubestellen.

Regierungschefin Inga Ruginiene versicherte auf Facebook, dass die Lage vollständig unter Kontrolle sei.

Russland: Serie von Luftraumverletzungen

Der Vorfall folgt auf eine Reihe von Luftraumverletzungen durch Russland, die zuletzt zunehmend für Spannungen und Unruhe unter den Nato-Verbündeten in Europa gesorgt hatten. Russische Kampfjets waren am 19. September in estnischen Luftraum eingedrungen und russische Militärdrohnen hatten wiederholt den Luftraum über dem Nato-Bündnisgebiet entlang der Ostflanke verletzt. 

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Nach Angaben Estlands waren damals drei bewaffnete russische Maschinen vom Typ MiG-31 zwölf Minuten lang über der Ostsee durch estnischen Luftraum geflogen. Der EU- und Nato-Staat hatte deswegen sowohl eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt als auch Beratungen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den Verbündeten. In der anschließenden Erklärung warnte die Militärallianz Russland unter Androhung von Gewalt vor weiteren Grenzverletzungen.

Estland, Lettland und Litauen besitzen keine eigenen Kampfjets. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 den baltischen Luftraum. Dazu verlegen die Verbündeten im regelmäßigen Wechsel Kampfflugzeuge samt Personal in die an Russland grenzenden Ostseestaaten im Nordosten Europas. Stationiert sind die Einheiten auf Militärflughäfen in Siauliai (Litauen) und Ämari (Estland).

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