Drohnen-Alarm nahe Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ – Moskau im Verdacht
In der Nähe des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ hat eine verdächtige Drohne für Alarm gesorgt. Die schwedische Marine fand den Flugkörper am Mittwoch bei Malmö, wo der Flugzeugträger im Hafen lag, und störte ihn mit Abwehrsystemen. Am Donnerstag machten die schwedische und die französische Armee den Vorfall öffentlich. Schwedens Verteidigungsminister Pal Jonson vermutet: Die Drohne stammt „wahrscheinlich“ aus Russland.
Jonson begründete diese Vermutung damit, dass sich zum Zeitpunkt des Drohnen-Zwischenfalls ein russisches Militärschiff in der „unmittelbaren Umgebung“ befunden habe. „Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es eine starke Verbindung zwischen dem russischen Militärschiff und dieser Drohne“, sagte der Außenminister im Fernsehsender SVT. Nach seinen Angaben war die Drohne „wahrscheinlich“ in den schwedischen Luftraum eingedrungen.
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Die schwedische Armee leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein, der sich nach ihren Angaben in 13 Kilometer Entfernung von der „Charles de Gaulle“ in der Öresund-Meerenge ereignete. Ein Sprecher des französischen Generalstabs hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Schiff der schwedischen Marine die Drohne während einer Patrouille gesichtet und mittels Störsendern „Gegenmaßnahmen ergriffen“ habe.
Der Flugzeugträger war am Mittwoch für einen Hafenbesuch in Malmö eingetroffen. Er soll sich später einer Nato-Übung anschließen. Jonson teilte mit, dass Schweden „besondere Schutzmaßnahmen“ während der Anwesenheit des französischen Flugzeugträgers ergriffen habe.
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Die schwedische Küstenwache entdeckte am Donnerstag zudem eine Ölverschmutzung nahe der „Charles de Gaulle“. Sie untersuche noch, „von welchem der Schiffe die Verschmutzung stammt“, erklärte die Küstenwache.
Der Ostseeraum war zuletzt wiederholt Schauplatz mysteriöser Drohnenflüge über Flughäfen und sensiblen Militär- und Industriestandorten gewesen. Angesichts der Spannungen zwischen der Nato und Russland wegen des mittlerweile seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geriet Moskau in den Verdacht, hinter diesen Vorfällen zu stecken.
pau/AFP
