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⇱ Mercedes in tiefer Krise: Der Stern wird wieder glänzen


Funke Mediengruppe
Meinung
Autobauer in der Krise

Kratzer im Lack: Mercedes muss auf neuen Kurs

Berlin. Mercedes kämpft mit Gewinneinbrüchen, sinkenden Preisen und Verlagerung von Jobs ins Ausland. Konkrete Maßnahmen könnten den Konzern retten.
Ein Kommentar von Christoph Link
Harte Zeiten für Mercedes-Benz: Gewinn bricht massiv ein

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Bei der Vorstellung der erneuerten S-Klasse vor zwei Wochen ist an die fantastischen Gewinne erinnert worden, die das Flaggschiff von Mercedes einst erzielt hat. Es sollen zeitweise Bruttomargen von 40 Prozent gewesen sein. Diese goldenen Zeiten sind vorbei. Am Donnerstag hat der Stuttgarter Autobauer dramatische Gewinneinbrüche und Umsatzrückgänge vermeldet. War alles prognostiziert, sagt Mercedes-Chef Ola Källenius. Die Trump-Zölle, das schwache China-Geschäft und Wechselkurseffekte machten Mercedes zu schaffen.

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Der Durchschnittspreis ist um 3000 Euro gesunken

Auch chinesischen Millionären sitzt das Geld nicht mehr so locker; Chinas Autoindustrie rüstet im Luxussegment auf und bietet preisgünstigere Modelle. Doch immer noch kauft China ein Drittel aller Mercedes und ist der wichtigste Absatzmarkt.

Dass der Durchschnittspreis eines verkauften Mercedes um 3000 Euro gesunken ist, spricht eine deutliche Sprache. Der Konzern hat schon letztes Jahr mit einem Sparprogramm und einem Stellenabbau reagiert, er zündet jetzt ein Feuerwerk mit neuen Modellen. Gut möglich, dass 2026 für Mercedes ein Übergangsjahr sein wird und es bald wieder besser aussieht.

Christoph Link ist Autor im Ressort Politik und Wirtschaft der FUNKE Zentralredaktion. © FUNKE Foto Services | Reto Klar

Die Verlagerung von Jobs ins Ausland ist alarmierend

Auch hat Källenius die Abkehr von seiner Luxusstrategie eingeleitet. Die Idee, nur noch teure Autos zu bauen, war ein Fehler. Ein neues Modell der Kompaktklasse ist geplant, der Bau der A-Klasse wird verlängert. Dass deren Produktion von Rastatt nach Ungarn verlegt wird, wirft ein Schlaglicht auf das drängendste Problem: Mercedes verlagert aus Kostengründen Produktion und Jobs nach Osteuropa, in die USA und nach China. Der Stern wird wieder glänzen. Fragt sich nur wo. Die Standortfrage muss Politik und Gewerkschaften alarmieren.

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