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⇱ Grönland: Dänemark schlägt Alarm wegen US-Plänen – Europa vereint


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Trump schielt auf Grönland

Machtkampf mit Dänemark: USA fordern Kontrolle – doch Europa wehrt sich

Kopenhagen. Wiederholte Drohungen sorgen für Unruhe: Die USA beanspruchen Grönland für sich. Europa warnt vor Eskalation und bleibt solidarisch.
Von Robin Amberg
US-Präsident Donald Trump salutiert. Der 79-Jährige bekräftigt weiterhin den amerikanischen Anspruch auf Grönland. © Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci

Die Beziehung zwischen den USA und Grönland – autonomer Teil des Königreichs Dänemark – erreicht einen neuen kritischen Punkt. Nachdem Präsident Donald Trump wieder Anspruch auf die Insel erhoben hat, zeigt sich eine wachsende Besorgnis unter den Nato-Partnern, die sich nun solidarisiert haben.

Während Trump argumentiert, Grönland sei für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten unverzichtbar, wird die US-Forderung auf Grönland in Europa entschieden zurückgewiesen. Der Konflikt hat an Brisanz gewonnen, da die USA den Einsatz militärischer Gewalt offenbar nicht ausschließen. Nach dem Eingriff in Venezuela wächst zudem die Sorge, Trump könnte schon bald Fakten schaffen.

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Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, äußerte sich parallel gegenüber „CNN“ kritisch zur dänischen Kontrolle über Grönland. Energisch hatte der Berater Donald Trumps das Recht Dänemarks auf territoriale Ansprüche Grönlands hinterfragt. Miller argumentierte, dass die strategische Bedeutung der Arktisregion für die Sicherheit der Nato den amerikanischen Anspruch auf Grönland rechtfertige. Gleichzeitig bezeichnete er diese Sichtweise als nicht diskussionswürdig.

Europäische Länder stellen sich hinter Grönland: Wenn die USA angreifen, hört alles auf 

Für die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen steht fest: Drohungen dieser Art könnten das weltweite Sicherheitsgefüge erschüttern. „Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann war’s das“, äußerte sie kürzlich im dänischen Fernsehen. Solch ein Angriff würde nicht nur das Bündnis zerstören, sondern auch die Grundlage der westlichen Nachkriegsordnung und ihrer demokratischen Prinzipien ins Wanken bringen.

Sieben europäische Länder haben sich inzwischen klar positioniert und ihre Solidarität mit der Arktisinsel bekundet. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark.

Grönlands Hauptstadt Nuuk: schneebedeckte Häuser an der Küste einer Meeresbucht. Die größte Insel der Welt ist klimatisch, militärisch und rohstoffreich von enormer Bedeutung. © DPA Images | Evgeniy Maloletka

US-Präsident betont Bedeutung: Was Grönland so begehrenswert macht

Grönland liegt strategisch an der Grenze zwischen den USA, Russland und Europa – mitten in der Arktisregion. Die Amerikaner betreiben bereits einen Militärstützpunkt in Pituffik, im Nordwesten von Grönland. Doch ist die riesige Insel nicht nur ein militärischer Schlüsselpunkt. Die Arktis ist durch den Klimawandel zunehmend für Schifffahrt und Rohstoffabbau bedeutend. Experten vermuten hier große Vorkommen von wertvollen Mineralien, darunter seltene Erden.

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Für Trump scheint Grönland also nicht nur geografisch einen strategischen Vorteil zu bieten. Einige sehen in den Annexionsplänen zusätzlich den Versuch, sein altes Wahlversprechen, Amerika „größer“ zu machen, umzusetzen.

Fest steht: Eine Eskalation – ob diplomatisch oder militärisch – hätte weltweite Folgen. Denn ein Angriff der USA auf Grönland wäre nicht nur ein Angriff auf Dänemark, sondern ein Angriff auf das Sicherheitsbündnis Nato selbst.

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