Die Midterms entscheiden über Trumps politisches Überleben
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Mit Donald Trump und den Wahlen in diesem Jahr ist es wie mit kommunizierenden Röhren. Je näher die Midterms, die Zwischenwahlen im Kongress, am 3. November rücken, desto schlechter werden die Zustimmungswerte des US-Präsidenten und seiner Republikanischen Partei. Je schlechter die Umfragen, desto massiver agitiert der 79-Jährige gegen den demokratischen Ur-Prozess.
Er schwadroniert von drohendem Wahlbetrug, plädiert für die Verstaatlichung der föderal organisierten Wahlen, verlangt die Verschärfung der Kriterien für die Wahlberechtigung und liebäugelt sogar insgeheim mit der Option, den Wahltag ausfallen zu lassen – dann etwa, wenn innere Unruhen den Einsatz des Militärs erforderten.
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Trump streut Misstrauen und bereitet mögliche Wahlniederlage vor
Mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien, die Zweifel an der Lauterkeit der Wahlen säen sollen, baut Trump für den Fall einer Wahlniederlage vor. Wahlurnen, Stimmzettel und Wahlmaschinen lassen sich leichter beschlagnahmen, wenn man dem Volk vorher einhämmert, dass die Demokraten die Ergebnisse zu ihren Gunsten manipulieren werden – auch wenn es dafür keinen einzigen Beweis gibt.
Trumps Verhalten hat Züge eines Verfassungsbrechers. Es schließt an seine haltlose Behauptung an, Joe Biden habe ihm 2020 den Wahlsieg gestohlen.
Viel steht auf dem Spiel. Sollten die Demokraten beide Kammern des Kongresses zurückerobern, stünde dem Präsidenten das dritte Amtsenthebungsverfahren bevor. Zweimal haben die Republikaner ihn im Senat gerettet und so vor einer potenziellen Gefängnisstrafe bewahrt. Auf diesen Flankenschutz, dafür hat er zu viele Akteure gedemütigt, kann Trump diesmal nicht bauen. Die Wahlen im November entscheiden über sein politisches Überleben.
