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Schwere Gefechte

Syrien: Kurdische Kämpfer sprengen zwei Euphrat-Brücken

Berlin. Syrische Regierungstruppen drängen kurdische Kämpfer immer weiter zurück. In der nördlichen Region Raka wurden nun zwei Brücken gesprengt.
Syrische Regierungstruppen auf ihrem Vormarsch. © IMAGO/Anadolu Agency | IMAGO/Izz Aldien Alqasem

Im Norden Syriens haben kurdische Kämpfer offiziellen Angaben zufolge zwei wichtige Brücken über den Fluss Euphrat zerstört. Die mehrheitlich kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) „sprengten die neue Alraschid-Brücke in der Stadt Raka“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag unter Berufung auf die Informationsdirektion der nördlichen Region Raka. Auch eine weitere Euphrat-Brücke sei gesprengt worden.

Im Konflikt zwischen syrischen Regierungskräften und kurdischen Kämpfern hatte die syrische Armee zuletzt weite Gebiete erobert, in denen die Kurden bislang de facto Autonomie genossen. In Raka übernahm die Armee Behördenangaben zufolge am Sonntagmorgen die Kontrolle über die Stadt Tabka mitsamt dem größten Staudamm des Landes.

Syrische Armee übernimmt Kontrolle über Ölfelder

Zuvor hatte die Armee mitgeteilt, die Kontrolle über zwei von den Kurden gehaltene Ölfelder nahe Tabka übernommen zu haben. Wegen des Vorrückens der syrischen Armee hatten die kurdischen Behörden für die Region Raka „bis auf Weiteres“ eine Ausgangssperre verhängt. 

Der Vorstoß folgte auf tagelange Gefechte in der Großstadt Aleppo, in deren Verlauf kurdische Kämpfer die letzten beiden Stadtviertel aufgaben, die sie dort noch kontrolliert hatten.

Die SDF-Kräfte kontrollierten große Gebiete in Syriens ölreichem Norden und Nordosten. Weite Teile davon hatten die SDF während des syrischen Bürgerkriegs in ihrem Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) eingenommen. Seit dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 hat die Sorge um die Rechte und die Sicherheit von Minderheiten in Syrien zugenommen. 

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