Eine niederschmetternde Nachricht für die Opfer von Epstein & Konsorten
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An einer Stelle des Epstein-Komplexes hat Elon Musk recht. Entscheidend sei nicht die Veröffentlichung der Akten über den Serien-Sexualstraftäter, sagt der reichste Mann der Welt, sondern die Strafverfolgung derjenigen, die mit Jeffrey Epstein „abscheuliche Verbrechen” begangen haben.
Allein: Dass dies bevorsteht, ist bisher an keiner Stelle erkennbar.
Das US-Justizministerium hat einen gigantischen, ungeordneten Datenberg in die Öffentlichkeit geschoben, auf den nun jeder Privatermittler klettern und vermeintlich sensationelle Funde melden wird. Einer vollständigen Aufklärung eines der größten Skandale der vergangenen Jahrzehnte ist man dadurch aber keinen Zentimeter näher gekommen.
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Für die Opfer, Hunderte Frauen, die Epstein & Konsorten in die Hände fielen, ist das eine niederschmetternde Nachricht.
Das unrühmliche Ende der Veröffentlichung der Akten ist erst der Anfang
Wer in die Aktenabgründe hinabsteigt, kann sich eines Verdachts nicht entziehen: Eine „unsichtbare“ Hand sorgt dafür, dass niemand – erst recht kein Promi, von denen viele mit Epstein fraternisierten – damit rechnen muss, zur Rechenschaft gezogen zu werden; schon gar nicht Donald Trump.
Der Präsident, gegen den sprachlos machende Anschuldigungen im Raum stehen, teilweise unter Eid, hofft darauf, dass die Epstein-Konjunktur mit dem angeblichen letzten Dokumenten-Abwurf abflacht. Er irrt.
Der Fall Epstein war zuletzt überlagert von Trumps Angriff auf Venezuela, seinen Grönland-Drohungen und den Erschießungen von Zivilisten durch ICE-Agenten. Aber Amerika wird noch über Jahrzehnte die Epstein-Akten studieren und unbequeme Fragen stellen. Das unrühmliche Ende der Veröffentlichung der Akten ist bei Licht betrachtet erst der Anfang.
